Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Teams 2018

Team 2018

2018 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Samstag, 2. Juni 2018

Der Mai ist vorbei

Da habe ich mal wieder länger nicht gemeldet, drum ein Blick zurück auf den gesamten Mai...

Bei der BM EZF in Weiden hatte ich wenig Druck auf dem Pedal und die Beine waren noch etwas müde. Durch den Trainingsrückstand und den damit verbundenen Fokus aufs Training war das nicht weiter verwunderlich, was dann auch den Rennverlauf bei der BM Straße in Attenzell schon vorher erahnen ließ. Ich war in der ersten Runde generell um ein möglichst effizientes Mitrollen im Feld bemüht und wollte kurz vor Böhmfeld nach vorne kommen, weil das einfach eine Stelle ist, wo man nicht hinten sein sollte. Kurz zuvor hatte ich dann eine kurze Abfahrt am Ende des Feldes falsch bewertet: Es schien, als ob das Feld bummeln würde, weshalb ich etwas mehr Abstand ließ, um trinken zu können. Ich hatte den Eindruck, dass ich andernfalls einhändig aufs Feldende auffahren würde, was entsprechend heikel gewesen wäre. Irgendwie schätzte ich das Tempo im Feld aber falsch ein, denn stattdessen zog sich das Feld in die Länge und nahm mächtig Fahrt auf. Ich hatte mich also wegen einem Schluck aus der Trinkflasche unnötigerweise selbst in den Wind gestellt! Es war dann ganz schön schwierig, wieder ranzukommen. Das war erst kurz vor der Abzweigung in Böhmfeld der Fall, wo ich eigentlich schon vorne sein wollte, weil sich das Feld dort beim C-Rennen 2015 ziemlich dämlich angestellt hatte. Und was soll man sagen? Auch diesmal lagen sie dort wieder auf der Straße. Ich musste über den Gehweg ausweichen, wobei ich natürlich auch vorsichtig sein musste, um mich nicht an einer Bordsteinkante aufzuhängen oder mir einen Platten einzufangen. Als ich wieder auf der Straße war, ging die Perlenkette schon ab. Kennt man ja auch aus dem Amateurradsport: Sturz im Feld = Tempoverschärfung. Kam in der Rampe dann zwar wieder ran, aber war dann über die Kuppe hinweg schon zu entkräftet...

In der zweiten Runde wurde ich von den Senioren 2 aufgerollt, was im Hinblick auf nächstes Jahr interessant war. Ich konte schon mal Luft in der "richtigeren" AK schnappen (mit 39 in der AK Männer = Elite starten zu MÜSSEN ist halt einfach nur dämlich). Und siehe da: Ein Fahrerfeld kann in Böhmfeld auch ohne Sturz und sonstige Probleme ganz normal abbiegen! Dementsprechend easy war es, bis zum Fuße der Zielsteigung locker im Feld mitzurollen. Dort aber machte ich große Augen: Mit was für Wattwerten sind die Senioren da bloß in den Anstieg reingeknallt?!??! Ich musste das Feld gleich ziehen lassen und fuhr wieder in meinem anvisierten Leistungsbereich. Ich hatte das Rennen ja gemäß Friel-Bibel von vornherein als KA-Einheit gesehen, drum bin ich auch im entsprechenden Leistungsbereich für KA gefahren. Und nein, das war keineswegs mit angezogener Handbremse, denn wenn man vorher nur Grundlage trainiert hatte und erst mit KA am Berg anfängt, dann ist das eben auch schon schnell das persönliche Limit. Eine Runde später mit dem Feld der Senioren 3/4, die in Böhmfeld ebenfalls ohne jegliche Scherze abbiegen konnten, schlackerten mir erneut die Ohren, weil auch dort mit den gleichen Wattwerten wie bei den Senioren 2 hochgedrückt wurde. Die Erkenntnis war dann auch gleich, dass eine BM Straße Anfang Mai selbst bei den Senioren eine Nummer zu groß für mich sein wird - es sei denn, ich käme besser durch den Winter. Aber generell muss man das einfach realistisch sehen und sagen, dass das Niveau auch bei den Senioren kaum abfällt im Vergleich zu den Jungspunden. Der Radsport ist halt einfach so eine Sportart, in der es keine jungen und alten, sondern nur gute und schlechte Sportler gibt.

Kulmbach war dann generell okay, ich kam vor allem schmerzfrei durch. Nach meinen ISG-Problemen im letzten Jahr, die im Endeffekt beim C-Rennen in Kulmbach ihren Anfang nahmen, hoffe ich jetzt einfach mal, dass ich die diesjährigen Kriterien besser verkrafte - vom gesundheitlichen her. Sportlich gesehen war der Schnitt um 0,1 km/h höher, also mehr oder weniger gleich im Vergleich zum Vorjahr. Subjektiv war ich aber dennoch stärker gefordert. Speziell in den Wertungsrunden ging gar nix. Auch hier machte sich also der Trainingsrückstand bemerkbar. Gleichzeitig aber eben auch die Erkenntnis: Trotz Trainingsrückstand konnte ich schon wieder bis zum Ende mithalten, fuhr also mehr oder weniger auf dem gleichen Leistungsniveau, was ja dann doch als Zeichen für ein im Vergleich zum Vorjahr verbessertes Grundniveau gelten könnte. Zumindest hoffe ich das mal. ;)

Ende Mai dann das letzte Straßenrennen in Nordbayern: Der Klassiker in Karbach. Der Rennverlauf war nahezu identisch zum Vorjahr, drum gilt auch hier, dass ich trotz des Trainingsrückstandes im Vergleich zum Vorjahr schon wieder auf dem gleichen Niveau war. Und eigentlich sogar etwas besser: Ich konnte nämlich die komplette Renndistanz auf gleichem Niveau durchstehen. Letztes Jahr ging mir in der letzten halben Runde ja der Sprit aus. Übel ist und bleibt in Karbach jedenfalls diese Panzerstraße, bei der der Trainingsstand auch völlig egal ist. Das ist einfach super unangenehm. Die Hände haben geschmerzt, weil das in der Abfahrt auf der Panzerstraße so scheuert, und dann habe ich mir scheinbar noch durch das Geholpere einen Wirbel blockiert. Im Rücken ging ein Schmerzblitz von oben nach unten, aber den konnte ich mit Glück direkt nach dem Rennen lösen. Zufällig also die richtige Bewegung zum Lösen von Rückenblockaden ausgeführt, obwohl das auf der Ladefläche des Autos natürlich nicht so gut geht wie wenn man das auf einer Matte mit entsprechender Bewegungsfreiheit machen kann.

Generell war es okay, dass ich trotz Trainingsrückstand also schon auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr zur gleichen Zeit war. Im Hinblick auf die Hochsaison im Juli und August macht das doch Mut. Welche Rennen ich dann aber fahre, ist mir selbst noch ein Rätsel. Erst heute habe ich mich mal wieder etwas umgeschaut und leider keine zusätzlichen Optionen gefunden, sondern von weiteren Absagen gelesen. Am 23. und 24. Juni wären in Bayern ja ursprünglich zwei Rennen gewesen. Das erste ist schon seit Wochen abgesagt, das zweite steht noch in der Terminliste, wird aber auch demnächst als abgesagt auf rad-net stehen. Der Grund sollen terminliche Probleme mit dem Verband sein. Diese Info konnte ich finden, aber mehr nicht. Da darf also wild spekuliert werden, was mit so einer Begründung gemeint sein könnte, denn um eine Terminüberschneidung kann es sich ja schon mal nicht handeln. Stattdessen ist das Wochenende jetzt komplett frei in Bayern. Ebenfalls frei haben die Lizenzfahrer, die gerne wieder beim großen Straßenrennen in Torgau gestartet wären, dem Heideradcup. Mit einer 70-km-Schleife sicherlich eines der größten Straßenrennen in Deutschland. Ursprünglich war das ja nur ein reines Jedermannrennen, aber im letzten Jahr hat man auf Wunsch von Vereinen auch Lizenzrennen ins Programm aufgenommen. Für dieses Jahr hat der Verband (!) aber die Genehmigung verwehrt. Wohl gemerkt: Nur für die Lizenzrennen, nicht für die Jedermannrennen - die hat der Verband genehmigt! Falls das jetzt unlogisch klingen mag, kommt hier die total logische Erklärung: Am gleichen Termin ist in Sachsen auch ein Kriterium. Ist doch logisch, dass ein kleines Kriterium wichtiger als ein großes Straßenrennen ist. Wer hat den Sarkasmus erkannt? Übrigens: Bei diesem Kriterium gibt es auch ein Jedermannrennen: Schon merkwürdig, dass der Verband zwei Jedermannrennen am gleichen Tag duldet, aber nicht zwei Lizenzrennen. Das ist wieder mal eine weitere Verbandsentscheidung, die man einfach nicht nachvollziehen kann und die dem Radsport einen Bärendienst leistet. Es gibt ja sowieso kaum noch Straßenrennen. Das ist dann schon Selbstzerfleischung, wenn man so ein großes Straßenrennen für Lizenzfahrer nicht genehmigt, nur weil irgendwo ein Kriterium ist, die es ja wie Sand am Meer gibt. Die Veranstalter des Heideradcup wollen sich aber nicht entmutigen lassen und planen dann eben für 2019 wieder mit einem Lizenzrennen. Hoffentlich gibt der Verband dann grünes Licht und lässt das Rennen nicht wegen eines Kriteriums "Rund um die große Tonne" erneut ausfallen...

Dienstag, 1. Mai 2018

Nach der BM ist vor der BM

Wegen des Trainingsrückstandes bin ich mit recht müden Beinen bei der BM im Einzelzeitfahren in Weiden von den Spezialisten erwartungsgemäß in die Schranken gewiesen worden, aber immer mit Teamkollege Florian gab es ja ein heißes Duell in einer ganz eigenen Liga. Nur 10 Sekunden trennten uns am Ende der drei Runden - Florian war diese 10 Sekunden schneller. Unterm Strich kam aber trotzdem Platz 27 für mich heraus (Platz 26 BM), weil nicht alle gemeldeten Fahrer in der Ergebnisliste zu finden sind. Keine Ahnung, ob da noch was korrigiert wird. Ist zwar genau wie der 11. Platz bei der BM Berg 2015 im Endeffekt der letzte Platz, aber damit liege ich ja immer noch vor all den Fahrern, die es gar nicht erst an den Start geschafft haben. ;) Ich nehm die Top-30-Platzierung bei einer LVM in der mir völlig fremden Disziplin EZF jedenfalls gerne mit. ;)

Erfahrung sammeln war halt einfach angesagt. Mein bisher längstes Zeitfahren. Da wollte ich bloß nicht overpacen, was aber genau am Anfang mein Problem war. Ich habe mich dann gebremst - und in der 2. Runde vielleicht etwas zu viel gebremst. Da verlor ich nämlich ungefähr 20 Sekunden im Vergleich zu Runde 1 und 3. Und ja, Runde 3 war dann sicherlich meine beste, denn ich musste sie ja mit der Vorbelastung der ersten zwei Runden fahren, weshalb die nahezu identische Fahrzeit zu Runde 1 (alles laut Strava-Segmenten) sicherlich höher zu bewerten ist. Die Erkenntnis ist dann vor allem aber auch, dass ich mir so ein langes Zeitfahren doch schon recht gut einteilen kann. Natürlich hilft die Wattanzeige.

Vorgenommen hatte ich mir für den Beginn übrigens 250 Watt, die ich aber durchs Overpacen gleich mal gnadenlos überschritt. Über den 10-Sekunden-Schnitt habe ich mich aber dann trotzdem immer wieder an 250-260 Watt orientiert. Klappte ähnlich bescheiden wie beim CP30-Test und beim KA1-Intervall am Sonntag. Das ist momentan ein sehr instabiles Auf und Ab, obwohl der Durchschnittswert am Ende dann trotzdem dem anvisierten Zielwert entspricht. Also auch wenn die Beine derzeit etwas müde sind, der Kopf scheint mein derzeitiges Leistungsvermögen ganz gut einschätzen zu können. Ich hatte mich im Vorfeld übrigens gar nicht erst an der CP-Kurve der Trainingssoftware orientiert, weil ich beim Fahren mit Zeitfahrlenker sowieso ungefähr 15-20 Watt weniger aufs Pedal bekomme. Und da ich den CP30-Test ohne Zeitfahrlenker gefahren bin, musste ich einfach pi mal Daumen abschätzen - und das klappte eben ganz gut. Im August werde ich dann aber mal einen Zeitfahr-Test im Training absolvieren, um dann noch präziser einen Zielwert für die EZFs im September festlegen zu können. Aktuell plane ich da nämlich Dingolfing und dann entweder Riderman oder eine Lizenzveranstaltung an der Ostsee. Jedenfalls diente das heutige EZF schon dazu, um beim September dann mit besseren Beinen die heute gewonnenen Erfahrungen so umsetzen zu können, dass ich dann nicht mehr fast 10 Minuten Rückstand auf den Sieger habe. ;)

Als nächstes steht die BM Straße in Attenzell an. Keine Ahnung, wie ich die Müdigkeit bis dahin rausbekommen soll. Es ist halt auch ein Spagat zwischen Grundlagentraining und Wettkampfteilnahme. Was mir dann heute auch noch in den Sinn kam: Nach dem Rennen in Kulmbach folgt bei mir eine planmäßige Regenerationswoche. Eigentlich wäre es dann gut, wenn am Ende der Regenerationswoche ein Rennen wäre, aber ausgerechnet in dieser Woche ist da nix passendes zu finden. Wäre also eigentlich eine optimale Trainingswoche. Da frage ich mich gerade, warum ich das dann nicht auch entsprechend geplant habe?!? Vielleicht kann ich ja noch was ändern. Ich mach mir mal Gedanken ... die ich mir sowieso machen muss, weil mein aktuelles Trainingsziel für den ersten Formhöhepunkt eh nutzlos ist.

Ich wollte ja den Nürburgring fahren, aber seit heute ist die Startgebühr 60 Euro. Tja, 50 Euro sind aber mein Limit für ein stinknormales Eintagesrennen, wobei 50 Euro für ein Eintagesrennen ja schon verrückt genug sind. Solange es aber genügend Verrückte gibt, die für ein Eintagesrennen auch 70 oder 80 Euro zahlen, wird sich an diesen bescheuerten Preisen nix ändern. So verrückt ich aber auch selbst bin - und als Rennfahrer MUSS man verrückt sein -, 50 Euro sind einfach mein persönliches Limit für Eintagesrennen. Würden mehr Leute so hartnäckige persönliche Limits haben, würden die Startgebühren auch nicht weiterhin so ansteigen. Aber tja, da kann man halt nix ändern. Ich spare mir dadurch aber wenigstens auch eine Anfahrt, die vermutlich 5 Stunden gedauert hätte. Also der Verzicht auf den Nürburgring hat auch jetzt schon was gutes. ;)

Hmmm ... gleichzeitig rückt dadurch die Erzgebirgstour wieder ins Visier. Die Oder-Rundfahrt werde ich mir ja aufgrund der schlechten Vorbereitung nicht antun. Aber jetzt schau ich erst mal, wie ich das Grundlagentraining abschließe und in welcher Verfassung ich hinterher dann sein werde. Dann kann ich mir immer noch Gedanken machen, wie mein Rennkalender ab Juli aussieht. Im Juni jedenfalls sind schon Änderungen dabei, denn in Schmölln gibt es dieses Jahr wieder ein Jedermannrennen (für UNTER 50 Euro, versteht sich) und die Woche drauf findet Ansbach auf einem neuen, flacheren Kurs statt. Da der zweite Tag in Hatzenbühl auch kein Straßenrennen bietet, wie ich ursprünglich angenommen hatte, streiche ich also ziemlich sicher das Pfalzwochenende und begebe mich stattdessen nur auf den kurzen Trip nach Ansbach. Oh, und die Startgebühr wird natürlich auch dort deutlich unter 50 Euro betragen. ;)

Montag, 16. April 2018

Mehr schlecht als recht...

Nach dem krankheitsbedingten Trainingsausfall im März ging es im Laufe der drei intensiven Wochen der erneuten Friel-Phase "Grundlagen 2" langsam wieder dorthin zurück, wo ich vor der Zwangspause schon war. Die Trainings-Software sieht mich jetzt wieder dort, wo ich Mitte Februar war, ich selbst bin einfach nur froh, dass sich der Puls wieder normalisiert hat und der Hustenreiz auch schon deutlich zurückgegangen ist. Allerdings zieht sich das immer noch, körperlich bin ich nach wie vor nicht ganz auf der Höhe - und durch die drei intensiven Wochen hänge ich derzeit erst recht richtig durch. Beim gestrigen Fußballspiel habe ich auch noch eine Fliege verschluckt, die wohl auf der "bronchialen Schleimhaut" hängenblieb und dort für eine Austrocknung sorgte. Musste in der Pause ganz schön viel trinken, damit das im Hals nicht mehr so kratzte. Heute fühlt sich der Hals trotzdem den ganzen Tag schon doof an, was für mein komplettes körperliches Empfinden gilt. Ich hänge so richtig in den Seilen, der Körper ist eigentlich schon mit der langen Ausdauerfahrt am Samstag stark ans Limit gekommen. Jetzt ist also Ruhe angesagt ... und die Hoffnung, dass ich nicht trotzdem wieder krank werde. Anfang März wurde ich schließlich auch am ENDE (!) einer Regenerationswoche krank. Die Ruhe kann also manchmal auch dem Sturm vorangehen statt ihm zu folgen...

Ansonsten sind die Rennplanungen für den Mai generell abgeschlossen, für den Juni waren sie das ursprünglich auch. Im Juni wollte ich mal wieder etwas die Pfalz erkunden, weil mich das Programm in BAY, THÜ und SAC nicht überzeugen kann. Mir gefällt es aber generell, immer mal wieder neue Rennen in neuen Orten zu erleben. Aufgrund der Vorjahresausschreibungen hatte ich für Juni die Wochenende mit Hatzenbühl bzw. Bolanden/Neustadt geplant. Aber nicht nur aufgrund meines aktuellen körperlichen Empfindens habe ich mich noch nicht endgültig festgelegt, denn auch die Ausschreibungen spielen mir nicht so recht in die Karten.

In Hatzenbühl gab es letztes Jahr ein Kriterium und ein Straßenrennen. Letzteres war auch der Grund, weshalb ich dieses Wochenende ins Visier genommen hatte. Ich durchforste den Rennkalender ja bevorzugt nach Straßenrennen. Dieses Jahr gibt es am zweiten Tag aber stattdessen nur ein kleines Rundstreckenrennen, das laut Ausschreibung sogar als Kriterium gefahren wird. Bei 2,5 km eher ungewöhnlich. Hört sich jedenfalls nach sehr vielen Antritten an beiden Tagen an. Mein Rücken (ISG) bereitet mir seit zwei Wochen auch wieder schmerzhafte Probleme, nachdem ich beim Einklicken mal nicht richtig ins Pedal kam und mir dann den Rücken wieder verrissen habe. So, wie ich mich jetzt in diesem Moment fühle, hätte ich eher keinen Bock auf das Programm in Hatzenbühl. Aber einfach mal abwarten...

Das andere Pfalz-Wochenende sieht dann so aus, dass am ersten Tag ein größeres Rundstreckenrennen ist. Letztes Jahr ging das um 14 Uhr los, was die Anfahrt von bis zu 4 Stunden ohne allzu großen Stress am gleichen Tag erlaubt hätte. Dann vielleicht noch kurzfristig aufs Konzert von Guns N' Roses in Mannheim und ab in die Unterkunft, um am nächsten Tag in Neustadt ein Kriterium zu fahren. Leider ist die Startzeit für das C-Rennen dieses Jahr aber schon um 10 Uhr. Da müsste man schon am Tag zuvor in die Pfalz fahren. Wäre eine zusätzliche Übernachtung. Ist jetzt nicht unbedingt etwas, wo man Freudensprünge macht - zumindest nicht als Reisemuffel, der ich ja nunmal bin. Da ich das Rennen in Bolanden aber auf jeden Fall gerne fahren würde, habe ich mich umgesehen, ob sich die Geschichte vielleicht mit einem anderen Rennen am Tag zuvor kombinieren ließe. Tja, aber das ist leider auch nicht der Fall. Durach wäre am Tag zuvor gewesen, aber das steht auf rad-net als abgesagt drin.

Aber egal, was ich mit meinem Rennkalender im Juni mache: Momentan ist es erst mal wichtig, dass der Körper wieder richtig mitspielt. Das hängt bei mir momentan alles stark am seidenen Faden. Und wieso schmerzt mir jetzt plötzlich wieder der linke untere Rücken, der seit Wochen schmerzfrei ist? Da geht's dem rechten unteren Rücken heute endlich etwas besser, nachdem ich mal etwas mehr mit 'nem Tennisball gearbeitet habe, schon tut sich die nächste Baustelle auf! Wirklich rund läuft es also wirklich nicht ... aber wenn ich jedes Mal 'nen Euro bekommen hätte, wenn ich mal zu Boden fiel und nicht wieder aufgestanden wäre ... tja ... dann hätte ich jetzt NULL Euro. ;)

Donnerstag, 5. April 2018

Wenn der Körper nicht mehr mitspielt...

Ich lerne ja jetzt schon seit Jahren, dass man ständig neue körperliche Probleme bekommen kann. Als Kind hatte ich ständig Mandelentzündung, was dadurch gelöst wurde, dass wir aus der DDR in den Westen sind. Die Luftqualität war ja damals in der DDR ein Alptraum (keine Industriefilter und so). Die bessere Luft im Westen hat dann sofort für Besserung gesorgt. Sobald man mal die Ursache eines Problems kennt, ist die Lösung nah. 2009 konnte ich mal mein Knie ein Vierteljahr nicht mehr belasten, weil es ständig gleich schmerzte. Dehnen war damals die angeratene Lösung des Arztes - und das half auch tatsächlich! Dehnen ... das ist ja eigentlich was, dass man als Nachwuchssportler total langweilig und überflüssig empfindet. Wenn man als Nachwuchssportler schon wüsste, was man dann später mit 25, 30, 40 über das Thema weiß ... ach, das wäre schön gewesen, wenn ich das damals schon gewusst hätte. Man würde Dehnen viel mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung schenken, wodurch man später dann diverse Probleme vielleicht gar nicht erst bekommen hätte...

Nach 2009 ging es bei mir dann eigentlich ganz gut. Knieschmerzen und grippale Infekte hatte ich so weit im Griff, ich konnte ohne Zwangspausen meinem Sport nachgehen. 2012 war diese beschwerdefreie Zeit dann aber vorbei. Zunächst waren es wieder Knieschmerzen, die sich diesmal aber anders äußerten und für die auch eine andere Lösung notwendig war. Erst reichte der Gang zum Physio ein Mal im Jahr, vor 2,5 Jahren nahm ich die Sache dann mittels einer Massagerolle (auch als Faszienrolle oder Black Roll bekannt) selbst in die Hand. Zwangspausen, weil das Knie schmerzt? Ne, so was war eigentlich nicht mehr nötig. Stattdessen bekam ich vor 1,5 Jahren ISG-Probleme. Mittlerweile habe ich die auch einigermaßen im Griff, obwohl der Kampf sicherlich noch lange nicht gewonnen ist. Was mir seit Anfang März aber zu schaffen macht, ist ein Problem, dass ich mit Dehnen oder Massagerolle nicht selbst in den Griff bekommen kann...

Alles fing damit an, dass ich mich über Nacht etwas verkühlt hatte. Das war noch nicht so wild. Am nächsten Tag habe ich mich wieder normal gefühlt und wollte über zwei Stunden Ausdauer trainieren. Nach 10 Minuten machte das Rad aber schon Probleme. Im Endeffekt brach ich dann nach knapp 20 Minuten ab und kehrte um. Was mir dann nicht nur wegen des Defekts am Rad (stellte sich als kaputtes Tretlager heraus) von Nöten schien, denn auch die Luft (angeblich so 5 Grad?!?) schien mir außergewöhnlich kalt zu sein. Gefühlt -5 bid -10 Grad. Die Luft schnitt beim Einatmen richtiggehend in den Hals bzw. die "bronchiale Schleimhaut", wie ich mittlerweile erfahren habe. Nach nur 35 Minuten war ich wieder daheim und trank erst mal was Heißes. Nützte nix, am Abend ging es schon mit Reizhusten los. Am nächsten Tag war meine Stimme stark angeschlagen, ich pausierte also lieber. Noch einen Tag später war ich dann richtig krank...

Von ärztlicher Seite wurde mir noch nichts dazu gesagt, was das Problem sein könnte, aber ich habe mich mittlerweile schon selbst ganz gut informiert. Es zeichnet sich jetzt ein ganz gutes Bild davon ab, was los ist. Durch kalte Atemluft kann die bronchiale Schleimhaut austrocken, was zu einer Überempfindlichkeit und einem Reizzustand führt. Da kommt dann auch der Reizhusten her. Das wiederum kann zu weiteren Problemen führen: Bronchitis (die ich ja dann auch hatte), Kehlkopfentzündung, Infekte und sogar Asthma. Auch der Puls ist erhöht, wenn die Reizung entsprechend ausgeprägt ist. Und warum wird die Schleimhaut plötzlich zu trocken? Tja, das kommt mit dem Alter... :(

Ich habe jetzt ohne jegliche ärztliche Hilfe also schon ein recht gutes Bild davon bekommen, was bei mir in den letzten Wochen nicht stimmt und wieso. Einzig die Lösung erschließt sich mir noch nicht. Von alleine scheint es nicht besser zu werden, nach 2 Stunden nimmt der Reizzustand schon während des Trainings zu und plagt mich dann bis zum nächsten Tag. Nur die kürzeren Trainingseinheiten verschlimmern den Reizzustand nicht so sehr. Man hat ja schon fast Angst zum Arzt zu gehen. Also nicht, weil der vielleicht sogar Asthma feststellen würde, denn so schlimm wird es bei mir schon nicht sein. Nein, ich habe eher Angst, weil der Arzt abermals nur sagt: "Abwarten und Tee trinken." Wenn das Problem aber unbehandelt tatsächlich zu Asthma führen könnte, wäre es sicherlich nicht schlecht, wenn man nach einem Arztbesuch auch mal mit einer medizinischen Lösung nach Hause kommen würde. Versuchen muss ich's also nochmal, aber Fachärzte wollen dann eine Überweisung vom Hausarzt, der aber sieht meist keinen Anlass, um irgendwas zu tun. Ich versuche mir in der Zwischenzeit die Kehle rauszureißen, denn dieser Dauerzustand der gereizten "bronchialen Schleimhaut" lässt mich langsam aber sicher durchdrehen... *hust* *räusper* *hust*

Mittwoch, 14. März 2018

Krank :(

Meine Inaktivität auf Strava hat leider den Grund, dass ich schon seit über einer Woche krank bin. Anfangs dachte ich nicht, dass das länger als ein, zwei Tage dauern würde, aber mich hat's dann doch mal wieder erwischt - erstmals seit 3 Jahren. War jetzt dann auch beim Arzt, weil zwar die schlimmsten Symptome weg sind, aber es bleibt ein garstiger Reizhusten und ein um 20 Schläge erhöhter Ruhepuls. Bekam vom Arzt Tropfen, die gegen Bronchitis sind - aha, das habe ich dann wohl also? Naja...

Wie gesagt, das letzte mal war ich vor 3 Jahren krank. Auch damals erwischte es mich mit Reizhusten und ich unterschätzte die Sache anfangs. Meinen Trainingsplan kann ich dadurch natürlich nicht beibehalten. Ich muss jetzt erstmal wieder den Puls runterbekommen. Eigentlich fühle ich mich tagsüber schon wieder relativ normal, abgesehen von dem nervigen Reizhusten. Das dümmste an solchen Zwangspausen ist halt auch immer, dass man den Fitnessverlust eigentlich erst mal durch die doppelte Ausfallzeit einfach nur wieder ausgleichen muss, um dann schlussendlich den zuvor eingeschlagenen Weg weitergehen zu können. Von brauchbaren Rennleistungen bei den ersten Rennen brauche ich also gar nicht weiter zu träumen. Ich werde nämlich auch nicht den Fehler machen und wegen der anstehenden Rennen irgendeine Abkürzung versuchen zu nehmen. Das bringt nichts, da würde ich nur die ganze Saison über wieder hinterher fahren, also wie 2015 und 2016.

Am meisten ärgert mich das komischerweise im Hinblick auf das EZF in Weiden, obwohl ich dort so oder so chancenlos auf eine brauchbare Platzierung gewesen wäre. Aber jedes EZF ist auch automatisch eine Art Leistungstest und somit eine Standortbestimmung. Es zeigt einem auch, wie gut das Training der letzten Monate gewesen ist - normalerweise. Wenn man halt keine Ausfallzeit durch Krankheit hat.

Aber jetzt muss ich eben erstmal gesund werden und sehen, wie weit mich die Geschichte tatsächlich zurückgeworfen hat und wie ich meinen Trainingsplan dann entsprechend anpasse. Der bisherige Plan ist jedenfalls für die Katz, aber das System behalte ich natürlich bei. Insofern erfolgt der Einstieg in die Wettkampf-Saison wohl während meiner dritten Grundlagenphase, in der ich mich jetzt eigentlich in der zweiten Woche schon befinden würde. Einfach dumm gelaufen, aber falscher Ehrgeiz würde jetzt alles nur schlimmer machen. Ich nehm mir gnadenlos die Zeit für eine vernünftige Grundlage und gehe dann eben erst irgendwann im Mai ins Formaufbautraining. Egal wie sehr andere, die besser durch den Winter kamen, den Kopf schütteln mögen. Da darf man sich einfach nicht davon verrückt machen lassen, wenn andere schon früher gut drauf sind - denn das bedeutet ja auch, dass diejenigen dann wieder früher nachlassen werden. ;)