Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 20. Mai 2012

Schrobenhausen und die Taktik-Genies

Ja, man erlebt immer mal wieder was neues. Was heute in Schrobenhausen aber nicht neu war, das war die Vorverlegung (!) des Starts um 20 Minuten. Scheint ja voll im Trend zu liegen. Maik und Klaus konnten froh sein, dass sie nicht in einen Stau geraten sind. Eine halbe Stunde vor dem geplanten Start sah ich sie nämlich gerade mal beim Umziehen - also 10 Minuten vor dem neuen Start. Da wäre das Rennen um ein Haar ohne den Top-Favoriten losgegangen. Aber diese Vorverlegung war wie gesagt nicht das, was heute neu war - oder sich zumindest relativ "unverbraucht" anfühlte. Das war eher eine Taktik von einigen der eigentlich stärkeren Fahrer im Feld, die theoretisch mit Maik hätte mitgehen können. Denn ein einzelner Fahrer tat dies - der war aber keineswegs ein bekannter Überfahrer, sondern einfach nur einer, der eine etwas andere Taktik als die anderen guten Kletterer im Feld hatte.

Doch von vorn. Wir hatten wieder diesen Streckensprecher aus dem Vorjahr, der jetzt schon seit einigen Jahren leider auch Hobbyrennen im südbayrischen Raum moderiert, aber jedesmal wieder den Eindruck erweckt, als ob er zum ersten Mal davon erfahren würde, dass es so etwas wie Hobbyrennen und Hobbyfahrer gibt. Schon 2010 hatte er in Grünwald den 2. Platz (und ich glaub sogar auch den 3. Platz in Freising) von Matthias (Anders) moderiert, aber letztes Jahr in Schrobenhausen kannte er Matthias schon nicht mehr. Hmmm. Naja. Dadurch lernt dieser Streckensprecher wenigstens bei jedem Rennen neue Menschen kennen, ist ja auch 'ne Sache. Jedenfalls machte er zwei unfreiwillig lustige Bemerkungen am Start. Er sagte, dass er noch nix zu den Fahrern sagen könne, weil er noch keine Startliste habe. Da ihm Hobbyfahrer aber bei jedem Rennen wieder komplett neu sind, egal wie oft er ihre Namen schon bei Siegerehrungen genannt hat, war das natürlich ein bisschen witzig. Er hätte ja selbst mit der Startliste nix zu den Fahrern sagen können. Im gleichen Zusammenhang sagte er auch noch, dass er die Männer und Frauen am Start gar nicht voneinander unterscheiden könne. Sie würden alle gleich aussehen. Eine Fahrerin in der ersten Startreihe bedankte sich dafür auch gleich ganz brav. Ist doch toll, dass Frauen in Radrennkleidung also nicht mehr von Männern zu unterscheiden sind. Super Feststellung dieses Streckensprechers! Aber natürlich völlig falsch. Um das hier mal klar festzustellen: Frauen in Radrennkleidung sehen richtig gut aus! Aber das sollte ja allgemeinhin bekannt sein. Also ... außer diesem Streckensprecher ...

Das Rennen selbst ging super langsam los. Das war mir zunächst mal ganz Recht, weil ich es einfach gar nicht mag, wenn gleich losgelegt wird wie bei der Feuerwehr. Wäre das Feld im letzten Jahr so langsam losgefahren, wäre ich auch trotz meines Defekts wieder rangekommen. Alles in allem eine unspektakuläre erste von vier Runden und ein 37er Schnitt bei der ersten Durchfahrt. Auf Start/Ziel bließ uns eine steife Brise von vorn entgegen, weswegen man sich vor Beginn der Steigung so gut wie möglich im Windschatten verstecken wollte. Aber ein Fahrer sah das taktisch anders und löste sich 500 Meter vor Beginn der Steigung plötzlich vom Feld. Niemand im Feld reagierte, weil es nicht unbedingt aussah, als ob der Fahrer wissen würde, was er da tat. Oder doch? Es war halt mal wieder so ein Starterfeld, wo ich bis auf Maik und Klaus die Leute entweder gar nicht kannte oder im Falle von Adrian Brugger zum ersten Mal in dieser Saison mit ihnen fuhr. Da kann man generell nur schwer einschätzen, was die Leute so drauf haben, aber als es in die Steigung ging, schien der Fahrer von seiner Solofahrt bei diesem netten Gegenwind durchaus schon ein bisschen "beeindruckt" zu sein. Es kam also keine sonderliche Unruhe im Feld auf.

Dennoch stieg dann in der Steigung ein zweiter Fahrer hinterher. Der Antritt sah schon besser aus und war auch vom Timing her besser, nämlich in der Steigung, wo der Gegenwind nicht ganz so ein Problem wie im Flachen war. Da konnte man schon mal was probieren, wenn die Beine gut waren. In meinem Falle waren sie das aber nicht, also versuchte ich weiterhin möglichst sauber und krafteffizient mit dem Feld mitzufahren. Ich wurde aber auf der rechten Seite leider zunehmend eingeklemmt. Das Feld zog stark zur rechten Seite rüber, obwohl wir ja die komplette Fahrbahn für uns hatten. Um mich nicht so einquetschen zu lassen, ließ ich mich also etwas zurückfallen, um dann am Ende des Feldes, das immer noch recht groß schien (20 bis 30 Fahrer), auf die linke Seite wechseln zu können. Dort konnte ich endlich wieder meinen eigenen Rhythmus fahren und wurde gleich etwas im Feld nach vorne gespült. Am Ende der Steigung trat dann Maik an, was mir in der Situation egal war. Ich setzte eher auf den zahlenmäßigen Vorteil des Feldes und die windanfälligen Flachpassagen. Dennoch reagierte das Feld bei Maiks Antritt komplett. Das war so ähnlich wie bei Düsseldorf gegen Hertha. Ein Fahrer reagierte, ein zweiter Fahrer reagierte - und plötzlich stürmte das komplette Fahrerfeld auf den grünen Rasen! Äh ... ich meine ... plötzlich trat das komplette Fahrerfeld an.

Ich musste ganz schön kämpfen, um den Anschluss zu halten, aber wir waren ja eigentlich schon oben. Deswegen konnte ich mich am Ende des Feldes retten und sah auch, dass Maik nicht wirklich wegkam. Allerdings ging der Zug im Feld dann plötzlich verloren. Was ich erkannte, hat Adrian zwar vorne gearbeitet, aber ansonsten schien niemand einen Teil zum "Gemeinschaftsprojekt" beitragen zu wollen. Denn genau das hätte jetzt der Fall sein müssen: Maik nur kurz vor dem Feld, voll im Gegenwind. Dahinter noch ungefähr 20 Fahrer, die die Tempoverschärfung überlebt hatten und durch kurze Tempoführungen die Lücke zu Maik noch hätten schließen können. Aber der Zug im Feld ging einfach so verloren. Ich selbst war zu angeknockt, um nach ganz vorne zu fahren und Adrian bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Allerdings dachte ich mir aufgrund meiner Verfassung auch, dass die anderen Fahrer erstmal zeigen sollen, dass sie willens sind, hier zusammenzuarbeiten und somit noch um den Sieg fahren zu können.

Es kam dann doch wieder etwas Zug ins Feld und Maik konnte sich mit seinen zwei Begleitern nicht wirklich absetzen. Der zahlenmäßige Vorteil schien sich also auszuspielen. Als wir dann in einer leichteren Abfahrt mit Rückenwind waren, gab es plötzlich komplett sinnfreie "gefühlte Stehversuche" im Feld hinter Adrians Hinterrad. Gerade an dieser Stelle hätten wir als Feld durch kurze Tempoführung super Tempo machen können. Ich selbst hatte mich erholt und konnte mir dieses unerklärliche Verhalten nicht mehr mit ansehen. Ich fuhr links also nach vorne, setzte mich vor den einsamen Kämpfer Adrian und brachte wieder richtig Zug ins Feld. Weiter vorne erkannte ich, dass der Fahrer, der 500 Meter vor dem Anstieg so vermeintlich sinnfrei attackiert hatte, tatsächlich sinnfrei attackiert hatte. Der fiel jetzt nämlich zurück und durch meine Tempoführung hatte ihn unser Feld auch schon fast wieder geschluckt. Auch der Abstand zu Maik war noch überschaubar.

Leider gab es jetzt wieder das gleiche Bild wie schon zuvor: Nur Adrian versuchte noch die Lücke zu schließen, aber alle anderen schienen sich mit Maiks Sieg abgegeben zu haben. Ich konnte mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die Leute alle platt waren. Selbst ich konnte ja eine Tempoführung absolvieren - aber ich war bei weitem nicht der stärkste Fahrer in der Gruppe! Ich befürchtete ja schon, dass also einige Fahrer lieber nur um Platz 3 fahren wollten statt Arbeit in das Schließen der Lücke zum Spitzenduo zu investieren. Und am Anstieg bewahrheitete sich meine Vermutung auch: Mehrere "Arbeitsverweigerer" wollten uns zeigen, wie toll sie sich als Bergsprinter machen. Und schon flog das Feld auseinander - und ich war einer der ersten Abgehängten. Ich wollte aber nicht komplett overpowern, weil ich meine Stärke eher im flachen Abschnitt nach der Steigung sah - trotz des heutigen starken Gegenwinds. Jedenfalls wollte ich nicht komplett übersäuert in diesen Gegenwind-Abschnitt fahren, weil ich dann dort wohl gestanden wäre.

Nachdem die Bergsprinter jedenfalls den zahlenmäßigen Vorteil des Feldes endgültig eliminiert und somit sichergestellt hatten, dass Maiks nächstem Sieg nix mehr im Wege stehen würde, war nun wieder mehr oder weniger ein Zeitfahren angesagt. Wirklich tolle Taktik, dass man im Flachen nicht zusammenarbeitet und den zahlenmäßigen Vorteil dann am Berg eliminiert. Diese Taktik ist mir wirklich neu. Obwohl ... also, wenn die entsprechenden Fahrer ein Trikot von VHS Ramazotti angehabt hätten, dann wäre die Taktik alles andere als neu gewesen. Denn ein Team hätte natürlich erst das Tempo verschleppt, damit sich der Teamkollege vorne absetzen kann, und dann hätte das Team durchaus als Option gehabt, das Feld durch eine Tempoverschärfung kleinzufahren, damit eine erfolgreiche Verfolgung des Spitzenduos nicht mehr möglich ist. Nur hatten diese entsprechenden Fahrer keine Trikots von VHS Ramazotti an.

Okay, man kann sich natürlich auch unsicher sein, ob man im Flachen mitarbeiten kann und dann doch noch den Anstieg gut hochkommt. Aber wenn man dann am Berg attackiert, bedeutet das ja auch, dass man willens ist, in der Folge sehr wohl im Flachen im Wind zu arbeiten. Nur dass man dann viel mehr Körner dafür verbrät, wenn man z.B. nur zu fünft statt mit 20 Fahrern unterwegs ist. Und man ist im Endeffekt auch langsamer. Dass man mit so einer Taktik also noch ans Spitzenduo rankommen könnte, war gänzlich auszuschließen. Das restliche Hauptfeld, das am Ende ins Ziel kam, bestand aus gerade mal 6 Fahrern. Und bitte nicht falsch verstehen: Es waren gewiss nicht alle 6 Fahrer, die diese seltsame Taktikwahl getroffen hatten. Adrian zählte ja auch zu den Fahrern und war im Endeffekt der größte Verlierer dieser seltsamen, "innovativen" Taktik, die heute gefahren wurde. Als in der 2. Runde kaum jemand außer Adrian und meiner kurzen "Auferstehung" "arbeiten" wollte, umfasste dies noch einen Großteil des 20er-Feldes. Manche Fahrer, wie auch ich, konnten nicht viel mitarbeiten, weil wir schon "recht gut ausgelastet" waren. Aber speziell die Fahrer, die am Anstieg dann durch ihr Antreten das Feld sprengten, sollten sich mal wirklich überlegen, ob sie mit ihrer taktischen Fahrweise heute zufrieden sein können. Maik zu schlagen scheint zunehmend unmöglicher, aber wenn man ihm das Wegfahren so leicht macht wie heute, aber eigentlich bessere Beine hatte, dann sollte man sich eigentlich doch ärgern, dass man hier Platz 1 oder 2 so leichtfertig verspielt hat.

Für mich waren diese vorderen Plätze aber eh nicht möglich. Meine beste Entscheidung war noch, dass ich nicht komplett überzog, als das Feld durch die Bergsprinterei gesprengt wurde. In der 3. Runde konnte ich nämlich schon kurz nach der Steigung einen ersten Fahrer aufrollen und wollte ihn noch zum Mitarbeiten animieren. Nach einer Führung seinerseits stand er aber. Der ist mal eben voll explodiert, was ja genau das war, was ich vermeiden wollte, indem ich bei der Tempoverschärfung nicht komplett overpacete. Allerdings konnte ein Fahrer auf Herzogenaurach noch zu mir auschließen bzw. ich sah einfach, dass dieser Fahrer ebenfalls nicht komplett overpacet hatte und somit nun weiterhin einen konkurrenzfähigen Tritt hatte. Meine taktische Entscheidung hier war also: Aus 1 mach 2! Und schon sollte es leichter sein, den Rückstand zu dem einzelnen Fahrer vor uns zu verkürzen. Wir wechselten uns gut ab und hatten den Fahrer vor uns auch schon bald vor der Nase. Dann griff der Wind aber so stark an, dass wir auch zu zweit kaum schneller waren. Als es ein letztes Mal den Anstieg hinauf ging, waren wir schon fast an seinem Hinterrad. Mein Begleiter fiel aber gleich zurück. Ich fuhr ganz normal weiter und war dann am Ende der Steigung endlich dran.

Auch hier animierte ich gleich wieder zur Mitarbeit, weil ich weiter vorne gleich 4 (!) Einzelfahrer erspähte. Zu zweit hätten wir die Stück für Stück zurückholen können und uns mit jedem Fahrer vergrößert. Theoretisch ein guter Plan, aber der erste Fahrer, den wir aufrollten, war schon so am Limit, dass er sich an der Führung nicht mehr beteiligen konnte. Im Endeffekt ging es also als Duo weiter. Auch diesmal wechselten wir uns wieder gut ab und konnten ein "kompetitives" Tempo bewahren, näherten uns dem nächsten Einzelfahrer aber nur langsam. Und das war Klaus!

Bei der Anfahrt zur Zielkurve traten wir nochmal schön in die Pedale, wechselten uns noch etwas ab - aber als wir das Schild für die 500 Meter passierten, reagierte mein Begleiter nicht mehr auf mein "Blinkzeichen". Ich hatte mir noch gedacht, dass wir halt erst auf der Zielgeraden die Platzierung aussprinten würden, aber da die Zusammenarbeit beendet schien und ich durch die letzte Führung eh schon im Wind war, bin ich einfach mal losgesprintet. Die Rennsituation war nicht ganz klar, aber ich hatte die Hoffnung, wenigstens noch als Zehnter in die Top Ten zu kommen. Klaus machte es dann auch sehr einfach, weil er schon nach der Zielkurve nur noch ausrollte. Er hatte das Rennen wohl generell abgeschenkt, denn er hatte sich gar nicht mehr umgedreht und daher auch nicht mitbekommen, dass ihm sich drei Fahrer unaufhaltsam näherten. Ein Rennen ist jedenfalls erst auf dem Zielstrich zuende und da ich die letzten 600 Meter von vorn gefahren bin, wusste ich auch nicht, ob der Fahrer hinter mir noch an mir vorbeigehen könnte. Umdrehen wollte ich mich auch nicht mehr, ich zog einfach bis zum Zielstrich durch.

Am Ende war es Platz 11 und ich war generell ganz zufrieden. Platz 9 wäre wohl maximal drin gewesen, denn die zwei Einzelfahrer vor Klaus waren nur wenige Sekunden entfernt. Die ersten Acht des Tages waren einfach klar besser als ich, auch wenn sie meiner Meinung nach schlechtere taktische Entscheidungen getroffen haben. Aber das ist im Endeffekt vor allem ärgerlich für diese Fahrer, weil sie die Plätze 1 und 2 verspielt haben. Für mich wäre es halt maximal Platz 9 gewesen - und ob nun 9 oder 11, das ist dann nicht mehr so wichtig. Durch meine taktischen Entscheidungen nach der Sprengung des Feldes habe ich jedenfalls noch 4 Positionen gutmachen können. Und das ist doch auch etwas. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit habe ich übrigens gleich nach der Zieldurchfahrt vom Tacho abgelesen und wieder vergessen. War aber glaub 37,6 km/h. Da ich letztes Jahr bei meinem unfreiwilligen EZF im Endeffekt nur 2,5 km/h langsamer war, ist der Schnitt eigentlich nur ein weiteres Indiz dafür, dass ich einfach nicht wirklich konkurrenzfähig bin. Es ist also wohl sogar ganz gut, dass der Napoleoncup abgesagt wurde. Meine Vorjahresleistung hätte ich in dieser Verfassung einfach nicht wiederholen können. Wenigstens sind taktische Entscheidungen nicht von der Form abhängig ...

So, das war also meine gefühlte Saisonabschlussfahrt. Nächste Woche noch das Kriterium in Kulmbach, bei dem ich mir in dieser Verfassung nicht viel ausrechnen kann. Mal sehen, welche taktischen "Schmankerln" die Konkurrenz dort auspacken wird. Maik jedenfalls wird als einziger Fahrer einen Rundengewinn vollziehen, davon kann man ausgehen. Es sollte diesmal also niemand durch schlechte taktische Entscheidungen den Sieg verspielen, weil kaum damit zu rechnen ist, dass jemand Maiks Pace bei einem Kriterium wird mitgehen können. Ganz gleich, wie groß das Feld ist. Heute hätten bis zu 6 weitere Fahrer mit Maik gemeinsam zum Ziel kommen können. Aber ist ja eigentlich auch egal. Denn ich wäre keiner dieser 6 Fahrer gewesen ...

NACHTRAG: Mein gewohnt überspitzter Stil könnte vielleicht die von mir also so sinnfrei bezeichnete Attacke des Fahrers zu Beginn der 2. Runde in einem völlig falschen Licht darstellen. Klar, es war taktisch gesehen ein sehr schlechter Angriffspunkt. Eine Runde später ist der Fahrer dann auch komplett explodiert. An dieser Stelle wird ihm sicherlich auch durch den Kopf gegangen sein, dass seine Attacke keine gute Idee war. Aber prinzipiell muss man dem Fahrer für seine offensive Fahrweise applaudieren!!! Er hat wenigstens etwas versucht. Statt sich nur zu verstecken, zog er es lieber vor, vorne zu verrecken - das ist ja auch eines meiner Mottos, wie regelmäßige Leser meines Blogs wissen. Die Kritik an der Fahrweise der stärkeren Fahrer, die in der 2. Runde die Nachführarbeit verweigerten, dann aber am Anstieg zeigten, dass sie sehr wohl die Beine dafür gehabt hätten, bleibt aber natürlich bestehen. Sie legten eine sehr defensive, passive Fahrweise an den Tag und verspielten somit die Chance auf Platz 1 und 2. Der Zweitplatzierte fuhr ebenfalls offensiv und wurde für diese Fahrweise entsprechend mit dem 2. Platz belohnt. Das sind aber alles Platzierungen, die für mich in meiner Verfassung an dem Tag so oder so in weiter Ferne gewesen sind. Nur diejenigen Fahrer, die besser drauf waren, können sich jetzt halt über eine verpasste Chance ärgern.

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