Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 24. Juli 2011

Herbstwetter und Motorsport

Mal ehrlich: Wo versteckt sich dieses Jahr der Sommer? Man friert sich durchs Training, der unangenehme Wind ist schon seit langem zur Normalität geworden (und störte mich daher scheinbar als einzigen Fahrer bei unserer Vereinsmeisterschaft im EZF nicht) und der Himmel ist auch oft sehr dunkel. Falls jemand in irgendwelchen Teilen der Welt die seit Jahren propagierte Klimaerwärmung finden sollte: Bitte per Eilsendung ins frostige Germanien schicken!

Der Mensch hat seine tolle Wissenschaft, die Natur aber hält die Zügel in der Hand. Und die reguliert die Temperaturen scheinbar eher nach unten. Letztes Jahr trugen sicherlich speziell zwei Ereignisse dazu bei: Wer kann sich nicht an den Vulkanausbruch in Island erinnern? Da wurde eine ganze Menge Asche in die Atmosphäre geblasen. Und dann wurde auch noch das Meer wochenlang durch Öl gekühlt. Und zwar an der Stelle, wo normalerweise eine Meeresströmung Wärme nach Europa transportiert, wenn ich das einigermaßen korrekt mitbekommen hatte. Ob sich diese Ereignisse aber auch noch auf dieses Jahr auswirken? Tja, was weiß ich? Bin nur ein Mensch ... der nichts gegen ein bisschen Sommer einzuwenden hätte ...

Dieses Wochenende war ja auch mal wieder Formel 1. Motorsport in Deutschland. Der Nürburgring soll vor dem Aus stehen. Die finanziellen Kosten sind zu hoch. Wenn ich als Laie höre, dass eine bereits gebaute Strecke jedes Jahr Millionen verschlingt, dann frage ich mich natürlich: Wofür? Oder bauen die die Strecke jedes Jahr neu auf?!? Die Öffentlichkeit erfährt wieder mal nur, dass dort halt so viel Geld benötigt wird - aber es wird nicht verraten, wofür genau! Das nervt ... aber Motorsport-Rennstrecken müssten halt nur neue Wege gehen ...

Sachsenring, Nürburgring, Hockenheimring, Schleizer Dreieck - das sind spontan 4 Rennstrecken, die mir so einfallen, auf denen es mittlerweile auch Radrennen gibt. Auf dem Sachsenring sogar drei Mal im Jahr: Rundstrecke, EZF und Kriterium. Und am Beispiel des Schleizer Dreiecks sieht man, dass unter Einbindung der Umgebung auch ein Straßenrennen noch eine Option ist. Man könnte also auf solchen Motorsport-Rennstrecken ruhig bis zu 4 Mal im Jahr zu Radrennen bitten. Wir sollten die Rennstrecke auch nicht so belasten wie die motorisierte Sportwelt. Und garnieren könnte man das alles mit einem 5. Termin im Jahr, einem 3-tägigen Etappenrennen, wo alle 4 Einzelrennen zusammen gefahren werden. Potenzial für Radrennen auf Motorsport-Rennstrecken ist also sicherlich vorhanden und wird ja auch schon genutzt. Das lässt sich aber alles noch optimieren.

Und die Veranstaltungen, die nur auf den Rennstrecken stattfinden, sollten auch für den Radsport eine gute Option für die Zukunft darstellen. Schließlich muss man sich da nicht so mit Genehmigungen für Straßensperrungen rumärgern! Die Radfahrer gewinnen auch, weil die Fahrbahn einfach besser ist - und auch breiter! Zu enge Passagen gibt es nicht, auch wenn ich auf dem Sachsenring dennoch einige Kämpfe auf den Curbs mitverfolgen konnte. Aber Motorsport-Rennstrecken sollten und werden in Zukunft eine nicht unbedeutende Rolle im Straßenradsport spielen. Und das finde ich einfach gut, auch wenn mir beim Gedanken an das Omega auf dem Sachsenring immer noch ganz anders wird ;)

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