Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 28. April 2013

DF - Did Finish ;)

Montag hatte ich außen im rechten Knie am Ende meiner eigentlich lockeren Trainingseinheit (Durschnittspuls 122, trotz einiger kurzer eingestreuter Antritte) ein leichtes Schmerzen. Dienstag brach ich dann das Gruppentraining nach 25 km in der Gruppe besser ab und fuhr nur noch irgendwie zurück. Ich habe eine Sehnenreizung am Knie, meinte der Doc - durch Überlastung. Machte eigentlich auch alles Sinn, hatte ich mir so schon gedacht. Als ich mit Radsport anfing, hatte ich das ja auch schon - nur an "Schnalzen" der Sehne kann ich mich nicht erinnern, dass ich beim Beugen habe. Die Woche über war ich also recht frustriert und habe nur am Freitag 1,5 Stunden lang eine ganz lockere Runde gedreht. Immer noch mit "Reaktion" im Knie, aber generell ging es. Der Doktor meinte, ich sollte maximal locker fahren am Wochenende. Tjaaaaaaa ...

Mein Ziel war dann einfach nur, dass ich die 3 Runden in Cadolzburg durchhalten würde. Das Rennen ging generell gut los. Mit Beinlingen und Winterhandschuhen stand ich beim diesjährigen "Frühlingspreis" in der ersten Startreihe, auch alle anderen üblichen Verdächtigen hatten sich blicken lassen - nur der Namensgeber des Rennens war nirgendwo zu sehen. Nass waren die Straßen auch noch. Zu den üblichen Verdächtigen zählten natürlich Maik mitsamt Klaus und Thomas, die in dieser Saison auch bei Lizenzrennen der Senioren 2 an den Start gehen werden. Ich bin schon gespannt, wann Maik dort seinen ersten Sieg einfährt. Zutrauen tu ich ihm das auf jeden Fall. An den Anblick von ex-Chiemgauer Manuel im Drinkuth-Trikot musste ich mich erst mal gewöhnnen, hatte ich ihn doch eigentlich im Gelbrot der RSG Würzburg erwartet. Und auch Fabian und natürlich Markus ließen sich die Teilnahme am "Herbstpreis" nicht nehmen. Ein Blick nach hinten ließ mich trotz des ausladenden Wetters wieder so auf 40 Fahrer schätzen, aber laut Ergebnisliste waren es doch nur 32.

Wie gesagt, das Rennen ging generell gut los. Ich kam doch allen Ernstes gleich ins Klickpedal! Haben wir ein Schaltjahr?!? Durch den Bogen hindurch, vom Kopfsteinpflaster runter - und Maik vom Start weg mit der ersten Attacke. Mir egal, mir ging es ja heute nur ums Ankommen. In der Steigung reagierten nur wenige Fahrer, die anderen 5 Vilstaler konnte ich zunächst nicht erkennen. Dementsprechend wollte ich dann nach der Steigung mal schauen, wann und wo einer unserer schnellen Leute kommt, damit ich gleich mal sagen kann, dass er noch schnell zu Maiks Gruppe springen sollte, weil das sonst frühzeitig die Vorentscheidung sein könnte. Leider sind die Vereinskollegen dann mit so einem Tempo vorbeigesaust, dass ich keinem diese wichtige Info mit auf den Weg geben konnte. In der Folgezeit war das Tempo im Hauptfeld dann auch so hoch, dass ich nur am Feldende rumgurkte und darauf hoffte, dass das bei Jedermann-Straßenrennen übliche Bummeln nach der ersten Anfangseuphorie einsetzt, damit ich nach vorne fahren und den Kollegen Bescheid geben kann. Das Bummeln setzte aber nicht ein, stattdessen wurde nach dem Abbiegen in die "Waldsteigung" das Tempo forciert und für mich war das dann zu viel. Erstmals musste ich also schon nach einer halben Runde abreißen lassen, aber das war auch ein irrsinniges Tempo diesmal.

Denn ich sag's mal so: Erstmals (!) blieb die Spitzengruppe in Cadolzburg unter 1:10 Fahrtzeit!!! Dabei hatten wir 2010 und 2011 viel bessere Voraussetzungen, weil es damals warm war. Wieso also wurde diesmal der Streckenrekord gebrochen? Bei Kälte, Nässe ... und dem längsten Winter der vergangenen Jahre?!? Wo haben die Leute jetzt schon so viele Kilometer her, dass die bei diesem Rekordtempo mithalten konnten? Ich hatte ja schon mal vor einiger Zeit darüber sinniert, ob Dinge wie Trainingslager im Winter für Jedermänner dazugehören müssen oder nicht. Ich find's ja weiterhin einen reinen Luxus, aber einige Fahrer hatten sicherlich nicht wie ich nur unter 2000 km in den Beinen. Am Ende wurde Maik nicht einmal Erster, ein in dieser Region unbekannter Fahrer von "Team Biketech 24" gewann. Der war mit Teamkollege Christian Sonnabend am Start - und der Name sagt mir sehr wohl etwas. Sachsenring und glaub auch einige GCC-Rennen. Starker Fahrer. Und wenn der nur Vierter wird und sein Teamkollege gewinnt, dann sagt das so einiges darüber aus, was da dieses Jahr an PS am Start gewesen ist. Folglich auch der Streckenrekord ...

Ich selbst tat mich mit einigen "Krümeln" des Hauptfeldes zusammen, um dann mit möglichst gleichmäßigem Rhythmus möglichst gut durchzukommen und das Überholen durch die U19-Bundesliga zu vermeiden. Ja, denn ähnlich sinnvoll wie im Vorjahr wurde das schnellere Starten hinter dem langsameren gestartet. Das Rennen ist prinzipiell tiptop organisiert, aber diese Startreihenfolge im letzten und in diesem Jahr verstehe ich beim besten Willen nicht. Jedenfalls rotierten wir so vor uns hin und kurz vor der Zielabfahrt blockierte bei meinem Hintermann plötzlich das Hinterrad. Die Kette war auch runtergesprungen, aber das schleifende Rad auf der Straße lässt mich vermuten, dass da mehr passiert ist, als dass nur die Kette runtergesprungen ist. Wir warteten noch kurz, aber sahen, dass der Fahrer noch länger rumstand und rummachte. Ärgerlich, aber wir setzten unsere Fahrt dann zu dritt fort - und plötzlich kamen zwei Vilstaler von hinten angeschossen. Ich dachte schon, die wären weg gewesen, weil die in der Abfahrt nach der Waldsteigung abreißen lassen hatten. Das war etwas komisch, aber diesem Kraftakt musste einer der beiden Vereinskollegen auch Tribut zollen und aussteigen. Da ging nix mehr.

In der Folge waren wir als "Quartett" mit 3 Fahrern unterwegs. Ärgerlich, aber einer wollte einfach nicht im Rhythmus der Gruppe fahren und musste immer wieder anreißen. Peinlich, wenn das ausgerechnet der Vereinskollege ist und man das gleiche Trikot trägt. Konnte mich bei den anderen beiden Fahrern nur entschuldigen. Doch selbst wenn es harmonischer gelaufen wäre, hätten wir einmal anhalten müssen: Beim U19-Bundesliga-Rennen war ein Spitzentrio mit gutem Vorsprung vor dem Feld unterwegs. Danach wurde es knapp, aber zu Beginn der Zielabfahrt (!) erwischte uns leider das Hauptfeld der U19. Wir mussten also wieder am Straßenrand anhalten. Alles in allem kosteten uns diese zwei "Stop and Go"-Strafen vielleicht eine Minute. Die Ergebnisliste sagt mir, dass wir fast noch einen Einzelfahrer eingeholt hätten. Naja, Wurst. Es ging ja eh um nix mehr. Meine Sehne schmerzte zu dem Zeitpunkt übrigens schon so, dass ich keine vierte Runde hätte in Angriff nehmen können. Gut, dass also Schluss war.

Am Ende war es ein 33er Schnitt, aber am Ende der ersten Runde noch ein 36er. Ich habe mal in meine Notizen des Vorjahres geblickt: Da überlebte ich ja bis zu diesem Sturz 2 der 3 Runden im Feld - und hatte ebenfalls einen 36er Schnitt zu diesem Zeitpunkt. Nur diesmal war ich schon eine halbe Runde lang nur in einem Quartett unterwegs, da ist das Tempo natürlich niedriger als in einem großen Feld. Ein weiteres Indiz dafür, dass dieses Jahr einfach schneller gefahren wurde - zumindest in Runde 1. Wie es danach im Hauptfeld war, weiß ich halt nicht. Mein Transponder löste dann auf Platz 25 aus, was zwei Dinge bedeutet: Zum einen eine unglaubliche Konstanz, nachdem ich in den beiden Vorjahren jeweils auf Platz 26 gelandet bin, zum anderen meine beste Platzierung seit 3 Jahren. Na super, bekomme ich jetzt 'nen Lolli dafür? ;)

Jetzt muss ich die Sehnenprobleme beheben. Es geht ja nicht mal um die Reizung, sondern eher um das ständige "Schnalzen". Die Sehne reibt am Knochen. Sollte normalerweise weggehen, wenn ich jetzt locker weiter trainiere. SOLLTE. Nach meinen gesundheitlichen Problemen der letzten Jahre, wo aus Reizungen, die nur wenige Tage Probleme bereiten sollten, mehrmonatige Dauerbeschwerden wurden, bin ich vorsichtig mit Prognosen. An der Form kann ich jedenfalls erst weiter arbeiten, wenn die Sehne das wieder zulässt. Eine Stunde kann ich ungefähr fahren, vielleicht 1,5 Stunden. Aber damit könnte ich nur für diese 20-km-Kriterien trainieren. Das macht auch keinen Spaß, weil ich dann gar nicht richtig in die Hersbrucker Schweiz zu meinen Lieblingstälern und -pässen komme. Zum Glück ist das nächste offizielle Rennen erst Ende Mai. Die Dienstagabendserie lasse ich jetzt am Dienstag erst mal aus. Mir tat nach dem Rennen aber mehr als nur die Sehne weh. Ein langer Winter und ein bisher kurzer Formaufbau ... tja ... das verträgt sich offenbar nicht so gut ...

PS: Ich sehe links in der Spalte mit den Ergebnissen aus 2012, dass Cadolzburg letztes Jahr mit Platz 26 schon mein deutlich schlechtestes Ergebnis war. Na bitte, da bin ich doch jetzt schon auf dem besten Wege zu einer besseren Saison als im letzten Jahr ;)

Sonntag, 21. April 2013

Und plötzlich wird die Zeit so knapp ...

Seit August kein Rennen mehr gefahren, sooooooo viel Zeit vor dem nächsten Rennen in Cadolzburg gehabt - und dann wird es doch so knapp am Ende. Am Donnerstag war ich erstmals auf dem Carbonrad unterwegs und konnte nicht richtig einlenken. Ich dachte erst, das lag einfach daran, dass ich so lange nicht auf dem Rad saß und erst das Gefühl dafür finden müsste. Aber auch heute, als ich 5 Mal in Habres hochgekraxelt bin, war es nicht wirklich besser. Dann fiel mir einfach auf, dass es der Gabel wohl an Schmierung mangelt. Wieso kann ein Rennrad nicht so unkompliziert wie ein PC sein? :(

Das Problem dürfte ich auch mit dem Cinelli haben. Also noch ist das Setup der beiden Wettkampfräder nicht fertig, dabei folgt ja am Dienstag nach Cadolzburg gleich das erste Kriterium in Kulmbach. Nachdem ich wegen Schmerzen im Bereich des Schulterblatts mit K1-Antritten pausiert habe, muss ich jetzt also auch noch irgendwie flott ein paar K1-Antritt in die nächsten Einheiten einbauen. Aber genügen wird das fürs erste Kriterium trotzdem nicht. Hoffentlich habe ich bis dahin wenigstens das Cinelli mit dem richtigen Setup am Start. Mich wieder ans Cinelli gewöhnen kann ich vermutlich eh nur bei 1 oder 2 Fahrten vor Kulmbach. Denn gleichzeitig muss ich mich ja auch immer noch wieder ans Carbonrad gewöhnen, obwohl das Gefühl heute schon besser war.

Überhaupt: Ganz interessante Einheit heute. Ich bin in Habres zwar einige meiner miesesten Zeiten in der Steigung gefahren, obwohl ich erstmals mit dem Carbonrad dort hochgekraxelt bin (wo soll die Form denn auch herkommen?), aber in der Anfahrt zu meinem persönlichen "Rundstreckenrennen", das ich an der Rampe von Habres jedes Jahr 2, 3 Mal während des Formaufbaus absolviere, huschte mir in Holnstein doch glatt die Trainingsgruppe der RSG Lauf vor der Nase vorbei. Die Trikots des RC Herpersdorf waren mit, ich glaube, 3 oder 4 Sichtungen bisher am häufigsten vertreten, letzte Woche sah ich das schon fast einzige RSG-Vilstal-Trikot, das ich außerhalb des Gruppentrainings zu Gesicht bekomme - aber heute waren das 4 oder sogar 5 Trikots der RSG Lauf. Ich glaube 5. Insofern setzt sich die RSG Lauf in der "Vereinstrikotwertung in meinem Trainingsrevier" schlagartig auf Platz 1. Erfahrungsgemäß dürften im Laufe der Saison noch weitere Sichtungen des orangenen Trikots aus Lauf erfolgen. Ich hatte gar nicht erst versucht die Pace mitzugehen, weil ich ja mein eigenes Trainingsziel hatte, aber die waren mir auch generell schon wieder viel zu flott unterwegs. Das hätte ich nicht lange überlebt - und das macht mir echt Sorgen im Hinblick auf den Saisonauftakt. Da droht ein Fiasko ...

Ich sah dann übrigens auch erstmals in diesem Jahr wieder Rehe neben der Strecke. Nicht aber auf einer ruhigen, idyllischen Straße, sondern direkt an der B85 bei Forsthof. Tja. Und dort fahre ich ja generell immer nach Sulzbach zurück, weil ich die Strecke über Feuerhof einfach nicht mehr mag. Seit dort dieser Radweg neben die verkehrarme Straße gebaut wurde, auf dem jede Menge Steinchen, Ackererde und sonstiger Dreck rumliegen, wird man gelegentlich von einem Hilfssheriff blöd angehupt, wenn man gerade noch ein letztes Intervall fährt und daher auf der Straße bleibt. Auf der B85 wurde ich merkwürdigerweise noch nie angehupt, da wurde ich auch nicht geschnitten und mir wurde außerdem kein Scheibenwasser in die Fresse gespritzt. Daher fahre ich nicht mehr über die verkehrsarme Straße nach Feuerhof zurück, weil das einfach stressiger als auf der B85 ist. Klar, ich könnte auch noch auf dem Radweg fahren, aber wenn ich den dann verlasse, darf ich immer erst mal meinen Handschuh vorne ans Rad halten, um den "Steinchen-Mantel" von meinem Vorderrad zu entfernen. Also ehrlich, das ist mir einfach zu doof. Dann sollen sie den Radweg wirklich nur für Radverkehr anlegen oder sich diesen Dreck sonst wohin stecken, wenn sie da ständig den Landwirtschaftsverkehr rumsauen lassen. Auf der B85 liegt kein Dreck - und auch das Verkehrsaufkommen ist gar nicht mal so schlimm. Sollte vielleicht mal zu denken geben, was da schiefläuft, wenn man auf einer Bundesstraße stressfreier mit dem Rennrad unterwegs sein kann als auf einer parallel verlaufenden Landstraße.

Ach ja, die Rehe habe ich nicht "geblitzt", auch wenn es an dieser Stelle bei Forsthof des öfteren "blitzt", aber "geknippst" habe ich heute wieder. Allzu viele Schnappschüsse habe ich im April zwar noch nicht gemacht, aber dennoch habe ich jetzt mal das Foto-Album für April auf der Community-Seite eröffnet.

Montag, 15. April 2013

Wenn es gegen den Rest der Welt geht ...

Manchmal scheint sich die ganze Welt gegen einen verschworen zu haben. Seit Wochen wartet man auf nicht-winterliche Temperaturen. Als es Anfang letzter Woche endlich so weit war, machte mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Am Samstag konnte ich dann endlich ein gutes EB-Training absolvieren, schonte mich gestern nach dem Pfeifen eines Spiels (mit Restschnee am Spielfeldrand), um beim Wetterumschwung bloß keinen erneuten gesundheitlichen Rückschlag zu riskieren - und plötzlich wachte ich heute mit leichtem Kratzen im Hals auf. Was soll das bloß?!? Ruhepuls am frühen Nachmittag gemessen - 5 Schläge höher. Hmmmmm. Ich fühle mich auch etwas schwächlich. Vorhin wieder gemessen: 40. Also eigentlich gut genug für Sport, auch wenn ich die ursprünglich geplante intensive Radeinheit aufgrund des schlappen körperlichen Gefühls dennoch ausgelassen und hoffentlich auf morgen verschoben habe. "Hoffentlich", weil es morgen angeblich regnen soll. Aber hoffentlich nicht in der östlichen Hersbrucker Schweiz. ;)

Also das Wetter war gestern und heute eigentlich top, aber für Radeinheiten konnte ich diese zwei Tage leider nicht nutzen. Ich fahre dann aber noch zum Fußballtraining der Alten Herren des 1. FC Schlicht. Also natüüüüüüürlich des 1. FC Schlicht, denn immerhin ist das der beste Verein der Welt, noch vor dem FC Bayern! Ein bisschen Bewegung bei dem guten Wetter. Sprinttraining wird ja hoffentlich nicht auf dem Plan stehen, sonst gestalte ich einfach mein eigenes Training mit Flanken- und/oder Freistoßtechnik ;)

Morgen und Donnerstag hoffe ich dann aus das richtige Wetter, damit ich noch zwei wichtige EB-Einheiten absolvieren kann. Am Wochenende steht für Samstag eigentlich eine Gruppentraining unter meiner Führung auf dem Plan. 1x im Monat werde ich von April bis September ein Samstagstraining gestalten und führen. Alles unter dem Motto "Auf gen Westen". Wenn bei bis zu 12 Vereinstrainings im Monat bis zu 12 Mal gen Osten gefahren wird, dann schadet das aus Gründen der Abwechslung einfach nicht, wenn auch 1x pro Monat gen Westen gefahren wird. Als leichten Einstieg hätte diese Einheit den Titel "Grundlagen-Tour" getragen. Hoffentlich spielt das Wetter also doch noch mit, denn aktuell lautet die Prognose: Regen bei 8 Grad. Sollte es tatsächlich so kommen, dann prognostiziere ich gleich noch was anderes: Am Samstag werde ich keine gesundheitlichen Probleme haben ...

Freitag, 29. März 2013

Schneeflöcken, Weißröckchen ...

Gestern ... jaaaaa, gestern ... Temperaturen über 5 Grad, der Schnee war weitestgehend verschwunden, blauer Himmel - da konnte man Radfahren mal wieder genießen. Ich leitete auch gleich mal die intensive Phase meiner Vorbereitung ein, die reinen Grundausdauer-Einheiten sind abgehakt. Ich muss mich jetzt innerhalb eines Monats in eine Verfassung bringen, in der ich an Rennen teilnehmen kann - nicht mehr, nicht weniger.

Heute dann wieder eine dünne Decke in weiß hier und da. Ich konzentrierte mich aber zunächst auf mein erstes Kraftausdauer-Training der Saison. Das führt mich in aller Regel vom Lehental aus über Neutras ins Hirschbachtal. Ich fahre also mit der dicken Mühle nach Neutras rauf, es läuft so weit alles ganz okay für den Anfang, dann kommt ich nach Neutras, wo die Straße ja gleich deutlich ansteigt - und die Temperaturen sofort gesunken ist. Wirklich faszinierend, wenn man eine Temperaturgrenze innerhalb weniger Sekunden überschreitet und das eben auch deutlich spürt. Zusammen mit den gefühlten -1 bis -2 Grad wurde auch aus der dünnen Schneedecke schon fast ein Paradies für Langläufer. Es lag sogar teilweise Schneematsch auf der Straße, nachdem es letzte Nacht etwas geschneit hatte. Eigentlich blieb der Schnee ja nicht liegen - außer im Wald hinter Neutras. Dabei hatte ich meine Schutzbleche eigentlich schon bis zum nächsten Winter eingemottet. Zwischen Bürtel und Heuchling war es immer noch sehr weiß, aber schon nicht mehr ganz so dicht wie direkt oberhalb von Neutras im Wald. Der offenen Fläche ist es wohl geschuldet. Wie genau es dort aussah, habe ich in einem Rundumblick mit meinem Foto-Handy festgehalten. Einige letzte März-Schnappschüsse werde ich dann auch vermutlich morgen (oder übermorgen oder ... irgendwann, hehe) noch ins März-Album auf der Google-Plus-Seite für die Rennradregion hochladen, da kann man sich das also aussehen, wie das war. Zumindest optisch. Was man nicht nachempfinden kann, ist die eisige Kälte in der Abfahrt runter nach Fischbrunn. Alter Schwede! In den letzten Jahren war es halt immer schon wärmer, wenn ich erstmals mit einer Kraftausdauer-Einheit dort langgefahren bin. Diesmal aber war das richtig unangenehm. Kurz vor Hegendorf sah ich einen anderen Rennradfahrer von Hubmersberg aus kommen. Der fuhr aber vermutlich bergauf nach Heuchling, von wo ich also gerade kam. Zumindest konnte ich ihn am Ende der Abfahrt in Fischbrunn nicht im Rückspiegel sehen. Vielleicht ist er in der Abfahrt aber auch festgefroren. Brrrrrrrr ... das war aber auch eisig ...

In Weißenberg rannte mir dann plötzlich eine Katze oder ein Hund hinterher und bellte rum. Täuschte natürlich an, er würde mir ins Rad rennen. Aber das kenne ich ja mittlerweile schon. Ich blieb also zunächst ruhig und fuhr gleichmäßig weiter. Das Vieh hatte übrigens eine Leine, aber die Familie, die mit dem Vieh unterwegs war, hatte wohl schon so gefrorene Hände von der heutigen Kälte, dass ihnen die Leine auskam. Sie schrien ihrem Vieh noch hinterher, aber der hörte einfach nicht. Mich nervte er nach einigen Sekunden einfach nur, also bellte ich kurz mit einem "Hau ab!" zurück - und siehe da, auf MICH hörte er! Das sollte seiner Familie zu denken geben ;) Ach ja, zum Thema, ob das Vieh eine Katze oder ein Hund war: Wenn es von einem Staubsauger eingesaugt werden kann, dann ist es ja eigentlich kein Hund. Und auch wenn es von einer Katze gefressen werden kann, ist es nicht wirklich ein Hund ... insofern muss ich hier einfach ein Fragezeichen hinter die Tierart setzen ;)

Mittwoch, 20. März 2013

Das Phänomen "Frühjahrs-Klassiker"

Am Wochenende sollte die Straßensaison eigentlich in Ascheffel und Nortorf im Norden der Nation beginnen. Natürlich keine Kriterien, sondern Straßenrennen. Eine Woche später gibt es dann wieder ein Sachsenring-Rennen - die schöne Variante, auf dem kompletten Ring. Ende August gibt es wieder ein Sachsenring-Rennen, aber dann wohl nur ein Kriterium. Und in Bayern geht es für die Jedermänner in Cadolzburg bzw. in Burggen ebenfalls mit Straßenrennen los. Die Rennen in Ascheffel und Nortorf wurden jetzt aber abgesagt: Der Winter ist noch zu nah. Das wäre mir aber auch so klar gewesen, denn solange die Wintersportarten noch "Saison haben", ist es für eine Sommersportart sicherlich noch zu früh. Die Absage also ein selbstgemachtes Problem des Radsports?

Als Quereinsteiger offenbart sich mir das Phänomen "Frühjahrs-Klassiker" einfach nicht. Bei Mailand-Sanremo wurden 60 km im Auto "bewältigt", weil man Schneefall hatte. Ich kann diesen Zwang einfach nicht nachvollziehen, schöne Straßenrennen unbedingt immer im März oder April zu terminieren. Ab Mai machen sich die schönen Straßenrennen dann zunehmend rarer, obwohl das Wetter zunehmend besser wäre, um solch schöne Straßenrennen auch mehr genießen zu können. Stattdessen gibt es ab Mai fast nur noch Kriterien. Eine gleichmäßigere Verteilung der verschiedenen Rennarten über die gesamte Saison wäre einfach wünschenswert. Nicht umsonst macht einem die Teilnahme an einem Straßenrennen im Sommer, wie beim Vogtland-Cup in Coschütz oder bei Tour de Hesselberg, mehr Spaß. Und als Veranstalter ist man auch auf der relativ sicheren Seite: Ich habe noch nicht gehört, dass ein Rennen im Sommer wegen Schneefalls abgesagt werden musste ...

Ich hätte gar nix dagegen, wenn die Saison für die "Frühformler" erst mal mit Kriterien beginnen würde. Die könnte ich gut sausen lassen. Bei einem Rennen wie auf dem Sachsenring hingegen schmerzt es mir, dort erneut nicht mitfahren zu können. Das Rennen kommt einfach zu früh für mich. Auch Cadolzburg Ende April ist mir immer noch etwas zu früh. Über ein Kriterium würde ich das niemals sagen müssen ;)

Und wo ich bei Kriterien bin: Falls ihr aus der Region bzw. Nordbayern und angrenzende Regionen seid, dann habt ihr ja meine Google Plus Seite "Rennradgebiet östliche Hersbrucker Schweiz" sicherlich gebookmarkt und dort schon meine gestrigen Hinweise zu den neuesten Ausschreibungen gelesen, oder? ;)