Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 26. September 2010

2. geplantes Saison-Highlight, 2. Reinfall

Mein Rückstand auf den Sieger des EZF lag mit 53 Sekunden noch in dem Bereich, den ich erreichen wollte. Alles andere beim Napoleoncup war leider ein Reinfall. Das fing schon mal damit an, dass 3/4 unseres Teams infolge eines Wildunfalls gar nicht erst den Weg an die Startlinie fand. Und nach einem Deja Vu von Hildburghausen gelang es mir trotz guter Form am Berg leider nicht, ein weiter vorne entstandenes Loch bei erneuten herbstlichem aggresiven Wind solo zufahren zu können.

Eine Runde zuvor war es mir noch gelungen, in den Bummelabfahrten vor dem Anstieg eine offene Tür zu finden und von vorne in den Anstieg zu fahren, aber eine Tempoverschärfung erfolgte erst in der nächsten Runde, wo ich am Ende des sich zu Beginn des Anstiegs ausbreitendem und teilweise chaotisch schaltenden Feldes leider wieder nicht mitbekam, dass ganz vorne plötzlich beschleunigt wurde. Beim Vorfahren im Feld und speziell am heutigen Anstieg musste man einfach das richtige Hinterrad finden, was mir aber in der entscheidenen Runde nicht gelang. Stattdessen landete ich "gekonnt" an einem bremsenden Hinterrad und musste erneut feststellen, wie wichtig es ist, dass man immer im vorderen Drittel des Feldes fährt. Aber das ist eben auch leichter gesagt als getan, wenn die teilnehmenden semiprofessionellen Teams durch geschickte Tempokontrolle "auf ganzer Breite" in der Abfahrt ein Vorarbeiten im Feld verhindern.

Wenigstens kenne ich jetzt wieder die Fahrweise auf einem weiteren Kurs und sollte für nächstes Jahr die richtigen Stelle finden, um mich im Feld rechtzeitig vor dem durch Teams tempokontrollierten Abschnitt vorzuarbeiten - denn dann würde mir diese Tempokontrolle in die Karte spielen, weil ich in der Abfahrt locker im vorderen Drittel hinunterrollen könnte, ohne dass ich mir Gedanken machen müsste, dass von eine ganze Meute wild an einem vorbeisaust.

Unterm Strich verlor ich noch zwei Plätze in der Gesamtwertung durch das Rundstreckenrennen, was eigentlich die Etappe sein sollte, auf der ich etwas Boden gutmachen sollte. In der Endabrechnung waren die Zeitabstände aber gar nicht mal so groß. Zum 9. Platz meiner AK fehlte nicht nur ungefähr eine halbe Minute. Das wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, wenn nicht mal wieder in der für mich falschen Runde das vorherige Bummeltempo dem "echten" Renntempo gewichen wäre. Alles Erfahrung, die ich sammeln wollte - für nächstes Jahr. Dann geht es ab in die Top Ten! ;)

Dass Saison-Highlight nur bedingt planbar sind, musste ich ja schon 2008 feststellen. Vor allem lernte ich, dass man sich nicht nur ein Highlight setzen sollte. Genau das habe ich mit Strullendorf und dem Napoleoncup dieses Jahr getan - und selbst das scheint nicht genug zu sein. 2 Highlights, 2 Reinfälle - nächstes Jahr suche ich mir 3 Highlights raus ;)

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