Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Mittwoch, 11. Juli 2012

Bummelzug in Kulmbach

Das war ein merkwürdiger Dienstagabend in Kulmbach: Diverse schnelle Leute waren nicht anwesend - und schon ging es vom Tempo her ein bisschen mehr wie letztes Jahr zu. Anfangs ging es richtig langsam los, dennoch konnte ich erst mal nicht im Sprint punkten. Ich nahm mir dann aber die zweite oder dritte (weiß ich gar nicht mal mehr) Wertung als "Angriffswertung" vor, sprintete also nicht mit, sondern attackierte gleich zu Beginn der Gegengeraden nach der Wertungsabnahme. Alfred Riemer von den Strullendorfer war der einzige Fahrer, der darauf reagierte. Der Rest hatte nach der Wertungsrunde erst mal keinen Bock auf Tempo, wie es schien ...

Zunächst zog ich länger als gewollt von vorn, weil Alfred erst mal nicht mitführte. Es war aber Vorsprung vorhanden, also bin ich erst mal weitergefahren. Dann hat Alfred glücklicherweise doch mitgemacht. Als er auf der Gegengeraden wieder an mich übergab, sah ich, dass das Feld den Abstand schon verkürzt hatte. Da ich am Limit war, verzweifelte ich schon fast, aber Alfred übernahm wieder die Führung und wollte weiterziehen. An dieser Stelle hatten wir immer noch 2,5 Runden bis zur Wertung! Und wie gesagt: Ich war eigentlich schon am Limit ...

Erfreulicherweise bremsten aber die anderen Strullendorfer das Feld geschickt aus, wodurch der Abstand wieder etwas größer wurde, was mir somit auch wieder Mut machte. Alfred fuhr die nächsten zwei Runden mit einem beeindruckend souveränen Tritt - der gute Mann ist Senioren-4-Fahrer!!! Ich selbst kämpfte ums nackte Überleben. Alfred motivierte mich auch noch mal verbal und dann gab ich bis zur Wertungsabnahme noch mal alles, was noch im Tank war - mein erster 5er diese Saison war die Belohnung! Aber dann platzte ich auch komplett weg ...

Der Vorsprung aufs Feld war immer noch ganz gut, es tröpfelten nur 3 Fahrer hinterher, die noch um die verbliebenen Punkte gesprintet waren. Alfred stiefelte vorne weiter und einer der anderen Fahrer schloss zu ihm auf. Ich selbst konnte froh sein, dass der Vorsprung noch so groß war, weil ich dadurch gerade genügend Regeneration hatte, um beim Passieren des Feldes an letzter Position gerade so mitgehen zu können. Puh, das war knapp! Hätte ich den Zug verpasst, hätten mir die 5 Punkte gar nix genützt ...

Der Schnitt betrug zu dem Zeitpunkt gerade mal 41 km/h. Lange Zeit fuhr das von den Strullendorfern kontrollierte Feld so weiter, aber am Ende sank der Schnitt auf 40 km/h. Im Sprint konnte ich aber noch ein paar Krümel aufsammeln und belegte am Ende Platz 5, was für mich die beste Saisonplatzierung in Kulmbach bedeutete - beim bisher niedrigsten Rennschnitt. Tja, so ist das eben mit mir: Wenn schnell gefahren wird, dann fahr ich nur hinterher. Das Feld muss auch mal wieder etwas bummeln - oder von den Strullendorfern so gut eingebremst werden, weil sie einen von sich vorne haben. Wenn das Feld die Wertungsrunden aber auf der kompletten Gegengeraden voll durchgefahren ist, hatte ich weiterhin das Problem, dass ich bis zur Zielkurve schon zu weit abgefallen bin. Mein Grundproblem - das erhöhte Grundtempo in den Wertungsrunden - hat also weiterhin Bestand. Selbst beim bisher niedrigsten Stundenmittel der Saison. Nur was soll mich das auch wundern? Meine eigentliche Wettkampfsaison mitsamt Wettkampftraining habe ich ja aufgrund mangelnder attraktiver Renntermine schon Ende Mai beendet. Seither bin ich nur noch als Schönwetterfahrer unterwegs. Insofern war ich heute mal wieder ein "Overachiever", weil ich vom Leistungsstand her gewiss keinen 5. Platz verdient hatte ...

Keine Kommentare:

Kommentar posten