Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Montag, 27. September 2010

Wenn der Hund nicht ...

... dann hätte er den Hasen ... ;)

Wenn der Napoleoncup auf der Kurzstrecke nur ein Hobbyrennen gewesen wäre, wäre ich doch glatt auf Platz 4 gelandet. Insgesamt war es aber nur Platz 16 von 22 Finishern der Gesamtwertung. Wenn ich aber an diese lizenzlastige Konkurrenz denke, kann ich mit meiner Etappenfahrt-Premiere durchaus noch zufrieden sein. Es stellt sich aber auch die Frage, weshalb so wenig Hobbyfahrer am Napoleoncup teilnehmen. Noch dazu auf der Kurzstrecke. Normalerweise würde man ja vermutlich, dass die ganze Elite - und somit auch der Großteil der Lizenzinhaber - die Langstrecke fahren würde. Dementsprechend sollte man denken, dass sich viele Hobbyfahrer auf die Kurzstrecke begeben. Dass dem aber doch nicht so ist, wirft die Frage auf, ob der Veranstalter die richtige Strategie verfolgt.

Sollte das Angebot von zwei Distanzen bewirken, dass man auch mehr Hobbyfahrer anspricht, die sonst wegen der Überlegenheit der Lizenzfahrer nicht starten würden? Oder erhoffte man sich, dass einige Lizenzfahrer zusätzlich teilnehmen würden, die wegen zu viel Konkurrenz auf der Langstrecke sonst nicht am Napoleoncup teilnehmen würden? Falls ersteres die Überlegung gewesen wäre, so ist dies zweiterem gewichen. Es ist schade und erinnert mich auch ein bisschen an das Lizenz ... äh ... Jedermann-Kriterium in Greiz. Wenn man als Hobbyfahrer fast nur gegen Lizenzfahrer antritt, ist das dann noch ein Jedermannrennen oder schon ein C-Klasse-Rennen?

Das Positive an der Sache ist wenigstens, dass man somit auch als Hobbyfahrer prüfen kann, wo man ungefähr im Vergleich zur Lizenzklasse steht. Und da kann ich nach den Werraclassics und dem Napoleoncup nur sagen, dass meine Entscheidung auf jeden Fall richtig ist, auch nächstes Jahr wieder Hobbyklasse zu fahren. Ich kann auf Lizenzniveau einfach nicht richtig mithalten. Und 2008 habe ich ja gelernt: Wer nicht mit dem Hauptfeld mithalten kann, der wird gnadenlos aus dem Rennen genommen. Wenn ich als Hobbyfahrer (mit Lizenz) aber am Start eines Rennens stehe, dann will ich auch die Zielflagge sehen. Ansonsten macht mir mein Hobby keinen Spaß.

Also bevor ich wieder wie 2008 wegen einiger vorderer Platzierungen bei Hobbyrennen gleich wieder denke, dass ich vielleicht doch in der C-Klasse mithalten könnte, bin ich für solche Jedermannrennen, die fast Lizenzrennen sind, im Endeffekt ganz dankbar. Und noch dankbarer wäre ich, wenn es Tageslizenzen für Hobbyfahrer geben würde, damit ich auch bei einigen C-Rennen teilnehmen könnte, um ebenso einen Vergleich zu haben. Denn Tatsache ist ja auch, dass es viel zu wenig C-Rennen gibt. Als Hobbyfahrer hat man viel mehr Rennmöglichkeiten als als sogenannte C-Wanze. Wieso also sollte ich mir mein Hobby kaputtmachen, indem ich eine Jahreslizenz nehme, wenn ich dann nur noch ein halbes Dutzend Rennen statt über 20 fahren könnte? Mit einer Tageslizenz würden halt noch einige Rennen wie in Schrobenhausen, Ingolstadt oder Kulmbach dazukommen. Mehr als diese drei zusätzlichen Rennen fallen mir spontan auch gar nicht ein, also wiederhole ich mich sehr gerne: Es ist eine gute und vor allem richtige Entscheidung, dass ich auch 2011 wieder Hobbyklasse fahre ;)

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