Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Dienstag, 22. Mai 2012

Vom Regen in die Traufe

Heute schüttete es eine halbe Stunde vor Rennbeginn in Kulmbach so richtig. Auf den Straßen standen fette Pfützen. Es hörte dann zwar auf zu regnen, aber obwohl es ja offiziell "nur ein Trainingsrennen" ist, hielt der "Waffenstillstand" nicht lange. Schon bald jagten die Fahrer auf der langsam abtrocknenden, aber dennoch nassen Straße so wild durch die Kurven, dass ich wie bei meinen bisherigen Regen-Kriterien ans Feldende gespült wurde und dort dann nach jeder Kurve ein Loch zukleistern musste. Ich fahre bei Regen halt einfach super vorsichtig durch Kurven, zumal es bei meinem Sturz in Weißenburg letztes Jahr so schnell ging, dass ich bis heute nicht weiß, wieso ich plötzlich auf der Straße lag. Und was meiner Angst vor Kurven auf nasser Fahrbahn ebenfalls nicht guttat: Zwei Mal rutschte mein Hinterrad in Kurve 3 weg. Ich konnte mich zwar jedesmal auf dem Rad halten, aber ich fuhr zunehmend ängstlicher durch jede Kurve.

Nun sollte man meinen, dass durch so eine Fahrweise entweder der Schnitt niedriger wäre oder man sich ganz schön anstrengen müsste, um im Feld zu bleiben. Sonderlich anstrengend wirkte die Sache aber gar nicht mal auf mich. Auch der Puls, der fast 10 Schläge niedriger als gewöhnlich war, sprach eher dafür, dass einfach langsamer gefahren wurde als sonst. Bei einem Blick auf den Tacho musste ich aber feststellen, dass ich mich irrte: Wir waren mit einem "lässigen" 41er-Schnitt unterwegs! Das war also generell ein gutes Zeichen, dass ich diesen 41er-Schnitt trotz meines hohen Tempoverlusts in jeder Kurve so relativ "locker" mitgehen konnte. Bis zu dem Moment, als ich in der Anfahrt zu Kurve 2 plötzlich ein Zischen hörte. Fährt man alleine im Einzeltraining, dann weiß man gleich, dass das von einem selbst kommt. In dem Fall war ich mir nicht ganz sicher. Ich schaute kurz, musste aber schon einlenken, weil Kurve 2 anstand - und machte fast den Abflug! Das muss so ähnlich gewesen sein wie letztes Jahr bei Matthias in Vaterstetten. Auch da fuhr er im Pulk erst noch durch Kurve 1 und in Kurve 2 flog er fast. Wäre die Luft hinten etwas schneller rausgegangen, hätte ich schon vor der Kurve sicher gemerkt, dass der Reifenplatzer bei mir gewesen ist. So aber waren noch Fahrer um mir herum, von denen das Zischen auch hätte kommen können. Zumindest war das meine Hoffnung. Ich fuhr immerhin mit meinem Renn-Setup und hatte mit diesem Material noch nie einen Reifenplatzer. Eine Premiere der traurigen Art ...

Jedenfalls war ich froh, dass ich nicht gestürzt bin, weil mein Hinterrad beim Einlenken in die Kurve wirklich wild zu schleudern begann. Naja, lieber heute als Samstag. Und morgen gibt es dann einen Abgesang auf meine bisherige Art der "Rennberichterstattung". Die Geister scheiden sich zu sehr an meinem Stil. Ursprünglich schrieb ich für Leute, die mich von Radrennen her kannten. Das ist denke ich ganz wichtig, um meinen Stil zu verstehen. Ich fahre nicht sonderlich schnell Rad, aber ich labere sehr gerne Blödsinn. Dieser Blödsinn ist leider auch falsch zu verstehen, wenn man hier nur mitliest, ohne mich aber persönlich zu kennen. Da ich aber keinen Bock auf ärgerliche Missverständnisse habe, wird man diese Art von Berichterstattung nur noch in einem Blog eines anderen Fahrers genießen dürfen - falls man diese Art denn genießen kann und will. Ich selbst werde auf "staubtrocken" wechseln, was wiederum bedeutet, dass es weniger zu lesen geben wird. Staubtrocken ist mir zu langweilig, um dafür viele Worte zu verlieren ...

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