Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Mittwoch, 14. April 2021

Solala

Dieser Tage fühlt sich alles so sehr nach Stillstand an. Ich hatte zwar schon Ende Oktober damit gerechnet, dass bis zum Ende der traditionellen Erkältungszeit auf die Pause-Taste gedrückt wird, aber das verhindert ja generell nicht, dass man die Zeit individuell sinnvoll nutzt. Eigentlich habe ich das auch versucht, aber spürbar rausgekommen ist dabei bisher noch nicht wirklich etwas, das einen Luftsprünge machen lassen würde. Alles geht sehr zäh... Im Fußball geht jetzt aber alles recht schnell. Also nicht im Profi-Fußball, den ich irgendwie aufgrund des Verbots von Amateur-Fußball komplett ausgeblendet habe (da fehlt dann irgendwie der persönliche Bezug, um sich noch dafür zu interessieren), sondern im Amateur-Fußball. Heute erst gelesen, dass man die seit knapp zwei Jahren laufende Saison nun doch abbrechen will, weil der Lockdown (zumindest in Bayern) wohl bis 9. Mai verlängert wurde bzw. das Verbot von Kontaktsport oder Sport-Wettbewerben oder ... ich kenn mich da auch nicht so genau aus, was da eigentlich verboten ist. Manchmal glaube ich, dass alles, was nicht explizit erlaubt ist, generell verboten ist. Ist mir alles viel zu politisch, aber man muss ja eh abwarten, was vom Verband her beschlossen wird. Und das ist dann schon leichter verständlich. Man will die Saison nun also wohl abbrechen, befragt dazu aber die Vereine. Das wird also kein Alleingang des bayerischen Verbandes. Allerdings geht es aktuell wohl nur um eine Woche, die den ursprünglichen Plan verhindern würde, wobei man bei dem ursprünglichen Plan ja auch 4 Wochen mit Testspielen vorgesehen hatte. Wieso verkürzt man das nicht einfach auf 3 Wochen? Oder wieso verlängert man die Saison nicht einfach bis Ende Juli? Optionen gibt es doch. Die Alternative wäre ja, dass dann ab einer möglichen Freigabe durch die Politik im Laufe des Mais die Fußballfelder weiterhin leer bleiben würden. Also Testspiele verkürzen, Saison um einen Monat verlängern oder auf Relegationsspiele verzichten - ich will das jetzt mal nicht so schwarz sehen, wie das heute zu lesen war. Man hat noch Optionen. Es bleibt jetzt halt abzuwarten, was der Verband im Dialog mit den Vereinen dann entscheiden wird. Bei einem Abbruch hätte ich halt mehr Zeit für Radtraining... Das Radtraining fing erst ganz gut an, ging auch nicht ganz so schlecht weiter, aber dennoch machen sich meine langen Auszeiten in den letzten knapp 1,5 Jahren weiterhin bemerkbar. Und mit der Brechstange trainieren bringt ja auch nichts. Insofern schätze ich, dass ich vor Juni sowieso nicht in eine Verfassung komme, in der ich mich mal wieder bei einem Radrennen an den Start stellen könnte. Die erneute Verlängerung des Lockdowns bringt mir also im Endeffekt mehr Zeit. Man muss aber auch sagen: Je mehr Zeit ich dann für meinen persönlichen Formaufbau habe, desto knapper wird die Zeit für viele geplante Rennen. Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass die organisatorischen Vorlaufzeiten bei Radrennen natürlich deutlich länger als beim Fußball sind. Sah man schließlich auch schon im letzten Jahr, wo der Ball dann im September doch wieder recht flott über die Plätze rollte, während es im Radsport weiterhin Absagen hagelte. Insofern denke ich mal, dass z. B. das Straßenrennen bei Landshut am 8.5. auch sicherlich ausfallen wird. Das hatte ich durchaus als Option für einen ersten Rennstart im Kalender gehabt - zumindest vor einem Monat noch. Mitte Mai wäre ja dann Kulmbach geplant, aber das dürfte auch sehr knapp werden - wohl zu knapp. Für Juni gibt es aber schon Ausschreibungen, u. a. für Meiningen. Nein, nicht das Kriterium in windiger Höhe, sondern ein größeres Straßenrennen. Und da die Infektionszahlen ab Mai auch erwartungsgemäß sinken sollten, bin ich einfach mal optimistisch, dass dieses Rennen dann auch stattfinden wird. Weniger optimistisch bin ich aber für die Concordia-Rennen in Strullendorf und Bamberg. Beide Rennen sind an Feste gebunden - und öffentliche Feste kann ich mir in diesem Jahr aber weiterhin nicht vorstellen. Das wäre schon eine extreme Kursänderung, denn es wurde ja schon oftmals gesagt, dass man nicht vor September mit einer ausreichenden Immunität der Bevölkerung rechnet. Also selbst wenn Sportwettkämpfe ab Mai wieder erlaubt werden und Radrennen stattfinden können, fürchte ich, dass die Bindung zahlreicher Radrennen an Bürgerfeste dennoch auch in diesem Jahr für eine hohe Anzahl an Absagen sorgen wird. Also wenn auch in diesem Jahr eine Sache gewiss ist, dann ist es die, dass es keine Planbarkeit gibt. Dennoch sage ich: Es lohnt sich auf jeden Fall zu trainieren - denn egal ob Radrennen, Fußballspiele, Bürgerfeste oder sonst was: An Sommertagen mit über 30 Grad eine ausgedehnte Runde durch die Frankenalb ist und bleibt auf jeden Fall eine schöne Sache, die man in guter Verfassung erst so recht genießen kann! Und im August geht's auch wieder auf den Heufuder hinauf. ;)

Samstag, 6. Februar 2021

Schrittchenweise...

Die Lage im Lande (und um den Globus herum) ist weiterhin geprägt von Unsicherheit und "Planungslosigkeit", aber die Dinge tröpfeln trotzdem langsam so vor sich hin. Bei den Amateur-Fußballern tut sich weiterhin gar nix, aber in zwei Wochen haben wir bei den Schiris mal wieder einen Lehrabend, bei dem es vielleicht irgendwas neues gibt. Ich denke aber, dass man sich auch im Fußball schon langsam damit auseinandersetzt, dass es nicht so früh losgehen wird wie man es gerne hätte. In Bayern gar nicht mal so das große Problem, weil man die 2019 begonnene Saison einfach bis Sommer 2021 verlängert hat. Das bringt man schon noch ins Ziel. Was ich gehört habe, soll Bayern aber der einzige Landesverband gewesen sein, der die laufende Saison nicht abgebrochen hat, was für die meisten Amateur-Ligen sicherlich jetzt schon bedeutet, dass man keine volle Rückrunde wird spielen können. Die Entscheidung über Abbruch oder Verlängerung der Saison ist dabei meines Wissens nach im Dialog zwischen Landesverbänden und Vereinen erfolgt. Mich persönlich überrascht es, dass es überall außer in Bayern zu einem Abbruch gekommen sein soll. War doch von vornherein klar, dass ein Abbruch mehr Probleme verursachen würde als eine Verlängerung, denn wie haben die anderen Landesverbände es z. B. mit Auf- und Abstieg gehandhabt? Da kann man in Bayern froh sein, dass man die Saison einfach verlängert hat und jetzt etwas entspannter mit der Gesamtsituation umgehen kann. Und am Ende gibt es auch ganz normal Meister, Auf- und Absteiger. Alles ganz sportlich, alles ganz fair. Beim Radsport hat man diese Meister-, Auf- und Abstiegsprobleme ohnehin nicht - zumindest nicht so wirklich. Im Normalfall weiß keiner, wer aktuell LV-Meister in den jeweiligen Kategorien ist - und Auf-/Abstieg in der Elite-Klasse ist sowieso wurst, weil die beiden Elite-Klassen ja sowieso weiterhin bei den meisten Veranstaltungen im gleichen Rennen starten. Dafür hat man im Radsport andere Probleme, wie ich im letzten Beitrag ja schon geschrieben hatte. Während Fußballvereine im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht den Spielbetrieb wieder aufnehmen können, weil ihnen die Sportstätten ja gehören und es keine zusätzlichen behördlichen Abenteuer zu bewältigen gibt, ist die Vorlaufzeit zu einem Amateur-Radrennen schon deutlich länger. Ich selbst rechne ja vor Mai kaum mit einem Rennen, die ersten Anzeichen dafür finden sich mittlerweile auch auf rad-net. Teilweise sind da schon Terminverschiebungen dabei, wie z. B. bei der Ost-Thüringen-Tour, die ja ein Etappenrennen für Nachwuchsfahrer ist, aber am letzten Tag auch immer ein Jedermannrennen durchführt. Ursprünglich war das Ende April auch immer so eine Art Einläuten der Jedermann-Saison, überwiegend für die Teams aus Thüringen und Sachsen. Dieses Jahr wird das eher ein Ausklang, denn man hat den Termin gleich mal auf Anfang Oktober verschoben. Schönaich ist auch ein bekannteres Amateur-Rennen, das meistens Anfang April stattfindet. Momentan steht der Termin auch noch im Kalender, aber man hat bereits ebenfalls einen Ausweichtermin für Ende August eingetragen. Anhand dieser beiden Veranstaltungen sieht man also schon, dass die Termine im März und April eher schwer zu halten sein werden. Leider gibt es ob dieser Problematik auch schon wieder erste Absagen... Ein nach wie vor schwierige Gesamtsituation. Meine persönliche Situation ist so, dass ich mich ein bisschen an 2009 erinnert fühle. Als ich 2008 erstmals eine Saison Lizenz fuhr, wollte ich nochmal "ein Zwischenjahr" im Hobbybereich machen, bevor ich entsprechend verbessert nochmal im Lizenzbereich angreife. Irgendwie wurden da schnell sechs (!) Zwischenjahre draus, bevor ich 2015 doch nochmal eine Lizenz nahm. Letztes Jahr war für mich nun erneut ein Zwischenjahr, aufgrund des anhaltenden Motivationsmangels ist mir aber jetzt schon klar, dass ich auch dieses Jahr nicht viele Rennen fahren werde. Aktuell sind 7 Rennstarts geplant. Das ein oder andere Rennen wird wohl noch dazukommen, aber das hängt auch davon ab, wie es im Sommer rollt. Da würde ich auf jeden Fall wieder gerne ein paar neue Strecken fahren, das macht mir im Training immer am meisten Spaß. Im Süden wieder bis zur Pilsach, im Norden bis zum Trubachtal - und idealerweise auch ein paar Einheiten, bei dem ich vorher einfach ein bisschen "abkürze", indem ich die übliche erste Radstunde einfach mit dem Auto überbrücke. Denn das Auto will ja auch ein bisschen bewegt werden. ;)

Dienstag, 12. Januar 2021

Wasserstandsmeldung Anfang 2021

2020 war ja nicht wirklich viel los. Daher lange Sendepause hier. Im August bin ich in Polen den Heufuder raufgefahren, mein persönlich bisher längster Anstieg. War ganz schön nervös zuvor, weil es eben was neues war. Im ersten Drittel quasi permanent im "Stöppacher-Berg-Survival-Mode" gewesen, das war echt brutal steil. Die restlichen beiden Drittel waren dann umso einfacher. Nachdem ich zunächst inmitten einer Wolkendecke auf dem Gipfel ankam, konnte man etwas später doch noch einen schönen Ausblick über die Region genießen. Hat Spaß gemacht, dieses Jahr wieder... Sportlich gab es einen Regen-Reinfall am Sachsenring und eine überraschende zeitliche Verbesserung beim BZF in Stadtsteinach. Die Strecke war zwar etwas verkürzt, wodurch meine Zeit insgesamt 1 Minute schneller war, aber in Relation gesehen war ich 40 Sekunden schneller. Für die Einteilung habe ich einen anderen Ansatz als im Vorjahr gewählt, wo ich ja ab Vogtendorf eingeknickt war, und so war ich am Ende eben schneller, weil ich gleichmäßiger durchkam, obwohl die durchschnittliche Wattleistung exakt (!) die gleiche wie im Vorjahr war. Mein Leistungsniveau generell hätte ich aber um 15 Watt niedriger als im Vorjahr eingeschätzt. Könnte auch so gewesen sein, denn wie gesagt: Ich hatte mir die Strecke anders eingeteilt und einen Einbruch vermieden. Wie auch immer: Es war ein positiver Saisonabschluss für ein Zwischenjahr. #Zwischenjahr - das bleibt aber auch für 2021 das Thema. Nach Stadtsteinach hatte ich überhaupt keinen Bock mehr auf Rennrad. Ich ließ das Rad also einfach erst mal stehen und wartete, bis ich mal wieder Lust auf eine Runde haben würde. Dauerte diesmal erstaunlich lang, fast 2 Monate. Hab dann das Training von einem ähnlichen Leistungsstand wie Ende 2016 aus aufgenommen, konnte 5 Wochen auch gut durchziehen - danach fehlte wieder die Motivation. Ich dümpel jetzt seit Wochen rum, halte nur das niedrige Fitness-Niveau mit überwiegend Lauf- und Krafttraining, aber sei's drum. Ich sehe das ganz entspannt, denn die Sache ist ja auch folgende... Als ab Anfang November wieder ein Lockdown inklusive Verbot von Amateursport-Wettbewerben ausgerufen wurde, dachte ich mir gleich: Die "bösen Zahlen" gehen halt nach oben, weil Erkältungszeit ist. Muss man ja kein Genie sein, um das zu wissen. War zu erwarten. Aus persönlicher Erfahrung geht die Erkältungszeit immer mindestens bis März, mich hat's aber auch schon im April noch erwischt. Daher habe ich von vornherein damit gerechnet, dass vor Amateursport-Wettbewerbe auf gar keinen Fall vor April das grüne Licht der Behörden erhalten würden. Es bestand aus meiner Sicht also auch gar kein Grund, den Winter über voll durchzutrainieren. Mittlerweile wird immer deutlicher, dass meine Einschätzung nicht so verkehrt war. Wann aber wird es 2021 wieder mit Amateursport-Wettbewerben losgehen? Ist mir nicht ganz so wichtig, ich will nicht wieder wie im letzten Jahr auf etwas hinarbeiten, das dann gar nicht stattfindet. So was nimmt einem nur die Motivation und macht einfach keinen Spaß. Ich werde daher einfach nur wieder Richtung Heufuder hinarbeiten, eine Woche davor wäre Bellheim terminiert. Mehr plane ich für mich persönlich sportlich nicht, aber viele Sportler in Deutschland haben sicherlich die Hoffnung, dass es eher früher als später schon wieder zur Normalität zurückgeht und man sich wieder mit anderen Gleichgesinnten messen kann. Meine Einschätzung orientiert sich dabei an König Fußball... Der Fußballverband ist generell der einflussreichste Sportverband in Deutschland. In Bayern ist es auch so, dass der BFV sich im Dialog mit der Politik stark dafür macht, dass es wieder losgehen kann, vor allem im Nachwuchsbereich. Wenn es also wieder grünes Licht für Amateursport-Wettbewerbe geben wird, dann wird das auch durch die Anstrengungen des Fußballverbands geschehen. Und da ist es so, dass man die Saison eigentlich bis Ende Juni abschließen wollte. Allzu viele Punktspiele stehen eigentlich auch gar nicht mehr an, aber es gibt nach dem Ende der Meisterschaftsrunden auch noch Relegationsspiele - und bevor es mit Pflichtspielen wieder losgeht, hat man 4 Wochen Vorlaufzeit mit Testspielen geplant. Insofern spekuliere ich, dass der Fußballverband spätestens ab April wieder grünes Licht von der Politik erhalten will. Fußballspiele lassen sich dann aber auch schneller wieder ansetzen als Radrennen, bei denen man als Veranstalter sicherlich nicht bis kurz vor dem geplanten Termin warten kann, ob es die behördliche Genehmigung geben wird oder nicht. Daher rechne ich persönlich erst ab Mai wieder mit Radrennen. Im April sehe ich da höchstens eine Möglichkeit für Rennen, die auf nicht-öffentlichen Strecken stattfinden. Da gab es im letzten Jahr z. B. den Sachsenring, Rennen in Stadien, aber auch auf Firmengeländen. Derartige Lösungen könnte ich mir für April vorstellen, "normale" Radrennen aber erwarte ich erst wieder im Mai. Mitte Mai ist das Kriterium in Kulmbach terminiert, das wäre dann ein möglicher Saisonauftakt für mich. Bis dahin wären es noch 4 Monate. 4 Monate, in denen ich von einem Leistungsstand wie Ende 2016 wohl kaum auf meinen Leistungsstand von 2019 kommen werde, aber ich sehe das auch als interessantes Projekt an. Man spricht im Radsport auch immer von der "Lebensgrundlage", also dass man von jedem guten Sportjahr profitiert und in der Folge schneller wieder auf ein gewisses Fitness-Niveau kommen kann. Das werde ich mir mal ansehen. In Golden Cheetah habe ich ja zahlreiche Daten. Und bei diesen Daten hat sich noch etwas geändert... Ich habe mir eine Garmin Venu Sq gekauft. Lauf-Tracker, Fitness-Tracker - wie auch immer man so etwas nennen will. Dadurch kann ich jetzt aber auch Lauf- und Krafttraining bequem per .fit-Datei in Golden Cheetah einspeisen. Nur Gewicht und RPE muss ich noch manuell hinzufügen. Das spart Zeit, liefert aber ein präziseres PMC-Diagramm. Gleichzeitig habe ich ein paar neue Daten zur Verfügung. Vo2max wird ausgespuckt (ich bin angeblich ein 20jähriger Sportler, der zu den Top 15 % meiner Altersklasse gehören soll), ich kann die Sauerstoffsättigung überprüfen (meistens so 93-94 % im Schnitt - ist glaube ich nicht so überragend?). Was für mich aber ein Hauptbeweggrund für den Kauf war: Ich kann den Puls besser überwachen, auch beim Schlafen, und bekomme Stress angezeigt. Warum das so wichtig für mich ist? Ganz einfach: Seit März habe Probleme mit Magenreflux gehabt, was meiner Meinung nach wohl an Dauerstress lag. Die Meinung der Ärzte zur Ursache für den Magenreflux und den meistens um 5 bis 7 Schläge erhöhten Ruhepuls ist übrigens ein Schulterzucken, drum ist meine Meinung der einzige Lösungsansatz. Seit ich den Tracker verwende, ist mein Ruhepuls auch etwas besser geworden, so 2-3 Schläge niedriger. Aber vor allem nur beim Schlafen. Tagsüber ist weiterhin der Wurm drin, aber die Werte aus der Nacht zeigen mir wenigstens, dass Licht am Ende des Tunnels ist. Mein Stress-Level an sich ist laut Tracker aber gar nicht mal so hoch, also meine Theorie mit Dauerstress wird nicht bestätigt. Ich werde mal einfach sehen, wie sich das die nächsten Wochen weiter entwickelt. Eine Art "24-Stunden-EKG" zu haben, ist jedenfalls nicht so verkehrt. Und der Magenreflux ist definitiv schon etwas weniger geworden, ich habe nicht mehr jeden Tag so einen komische, nervtötenden Geschmack wie die letzten Monate über. Wenn es stressbedingt sein sollte, ist der Kopf auf jeden Fall auch ein wichtiger Faktor - und die Überwachung durch diesen Tracker scheint mir dafür eine Hilfe zu sein. Die innere Unruhe, die ich nunmal als Stress vermute, wird auch weniger. Ich habe mich einen Tag lang schon fast wieder normal gefühlt - also so, wie ich mich zuletzt 2019 gefühlt habe. 2020 war ein doofes Jahr...

Donnerstag, 9. Juli 2020

Zwischenmeldung 2020

Lange nix los hier - aber auch lange keine Rennen mehr. ;) Auf Strava schreibe ich ja immer mal wieder ein bisschen was zur Akutalität, drum ist es hier umso ruhiger. Wollte aber mal das letzte halbe Jahr und die aktuell Situation etwas erörtern.

Ende Dezember war ich ansatzlos erkältet. Meistens kann man das nachvollziehen, wo man sich erkältet bzw. einen Infekt geholt hat, in seltenen Fällen kommt es ansatzlos. Anfang September 2018, einen Tag vor der oberfränkischen Bergmeisterschaft, war so ein Fall. Ende Dezember jetzt eben wieder. Ging aber schnell vorbei, dennoch kam ich danach nicht mehr so recht in die Spur. Das waren vor allem Motivationsprobleme. Es ist scheinbar wirklich besser, wenn man seine persönlichen Saisonziele verfehlt, weil man dann in der Folge hungriger bleibt. Letzte Saison aber konnte ich zu meiner eigenen Überraschung alle drei persönlichen Ziele erreichen - und das hat direkt nach der Schlussetappe des Riderman zu einem mentalen Loch geführt, weil ich mich gleich mal fragen musste: Welche realistischen (!) Ziele setze ich mir jetzt überhaupt für 2020? Der richtige "Hunger" auf irgendwelche Zielsetzungen stellte sich aber nicht so recht ein und der Fitnessverlust ab Januar war zusätzlich demotivierend, obwohl ich krankheitsbedingt ja wirklich nur 5 Tage oder so pausieren musste. Bis Ende Dezember war ich aber eigentlich schon in einer guten Verfassung, das Training lief super, was mich auch motiviert hatte, aber wie gesagt: Irgendwie sorgte die Erkältung Ende Dezember für einen Knick. Seit Anfang März habe ich zudem ein gesundheitliches Handycap durch anhaltenden Rückfluss von Magenflüssigkeit, was immer wieder für Entzündungsherde sorgt, u. a. mein Kehlkopf ist seit Anfang März zu einem Großteil in Leidenschaft gezogen worden. Nächste Woche wird dann wenigstens endlich mal in den Magen geschaut (Spiegelung). Es ist schon etwas erschreckend, wie wenig die Medizin scheinbar tun kann, obwohl es sich bei Rückfluss von Magenflüssigkeit mehr oder weniger um eine Volkskrankheit handelt. Das ist keine medizinische Neuerung, das sollte eigentlich schon bekannt und erforscht sein. Ist für mich als Laie einfach nicht nachzuvollziehen, warum man durch solche Probleme monatelang gesundheitlich gehandycappt sein muss. Seit Anfang März, wie gesagt, bin ich quasi krank...

Dennoch ist Training halbwegs möglich, auch mit der ganzen Medizin, die ich wie ein Junkie die letzten Monate geschluckt habe, weil einem die Ärzte halt anders nicht helfen können/wollen. Insofern hoffe ich, ab August trotzdem wieder halbwegs "rennfit" sein zu können. Bisher habe ich ja durch das globale Problemjahr 2020 sowieso nichts verpassen können, aber das ist nur ein Zufall. Auch in einem ganz normalen Sportjahr wäre ich bisher kein einziges Rennen gefahren, weil das mit so einem gesundheitlichen Handycap einfach nicht geht. Wie gesagt, nächste Woche wird das endlich mal untersucht, dann hoffe ich einfach mal ganz optimistisch, dass mein Körper langsam wieder gesund (genug) wird, um noch an dem ein oder anderen Rennen teilnehmen zu können. Durch die Motivationsprobleme hatte ich im Februar sowieso schon für mich entschieden, dass 2020 nur ein Zwischenjahr wird.

Mal von meinem persönlichen Problemjahr 2020 abgesehen, haben wir ja aber auch ein globales Problemjahr 2020. Lange gab es keine Rennen, zwischendurch nur ein verkapptes Profirennen auf dem Sachsenring (bei dem immerhin auch zwei Fahrer mit Amateur-Lizenz in der Ergebnisliste auftauchten, also generell konnte man da wirklich nicht von einem Amateur-Rennen sprechen), erst Ende Juni ging es mit Amateur-Rennveranstaltungen wieder los. In Erfurt gab es da ein "etwas komisches" Rennen, zumindest war von der Ausschreibung her nicht wirklich klar, ob das ein Fixie-Rennen oder doch ein Rennen mit normalen Rennrädern war. Auf rad-net wurde über diese erste Amateur-Veranstaltung im Straßenrennsport übrigens kein einziges Wort verloren - war also wohl nicht so wichtig, dass es "wieder losging". Mittlerweile nehmen die Amateur-Veranstaltungen wieder zu, an diesem Wochenende findet mit der Erzgebirgstour sogar schon wieder das erste Etappenrennen statt, wobei das ein Jedermannrennen ist, also neben Amateurfahrern auch Hobbyfahrer am Start sein werden. Dass das nichts mit der Leistungsstärke zu hat, sollte einem ja mittlerweile klar sein, umso hochwertiger dürfte das Leistungsniveau dort ausfallen. Wird knüppelhart, ich wünsche allen Teilnehmern eine gute Leidensfähigkeit - durch meine Teilnahme 2017 habe ich ja eine Vorstellung davon, wie hart die Erzgebirgstour schon in einem "normalen" Jahr ist. Dieses Jahr sind aber auch noch diverse starke Fahrer zusätzlich am Start, weil es bisher eben sonst nicht viele Rennen gab. Also das wird gewiss kein Zuckerchlecken...

Ab August plane ich dann selbst mit Teilnahmen in Bellheim, am Sachsenring und evtl. in Diersbach. Je nach dem, wie es mir gesundheitlich dann geht. Im September Stadtsteinach, wobei ich bis dahin noch unbedingt abspecken müsste, weil ich meine Vorjahresleistung sonst bei weitem nicht erreichen können werde, evtl. das Kriterium in Freising, die Masters-DM in Görlitz ("dabei ist alles") und eventuell Notzingen. Durch das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober ist ja im Endeffekt schon klar, dass der Riderman und der Heideradcup keine behördliche Genehmigung erhalten werden. Die Absage steht aber vermutlich aus versicherungstechnischen Gründen immer noch aus, aber ähnlich wie im Fall von Rad am Ring sollte man sich hier keine falschen Hoffnungen machen. Riderman und Heideradcup SIND definitiv Großveranstaltungen.

Im Oktober, falls das Wetter noch mitspielt, sind sogar noch ein paar weitere Rennen geplant, zumindest in Bayern. Die LVM Straße bei Passau soll dann nämlich am 4.10. stattfinden und eine Woche später sogar Karbach. Im Gegensatz zu Fußballspielen werden Radrennen zwar nur sehr selten wegen der Witterung abgesagt, aber ich kann mir kaum vorstellen, bei diesen Rennen noch am Start zu sein. Schon allein, weil ich mir in den letzten beiden Jahren im September einen Infekt gefangen hatte und die Saison dann auch beendet habe. Natürlich hoffe ich, dass mir dieses Jahr im September keinen Infekt fange...

Montag, 30. Dezember 2019

Rückblick 2019, Aussicht auf 2020

Habe ich tatsächlich seit Anfang September nichts mehr gepostet? Ach herrje ... da war in der Zwischenzeit aber auch immer wieder was los. Zunächst natürlich der Riderman, der wieder ein riesiges Erlebnis war und bei dem ich mein Ziel (Top 250) auch souverän erreicht habe (Platz 249). Gut dressiertes Pferd und so. ;) Danach wollte ich noch in Notzingen starten, wurde aber krank. Tja, dumm gelaufen. Und als ich noch nicht wieder ganz auf den Beinen war, machte mir mein Rechner Beine - weil eine Festplatte crashte. Von meinen 3 Platten ausgerechnet die, wo ich meine beruflichen Daten hatte, aber auch die ganzen Sport-Daten. Da gab es also ein bisschen PC-Stress, der mir die Zeit raubte. Dann auch Übersetzungsstress und schließlich rauchte diesen Monat auch noch meine Graka ab - also erneut PC-Stress. Ein Upgrade auf Windows 10 musste ich auch endlich vornehmen, weil ja im Januar der Support für Windows 7 endet. Immer wieder irgendwas nerviges los, da vernachlässigt man eben so einen belanglosen Blog wie diesen hier...

Langsam bin ich aber in Sachen PC wieder in etwas ruhigeren Gewässern angekommen und kann heute nicht trainieren, weil ich leicht erkältet bin (falscher Ehrgeiz würde jetzt auch nichts bringen), drum schreibe ich doch mal etwas an dieser Stelle. 2019 war ja mein erstes Jahr bei den Senioren 2, wodurch ich so viele Startmöglichkeiten wie nie zuvor hatte. Durch diese große Auswahl kam es auch dazu, dass ich überwiegend bei Straßenrennen am Start stand, Kriterien habe ich stark zurückgeschraubt. Von 6 offiziellen Top-Ten-Platzierungen habe ich auch 4 bei Straßenrennen erzielt (1x Kriterium, 1x BZF lol). Persönlich am meisten haben mir die Ergebnisse in Bellheim und Grimma bedeutet. Und generell habe ich alle meine drei Saisonziele erreicht, weshalb das eigentlich meine bisher beste Saison war. In Torgau sind wir sogar die letzten 70 Minuten mit einem 45er-Schnitt gefahren und ich landete in den Top Ten - bei 70 Startern ist das dann ja auch nicht gerade geschenkt, das muss man sich dann schon noch erst erarbeiten! Hat viel Spaß gemacht und speziell das gute Abschneiden bei den Straßenrennen, wo ich auch mehr aktiv fahren konnte als bei Kriterien, hat mir die Ausrichtung für nächste Saison vorgegeben: Noch mehr Straßenrennen, noch weniger Kriterien...

Und da es mir auch generell Spaß macht, immer mal wieder neue Rennen in neuen Regionen zu fahren, werde ich nächstes Jahr wohl auch erstmals an einer Rennserie in Baden-Württemberg teilnehmen, dem Heuer-Cup. Der wird also vermutlich schon einen Kerninhalt meines Rennkalenders darstellen. Sollte ich gut durch den Winter kommen (UND sollte der Winter Anfang April diesmal schon vorbei sein!!!), dann startet die Wettkampf-Saison mit den Spreewald-Masters, weil ich vorher keinen passenden Renntermin finden konnte. Allerdings fehlen natürlich noch die Ausschreibungen. Weiß man ja aus all den Jahren, dass man immer erst die offizielle Ausschreibung abwarten muss, um wirklich zu wissen, bei welchen Rennen welche Rennklassen Startmöglichkeiten erhalten. Nach aktuellem Stand sehe ich da aber nichts passendes vor den Spreewald-Masters. Mit einem Kriterium steige ich ja sicherlich nicht in die Saison ein, das wäre mir viel zu intensiv.

Im Mai steht Anfang des Monats vermutlich die BM bei Passau an. Über den Kurs ist meines Wissens nach noch nichts bekannt, wird ein neues Rennen sein. Karbach lasse ich nächstes Jahr vermutlich aus, falls es dort kein reines Senioren-Rennen geben sollte. In den letzten 3 Jahren habe ich meine Wattleistung von Jahr zu Jahr steigern können, bin aber gleichzeitig von Jahr zu Jahr früher abgehängt worden. Das Leistungsniveau in der C-Klasse (ja, ich nenne die Leistungsklasse immer noch so, ist leichter verständlich) ist einfach von Jahr zu Jahr gestiegen. Das hat mir vorerst die Motivation genommen, um mich dort wieder in Karbach an den Start zu stellen. Immerhin ist Karbach aufgrund des Kurses allein schon schwer genug. Der Juni geht dann vermutlich mit einem Trip an die Ostsee los, danach ist das neue Rennen in Grimma dran. Im Terminkalender des sächsischen Verbandes steht dieses neue Rennen nicht als Kriterium drin, also bleibt es offenbar zum Glück dabei, dass man in Grimma ein Straßenrennen fahren kann. Ende Juni wird dann mein zweiter planmmäßiger Formhöhepunkt nach den Spreewald Masters erreicht, denn dann steht die DM in Görlitz an. ;)

Im August geht es normalerweise auch wieder nach Bellheim und im September würde ich gerne die Top 200 beim Riderman in Angriff nehmen. Zwischendurch wollte ich auch mal endlich auf dem Nürburgring fahren, vermutlich im Mai bei Circuit Cycling. Ende August kommt die Deutschland Tour nach Nürnberg. Dort soll es dann auch ein Jedermannrennen geben, aber eben wieder für irgendwas um die 80 Euro Startgebühr. Meine persönliche Schmerzgrenze für ein Eintagesrennen liegt aber nunmal bei 50 Euro. Vielleicht kann mich die Streckenführung zu einem Start bewegen, aber ich schätze fast, dass man die ganzen interessanten Steigungen in der Hersbrucker Schweiz sowieso ignorieren wird. Immerhin werden die Profis vermutlich einen Großteil der Strecke ebenfalls bewältigen müssen, aber die wird man wohl kaum den Stöppacher Berg raufschicken wollen. ;)

Ja, also der grobe Rennkalender für 2020 steht jedenfalls, die 3 Form-Höhepunkt sind geplant, der PC bereitet langsam auch wieder weniger Stress - jetzt müsste nur noch die Erkältung verschwinden, damit ich fleißig weiter trainieren kann. Wieso müssen die Spreewald Masters auch schon Anfang April sein?!?!?! Da hat man in Deutschland doch normalerweise noch keine Temperaturen, bei denen Radsport Spaß machen würde. Und Spaß muss sein! ;)