Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 29. Mai 2011

Erstes Doppelwochenende der Saison

Dieses Wochenende standen zwei Rennen in Thüringen auf dem Plan. Am Samstag ging es nach Altenburg, wo ich letztes Jahr total begeistert war vom Rennlauf. Dieses Jahr fehlte mit Lukas die treibende Kraft, weshalb sich ein völlig anderes Rennen entwickelte. Mit 41,3 km/h hatte ich zwar 0,1 km/h mehr auf dem Tacho (der Top-Speed war lustigerweise exakt der gleiche wie im Vorjahr, nämlich 58,5 km/h), aber das gefühlte Renntempo war dennoch niedriger. Es fehlte der gleichmäßig hohe Zug im Feld, stattdessen wechselten sich super rasante Runden (Wertungsrunden) und Kaffeepausen ab. Gekrönt wurde das dieses Jahr wenig erfreuliche Rennen durch einige Fehlverhalten (teilweise auch Rücksichtslosigkeit basierend), bei denen es mich wundert, dass diese Fahrer beim Training im Straßenverkehr keine Unfälle bauen. Mehr als Platz 13 kam bei diesem Frustrennen auch nicht raus. Also Leistung um 0,1 km/h gesteigert, Platzierung verschlechert. Aber das ist eigentlich nur der Trend der letzten Jahre: Ich fahre zwar ständig schneller, lande aber dennoch weiter hinten als in den Vorjahren. Hmmm ...

Nachdem Altenburg 2010 noch eines meiner Lieblingsrennen war, läuft die 2011er Version derzeit unter dem Titel "Wartenberg des Jahres 2011". Das Rennen in Schleiz hat dann schon mehr Spaß gemacht. Dort sprang nach 34,0 km/h und der "Explosion" der 12-köpfigen Spitzengruppe Rang 8 heraus, in der AK Rang 4. In Wernsdorf war, wie ich schon vermutet hatte, eine Schlüsselstelle - zumindest theoretisch. Die Streckenführung war dort selten dämlich. Während die beiden GCC-Distanzen den westlichen Ortseingang nutzten, der leicht ansteigend war (glaube ich), fuhren wir den östlichen Ortseingang eine Abfahrt hinab, in der es eine scharfe Rechtskurve gab. Nach dieser Kurve vermutete ich, dass man uns auf dem Dorfplatz (wo in der Mitte ein Brunnen war oder so) gleich geradeaus fahren lässt, weil es sicherer wäre. Aber wozu denn auch? Stattdessen war diese Durchfahrt gesperrt und man lenkte uns am Ende der Abfahrt in eine scharfe Linkskurve. Ich hatte mir diesen Streckenabschnitt tags zuvor bei der Anfahrt nach Altenburg schon angesehen und wusste daher, dass ich jetzt sehr vorsichtig um diese Linkskurve fahren musste, denn weniger Meterchen später mussten wir dann gleich in eine überspitze (!) Rechtskurve abbiegen. Die ersten beiden Fahrer hatten sich scheinbar ohne Streckenkenntnis in diese Abfahrt geworfen und steuerten mal eben geradeaus weiter in eine andere Seitengasse hinein.

So, wer jetzt aber denken mag "HA HA!" und "Tja, das ist echter Radsport, das sind Einzelschicksale", der irrt sich: In Thüringen sagt man sich dann scheinbar (auch wenn es ja schon kurz vor der rennentscheidenden Steigung war), dass man wartet. Und wenn sich die Gruppe einig ist, dann fahre ich bei diesem garstigen Wind eben auch nicht als Einziger voll weiter, auch wenn ich natürlich jegliches Recht dazu gehabt hätte. Wie war denn die Reaktion 2010 in Strullendorf, als ich unverschuldet in einen Sturz verwickelt wurde, aber gleich wieder aufsatteln und weiterfahren konnte? Und was war neulich in Schrobenhausen?!? Ich setze das einfach mal auf meine Liste von "Pleiten, Pech und Pannen 2011", dass die Fahrer diesmal wegen dem Eigenverschdulden (!) zweier Fahrer warteten. Für den Sturz 2010 konnte ich nix, ein Defekt ist halt ein technisches Problem. Das ist schon deprimierend, dass ein Fahrerfeld in so einer Situation plötzlich doch mal wartet, aber immer dann, wenn mir was passiert, wird gnadenlos Gas gegeben. Bin ich verflucht?!?

Irgendwann sollte ich einfach auch mal wieder Gl... äh ... kein Pech haben. Ist das denn zu viel verlangt? :(

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