Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Mittwoch, 14. Juli 2010

Pleiten, Pech und Sommerloch

Eigentlich heißt es ja Pleiten, Pech und Pannen, aber da ja gerade diese gewisse Jahreszeit im Juli ist, in der es mit Radsport bzw. Rennen jedes Jahr sehr schlecht aussieht (zumindest für einen in Bayern ansässigen Hobbyfahrer), bau ich eben immer das "Sommerloch" irgendwie in die Überschrift mit ein ;)

Pleiten, Pech und Pannen also - nach erfolgreichem Formaufbau hatte ich ab Stadtlauringen endlich die konkurrenzfähige Verfassung, in der ich ausnahmsweise mal um Rennsiege mitfahren können sollte. Aber gleich in Stadtlauringen wurde ich erst abgedrängt, dann fast über den Haufen gefahren und am Ende noch eingeklemmt. Als ich dann spontan Altenkunstadt als Vorbelastungsrennen für Strullendorf ins Programm nahm, konnte ich noch nicht wissen, dass ausgerechnet dieses ungeplante Rennen das einzige Rennen werden würde, bei dem ich meine Form fast perfekt ausspielen konnte. Gleich tags darauf in Strullendorf verlor ich aber früh 20 Sekunden durch einen Sturz, bei dem ich einfach nicht mehr ausweichen konnte, und kam trotz wilder Aufholjagd nur auf am Ende 13 Sekunden ans Spitzentrio ran. Der anvisierte erste Saisonhöhepunkt wurde also zum Sturz-Fiasko ...

In der Woche drauf schien beim Radcheck nix weiter kaputt gewesen zu sein, aber der längst überfällige Wechsel von Kette und Bremsgummis wurde vorgenommen. Die Kette fiel dann gleich mal schön runter beim Schalten, hakt jetzt auch noch etwas - aber das sollte sich bis zum nächsten Rennen erledigt haben. Mit den neuen Bremsgummis gibt es sowieso keine Probleme. Die Bremsen habe ich auch schon wieder schön scharf eingestellt. Denn auch das muss mal sagen: Ich war direkt hinter dem gestürzten Fahrer und nur mein Rad ging zu Boden. Ich selbst konnte auf den Beinen landen. Der hinter mir fahrende Fahrer hingegen legte sich ebenfalls noch auf die Straße. Vielleicht hatte er seine Bremsen nicht so scharf wie ich eingestellt? Ich werde ihn nächstes Mal fragen, wenn ich dran denke. Ich bin halt einfach neugierig ;)

Da die Kette bzw. Schaltung aber nachjustiert werden musste, sah ich unplanmäßig doch beim Trainingsrennen der Vilstaler vorbei - und wenige Minuten vor der Abfahrt knickte ich mit dem rechten Schuh plötzlich fast um, weil "irgendwas" unter ihm war. Dieses "irgendwas" war die gebrochene Schuhplatte! Also normalerweise soll man nach einem Sturz das Rennrad durchchecken lassen, aber auch die Rennschuhe sollte man nicht unüberprüft lassen! Die linke Schuhplatte scheint okay zu sein. Ich weiß nicht, wie ich gelandet bin, aber der Bruch ist sehr wahrscheinlich auf den Sturz zurückzuführen.

So, und weil das noch nicht genug ist, bin ich Sonntag im Einzeltraining fast gestürzt als mir eine fette Fliege während eines Intervalls in den Mund flog. Ich wollte sofort zur Trinkflasche greifen, trat aber mein Intervall weiter. Dabei klickte mein rechter Schuh aber aus, wodurch ich mal eben gekonnt während meinem Intervall ins Leere trat, nur eine Hand am Lenker hatte und dementsprechend wie wild herumeierte. Da ich eigentlich ein mieses Gleichgewichtsgefühl habe, hätte ich eigentlich stürzen müssen. Es war pures Glück, dass ich den Sturz aber doch vermeiden konnte. Endlich mal wieder etwas Glück - vielleicht das Ende von Pleiten, Pech und Pannen?

Naja, gestern war ich gesundheitlich etwas angeknockt. Aber wenn ich leicht angeknockt bin, streiche ich einfach das Training und hoffe, dass der Spuk am nächsten Tag vorbei ist. Das war er auch. Und weil ich nicht trainieren konnte, durchstöberte ich stattdessen die Ausschreibungen der nächsten Rennen. Nachdem ich mit dem diesjährigen Hesselberg-Paket unzufrieden bin, spar ich mir die Teilnahme an meinem ehemaligen Lieblingsrennen wohl und werde stattdessen doch erstmals in Dachau am Bergkriterium teilnehmen. Dort darf man dieses Jahr immerhin 16,5 km fahren, weshalb ein Start im Bereich der Schmerzgrenze liegt. Und weil ich durch die beiden Doppel-Wochenenden in dieser Saison auch gemerkt habe, dass es am zweiten Tag eigentlich sogar immer besser lief bzw. die Beine besser waren als am Vortag, fülle ich den August wohl noch mit besagtem Rennen. Ansonsten würde ich nämlich nur Altdorf und eventuell Meiningen im August fahren, was etwas wenig wäre. Schließlich bin ich der "Anti-Trainingsweltmeister", der sich fürs Training nur dann motivieren kann, wenn er regelmäßig Rennen fahren kann ;)

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