Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 29. August 2010

Durchwachsenes Herbstrennen in Meiningen

Nach einer schier endlosen Warterei und Abkühlerei der Muskulatur bei sehr herbstlichen Verhältnissen, halfen selbst die eingeölten Beine, ständiges Fahren und erneutes Anlegen der bereits in Starterwartung abgelegten Beinlinge nix - die Beinmuskulatur war unter Betriebstemperatur und ich habe sämtliche persönlichen Ziel verfehlt. Der Schnitt war mit 37,9 km/h gleich 0,6 km/h langsamer als im Vorjahr, als ich aber in einer deutlich schlechteren Verfassung am Start war. Noch krasser war der Unterschied beim Top-Speed, der von 63,7 km/h im Vorjahr auf bescheidene 57,3 km/h gesunken ist. Und auch meine Vorjahresplatzierung konnte ich nicht verbessern, sondern landete sogar einen Platz weiter hinten auf Rang 5. Direkt nach dem Rennen verfluchte ich zunächst mal wieder diese dämlichen Kriterien, aber im Gegensatz zum Vorjahr werde ich in Grünwald und Freising doch noch zwei Kriterien fahren. Und das schon allein, weil in Bayern zum Glück nicht ganz so flott gefahren wird wie in Thüringen ;)

Okay, okay - jetzt kann man sagen, dass 37,9 km/h ja gar nicht so flott war und dass man das in Bayern auch noch locker fahren wird. Sicher, das stimmt schon. Aber der Kurs in Meiningen ist irgendwie langsamer bzw. schwieriger als er aussieht. Man hat doch eine recht lange ansteigende Gerade, an der sich eine unterkühlte, verhärtete Muskulatur leider sehr stark bemerkbar macht. Selbst auf der leicht abfallenden Gegengeraden konnte ich dann ob der schlechten Beinmuskulatur nicht mehr Lukas' Tempo folgen, als er uns schon zur Hälfte des Rennens überrundet hatte und ich gleich an sein Hinterrad sprang.

Es war für mich einfach ein Tag und ein Rennen zum Vergessen, bei dem ich wenigstens eine sichere Erkenntnis gewinnen konnte: 2011 werde ich zu 100% wieder Hobby fahren. Das Thema Lizenz hat sich für 2011 endgültig erledigt, selbst wenn natürlich klar ist, dass Lukas auf Lizenzniveau fährt und es somit kein Beinbruch ist, dass ich nicht gewonnen habe. Aber die Sache ist halt die, dass zwischen und mir noch vier weitere Fahrer waren, die halt einfach besser gefahren sind wie ich. Und da diese vier Fahrer ebenfalls von Lukas überrundet wurden, kann man wohl sagen, dass diese Fahrer bei einem Lizenzrennen auch nicht mit dem Feld durchgekommen wären - und genau das hätte ich dann ja erst recht nicht geschafft. Aber das halt der springende Punkt, wenn man Lizenz fährt: Man MUSS mit dem Hauptfeld durchkommen können, weil man sonst vom Wettkampfgericht immer gleich aus dem Rennen genommen wird. Bei Hobby- und Jedermannrennen ist das normalerweise nicht der Fall, da darf man auch mit Rückstand aufs Hauptfeld das Rennen beenden. Und das ist der springende Punkt: Wenn ich um die 200 km Anreiseweg habe, dann will ich ein Rennen auch beenden dürfen - und das würde ich 2011 mit einer Lizenz nicht schaffen.

Ausführliche Berichte und die Videos zu den Thüringer Kriterien der letzten beiden Wochen folgen hoffentlich im Laufe der nächsten Woche.

Ich überleg mir die Woche vermutlich auch, ob ich mit der Fußball-Schiedsrichterei aufhöre - es ist ja im Endeffekt nur Zeitverschwendung. Man will beim Fußball dafür sorgen, dass die Beteiligten ihrem Hobby nachgehen können, ohne dass sie ständig gegen einen unfähigen Schiedsrichter kämpfen müssen statt gegen die gegnerische Mannschaft, was eigentlich der Sinn des Spiels sein sollte. Aber manche Missgeburten scheinen diesen eigentlichen Sinn des Spiels nicht begriffen zu haben bzw. kein Interesse an ihm zu haben. Stattdessen gehen sie tatsächlich nur mit der Absicht zu einem Fußballspiel, dass sie dem Schiedsrichter das Leben so schwer wie möglich machen. Aber was kann man wirklich gegen solche niederen Lebewesen tun? Darf man sie schlagen, weil sie es sich redlich verdient haben? Nein, denn das gehört sich ja nicht. Aber Psychoterror ist absolut okay.

Die Fußballmannschaften haben meine nachsichtige Spielleitung gar nicht verdient. Also sollen sie stattdessen lieber solche Schiedsrichter bekommen, die damals auch zu meinem Entschluss beigetragen haben, nicht mehr aktiv zu pfeifen: Blinde Diktatoren, die einen absoluten Schrott pfeifen und bei absolut normalen, harmlosen Reklamationen gleich mit Karten um sich feuern. Also solche Schiedsrichter, die das Spielgeschehen auf sich selbst fokussieren und die Trainingsarbeit der Mannschaften sinnlos machen, wenn am Ende nicht die bessere Mannschaft gewinnt, sondern die Mannschaft, die von der Willkür und dem Machtmissbrauch eines Diktators mit Pfeife weniger geschädigt wurde. Hätte ich nur nicht letztes Jahr noch ein neues Langarm-Trikot gekauft. Und noch dazu einen ganzen Stapel Spielnotizkarten. Aber im Endeffekt waren das alles Peanuts, die ich durch die seither stattgefunden Spielleitungen wieder reingeholt habe. Und wenn das Leben komplett ohne Fußball schöner ist, dann sollte ich diesen Schritt wohl auch tätigen ...

Oder besser gesagt: komplett ohne diesen SCHEISS Fußball ;)

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