Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

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2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Dienstag, 17. Juli 2012

Pegnitztal, Bestzeiten und Action-Cam

Die meisten Jedermänner kennen die Videos vermutlich schon, die es speziell von diversen GCC-Rennen gibt: Fahrer mit einer "Action-Cam" am Vorbau oder Helm. Auch den "komischen Sound" kennt man - und genau so einen komischen Sound höre ich ab sofort auch, wenn ich mir meine Aufnahmen mit der GoPro HD Hero 2 Outdoor Edition Action-Cam ansehen werde. Ich habe mir nämlich so ein Teil gekauft, weil ich die Schönheit der Radtouren durchs Pegnitztal auch Fahrern außerhalb der Region vermitteln möchte. Außerdem habe ich somit ein neues Spielzeug :)

Nach fast einer Woche Radpause wegen des unfreundlichen Wetters, habe ich mich gestern also wieder auf mein Rad geschwungen. Und es sollte keine einfache Testfahrt werden, sondern gleich ein bisschen Kraftausdauer-Training, weil das das einzige ist, was ich neben Kulmbach und Gruppentraining sonst noch fahre. Immer in der Hoffnung, dass ich dann die Steigungen in diesem Jahr doch noch mit etwas weniger Qual hochkomme und nicht immer schon bei meiner kleinsten Übersetzung von 39/28 nach 2, 3 Minuten Probleme mit dem Tritt bekomme. Die Steigungen in meinem Trainingsgebiet sind ja wirklich sehr schön teilweise, aber richtig genießen kann man sie nur, wenn man auch einigermaßen gut raufkommt.

Die ersten Kilometer mit der ungewohnten Zusatzbelastung auf dem Helm waren nicht einfach. Das Teil macht sich deutlich bemerkbar und ich habe heute auch einen Mini-Muskelkater in der Nackenmuskulatur. Gleichzeitig fährt man anfangs etwas nervös rum, weil man sich noch nicht sicher ist, ob das Teil auch wirklich auf dem Helm bleibt und wie frei man den Kopf generell bewegen kann. Zu allem kam meine einwöchige Pause hinzu, weshalb die Fahrt anfangs zu einer reinen Entschlackungstour wurde. Irgendwann war ich in Pommelsbrunn aber angekommen und startete die Helmkamera. Vom Gefühl her war ich auch langsamer als bei meiner ersten "Fahrt auf Zeit" auf dem von mir gewählten Trainingskurs, aber am Ende hatte ich mit handgestoppten 8:10 (8:09 laut Video) die erste persönliche Bestzeit für die Steigung rauf nach Heuchling gleich um satte 20 Sekunden unterboten. Hmmmm ...

Es ging dann runter ins Hirschbachtal und von Hirschbach rauf nach Vorra. Diesmal handgestoppte 5:25 (Video: 5:26), womit ich immerhin 5 Sekunden unter meiner ersten Richtzeit geblieben war. Die hochprozentigen Abschnitte der Steigung kam ich vom Gefühl her deutlich besser hoch, also muss ich dir Zeit wohl irgendwo in den flacheren Abschnitten verloren haben. Vor allem in der kurzen Zwischenabfahrt, weil ich dort lieber links und rechts mit der Kamera filmen wollte statt Gas zu geben ;)

Im Pegnitztal gab es dann eine Enttäuschung: Als ich nach Höflas abbiegen wollte, stand dort doch tatsächlich, dass die Fahrt nach Hartenstein wie im letzten Jahr schon wieder gesperrt ist!!! Vermutlich will man die idyllische Strecke von Höflas nach Hartenstein ähnlich neu pflastern wie letztes Jahr den Abschnitt von Rupprechtstegen rauf nach Höflas. Teil 2 also. Gut, es gab einige Schlaglöcher, aber die sah ich nicht als großes Problem an. Eigentlich verstärkt das nur die Idylle, wenn man auf so abgelegenen, autoarmen Straßen das ein oder andere Loch hat, das man aber gut umkurven kann. Wenn man da jetzt eine Autobahn hinpflaster, steigt nur die Gefahr, dass der Autoverkehr zunimmt. Mal sehen, was das am Ende wird. Jedenfalls bedeutet das alles vor allem eins: Den "Mortirolo des Pegnitztals" von Rupprechtstegen nach Hartenstein über Höflas kann man erstmal nicht mehr fahren. Echt ärgerlich, weil das Teil durch sein ähnliches Profil ein super Training für Hesselberg gewesen wäre.

Danach ging es also die leichtere Strecke rauf nach Hartenstein. Unterwegs sah ich doch tatsächlich einen Kletterer an einem der beliebten Kletterfelsen im Pegnitztal. Um es vorwegzunehmen: Im Video kann ich ihn trotz Schwenk zur Seite nicht erkennen. Die Kamera hat einen krassen Weitwinkel, aber in diesem Fall offensichtlich nicht krass genug. Die Steigung rauf nach Hartenstein dauerte jedenfalls 20 Sekunden länger. Durch die notwendige "Entschlackung" und das Zusatzgewicht der Kamera eigentlich keine Überraschung - nur wieso hatte ich dann bei den vorherigen zwei Steigungen neue Bestzeiten? Offenbar war ich dort bei der ersten Zeitnahme einfach schlecht gefahren ;)

Abschließend kam noch die kurze Ministeigung von Achtel rüber nach Kirchenreinbach, die ich auf dem Gipfel bei der Abzweigung nach München stoppe. Mit 4:10 (Video: 4:09) konnte ich hier 15 Sekunden rausholen - bei so einer kurzen Steigung mit dem Zusatzgewicht nur ein weiteres Indiz dafür, dass ich bei der ersten Zeitmessung schlecht drauf gewesen sein musste. Vor Kirchenreinbach stoppte ich die Videoaufnahme dann.

Zunächst noch eine schlechte Nachricht für Fahrer, die durchs Hirschbachtal fahren: Ab Achtel talaufwärts hat man die Straße aufgerissen bzw. gefräßt. Ich weiß nicht, wie weit, aber so ist das eben. Man macht uns hier die Straßen kaputt während es einige Städte im "Osten" (= ex-DDR) gibt, wo die Straßen seit Jahren schon aussehen, als ob es dort gerade erst Krieg gegeben hätte - aber dort wird nix gebaut, dort belässt man es einfach bei den Kratern. Sowohl die Baumaßnahme zwischen Höflas und Hartenstein als auch diese Baumaßnahme hinter Achtel finde ich insofern reinen Luxus. Eine Notwendigkeit bestand gewiss nicht. Die durch Rollsplit zerstörte Straße zwischen Hegendorf und Fischbrunn könnte man aber mal erneuern, denn dort ist die Abfahrt wirklich nicht mehr schön. Man weiß einfach nicht, wie der Grip ist - und will es auch nicht auf die harte Tour herausfinden müssen.

Nach den Streckeninformationen nun noch abschließend zur Kamera: Da muss ich in einem weiteren Beitrag mehr schreiben, weil das nicht ohne weiteres abgetan ist. Nur so viel: Leider hatte ich die Kamera etwas zu sehr nach unten eingestellt. Dadurch will man bei Betrachten des Videos ständig den Kopf heben. Das Gehäuse fing auch an zu beschlagen. Bis ich die Videos also so hinbekomme, wie ich sie haben will, muss ich noch etwas rumjustieren. Es war eine erste Testfahrt. Nicht mehr, nicht weniger.

Die Zeiten werde ich natürlich auf Google+ aktualisieren, habe mir aber zwecks Übersichtlichkeit schon überlegt, dass ich die besser auf meiner schäbigen "Billig-Look"-Website zusammenfassen werde. Der Blog hier und Google+ sind für so etwas dann doch nicht die optimale Plattform, auch wenn ich Zeiten-Updates normalerweise weiterhin nur auf Google+ veröffentlich werde - und vor allem die Karten-Links. Dank der Helmkamera kann ich dann auch Videos der gezeiteten Abschnitte präsentieren und durch Screenshots ganz genau Start und Ziel darstellen, damit jeder Fahrer der Region weiß, von wo bis wo er mir zeigen kann, dass er besser klettern kann als ich ;) - oder jede Fahrerin ;) ;)

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