Mir geht es gar nicht gut ... weil ich erstmals seit Ende 2009 wieder richtig krank geworden bin. Abgesehen von der Magen-Darm-Grippe, die mich im Februar 24 Stunden lang nervte. Aber jetzt bin ich mal wieder ungefähr 'ne Woche außer Gefecht gesetzt, was ich lange Zeit vermeiden konnte.
Das Timing scheint dabei zu passen, denn mein Spiel am Sonntag konnte ich gerade noch pfeifen. Das nächste ist am folgenden Sonntag - und bis dahin sollte ich wieder fit sein. In der Zwischenzeit mal eine Art Roundup ...
Letzten Mittwoch war ich im Fußballtraining und musste eigentlich von Beginn an gegen den Schmerz arbeiten. Ich hatte aber nie so recht einen Druckschmerz, weshalb ich bis zum Ende durchgezogen habe. Die nächsten zwei Tage plagte mich dann aber vor allem meine Oberschenkelmuskulatur am anderen Bein, weshalb ich am Freitag nicht beim Spiel mitwirken konnte. Das wäre nämlich eine Option gewesen. Stattdessen hoffte ich, dass ich die beiden Spiele am Samstag und Sonntag würde ohne Probleme pfeifen können. "Beintechnisch" war das auch der Fall, obwohl ich im Knie ständig so einen ziehenden Schmerz habe. Das bewerte ich aber mal als gut, denn zuvor war es ja dieser extreme Druckschmerz, der punktuell auftrat. Dieser ziehende Schmerz hingegend ist eher ständig da, aber vor allem nervig, nicht wirklich behindernd. Insofern hoffe ich, dass ich mit meiner "Arbeit gegen den Schmerz" weitermachen kann, sobald ich wieder fit bin. Die AHs in Schlicht haben aber, wenn ich das recht verstanden habe, keine Spiele mehr vor dem Winter. Naja. Training reicht auch erst mal.
Mir fiel dieser Tage auch auf, dass die frühen Terminanmeldungen auf rad-net Früchte tragen, was die leidigen Terminüberschneidungen anbelangt. Also zumindest in Bayern. Sieht man sich die Termine in Sachsen und vor allem Thüringen an, dann gibt es nicht viel, das sich überschneiden könnte. In Bayern aber war ja vor allem der 28.4. mit 4 Straßenrennen ein Extremfall. Cadolzburg scheint diesen Terminkampf gewonnen zu haben, Karbach rutschte gleich einen Monat nach hinten auf den 26.5.! Das finde ich generell toll, weil ich Karbach ja gerne mal etwas später fahren wollte, wenn die Form hoffentlich schon etwas besser ist. Am 28.4. bleibt einzig die mittlerweile schon traditionelle Überschneidung mit dem Jedermannrennen in Münchenbernsdorf. Ein Rundstreckenrennen, das ich nur vom Hörensagen kenne, weil ich eben jedesmal bei einem Straßenrennen in Bayern am Start war. Nächstes Jahr wird sich das also wohl auch nicht ändern. Straßenrennen stehen bei mir ja grundsätzlich an erster Stelle.
Die Verschiebung von Karbach mag den ein oder anderen nordbayrischen Jedermann vielleicht nicht ganz so gefallen, wenn man schon mal davon gehört hat, wann nächstes Jahr die Bayern-Rundfahrt in Nürnberg ankommen soll. Das beunruhigt mich auch ein bisschen, weil es von der Anfahrt her ein extremer Unterschied ist. Aber man muss eben auch abwarten, ob die Jedermänner von der Integration in die Bayern-Rundfahrt profitieren und somit wieder ein Straßenrennen in der Landschaft um Nürnberg herum bekommen, oder ob ich mir dann einfach sage: "Durch graue Häuserschluchten Karussell fahren kann ich das ganze Jahr über, angestrengt durch die Landschaft klettern kann man nur ganz selten ..." ;)
Disclaimer - wenn man so will
In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)
Team 2019
Team 2019
2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen
2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen
Dienstag, 16. Oktober 2012
Montag, 8. Oktober 2012
Die Bedeutung von rechtzeitiger Planung im Radsport
Der Radsportverband setzt die Frist für die Terminanmeldung von Rennen für das folgende Kalenderjahr immer weiter nach vorn. Doch das hat alles seinen Sinn und Zweck. Ausnahmsweise muss man hier den Verband mal loben - und einen Teil der ausrichtenden Vereine schimpfen. Sieht man sich auf rad-net die bisherigen Eintragungen an, dann muss einem um den Straßenradsport in Thüringen und Sachsen Angst und Bange werden. Die Frist für Rennen, die in den Bundeskalender kommen sollen, ist nämlich schon Anfang des Monats abgelaufen - aber speziell in Thüringen stehen nur 3 Veranstaltungen im Straßenkalender für 2013! Ist der Radsport in Thüringen wirklich so tot?!?
Bis Ende des Monats kann sich aber noch etwas ändern, da Rennen für den Landesverbandskalender bis dahin ihre Frist haben. Was mit Rennen passiert, die die Frist verpassen, weiß ich allerdings auch nicht. Diese Information findet sich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Veranstalter dann Probleme mit der Terminfestlegung bekommen, weil der Verband ihnen dann einige wenige "freie" Termine anbietet, der Veranstalter aber nicht mehr von sich aus mit Terminvorschlägen kommen kann. Und das ist dann natürlich ein Problem, weil man als Veranstalter den Termin mit den örtlichen Behörden abstimmen muss. Daher sind diese frühen Fristen des Verbandes eine gute Sache - wenn die Vereine ihre Planung ebenfalls rechtzeitig treffen und vor allem auch mitteilen! Es soll ja auch Vereine geben, die mit den örtlichen Behörden schon längst alles geklärt haben, aber bis 5 vor 12 warten, um den Termin auch auf rad-net anzumelden ...
Warum diese frühe Terminameldung für die Termin-Koordination aber auch so wichtig ist, sieht man vor allem am Beispiel Bayern: Am 28.4. sind aktuell nicht 2, nicht 3, sondern gleich 4 (sprich: viiiiiiiiiier!!!) Straßenrennen eingetragen!!! Ich hatte mich letzten Winter schon darüber aufgeregt, dass alle Vereine, die Straßenrennen ausrichten, aus irgendeinem Grund diese Macke haben, dass sie ihre Rennen unbedingt alle im Mai oder direkt um den Mai herum ausrichten müssen, obwohl ab Juni dann immer ein absolutes Vakuum an Straßenrennen herrscht - es sei denn, man würde die "touristischen Straßenrennangebote" nutzen, die hier offensichtlich auch in eine Marktlücke stoßen. Durch die frühe Terminanmeldung wird sich diese 4-fach-Terminkollision aber hoffentlich entwirren lassen. Für mich als Hobbyfahrer dürften aber eh nur 2 Rennen relevant sein: Cadolzburg und Karbach. Aber Karbach werde ich mir zu dem frühen Zeitpunkt sowieso nicht mehr antun. Das ist kein Rennen, um sich Form aufzubauen, da muss man schon mit Form anreisen, wenn der ein oder andere "nicht-wirklich-Hobbyfahrer" sich denkt, dass er die echten Hobbyfahrer gleich zu Rennbeginn an der schwierigen Steigung durch eine Art "Zielbergsprint" frühzeitig abhängen muss. Wenn das Rennen schon nach nicht einmal 10 Minuten gelaufen ist, dann kann auch ein schönes Straßenrennen für einen Hobbyfahrer zu einem "doofen Rennen" werden. Ich würde Karbach wirklich gerne mal im Juni oder Juli fahren.
Am 16.6. wurde übrigens die 2. Ausrichtung des Heilsbronner Kriteriums eingetragen. Das war dieses ulkige 10-km-Kriterium ohne Startgebühr, bei dem wir uns Nummernleibchen (!!!) über die Trikots ziehen mussten. Ob man 2013 richtige Startnummern verwendet, werde ich nicht herausfinden können. Das Rennen war zwar als ein Jedermann über rad-net ausgeschrieben, war dann aber doch eher eine Art Fette-Reifen für Erwachsene. Die Teilnehmer mit Rennrädern waren doch in der Minderheit - und alle aus der Umgebung der Stadt. Es wurde da auch eine Stadtmeisterschaft für Hobbyfahrer ausgefahren. Ich hatte das letztes Jahr doch einem Trainingswochenende vorgezogen, weil die Anfahrt keine Stunde war und man keine Startgebühr zahlen musste, aber Spaß kam bei so einer Veranstaltung wirklich nicht auf. Wer mit dem Rad nach Heilsbronn fahren kann, der kann das sicherlich einem Trainingstag vorziehen, aber die Anreise per Auto würde ich für diese Veranstaltung nicht empfehlen.
Bis Ende des Monats kann sich aber noch etwas ändern, da Rennen für den Landesverbandskalender bis dahin ihre Frist haben. Was mit Rennen passiert, die die Frist verpassen, weiß ich allerdings auch nicht. Diese Information findet sich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Veranstalter dann Probleme mit der Terminfestlegung bekommen, weil der Verband ihnen dann einige wenige "freie" Termine anbietet, der Veranstalter aber nicht mehr von sich aus mit Terminvorschlägen kommen kann. Und das ist dann natürlich ein Problem, weil man als Veranstalter den Termin mit den örtlichen Behörden abstimmen muss. Daher sind diese frühen Fristen des Verbandes eine gute Sache - wenn die Vereine ihre Planung ebenfalls rechtzeitig treffen und vor allem auch mitteilen! Es soll ja auch Vereine geben, die mit den örtlichen Behörden schon längst alles geklärt haben, aber bis 5 vor 12 warten, um den Termin auch auf rad-net anzumelden ...
Warum diese frühe Terminameldung für die Termin-Koordination aber auch so wichtig ist, sieht man vor allem am Beispiel Bayern: Am 28.4. sind aktuell nicht 2, nicht 3, sondern gleich 4 (sprich: viiiiiiiiiier!!!) Straßenrennen eingetragen!!! Ich hatte mich letzten Winter schon darüber aufgeregt, dass alle Vereine, die Straßenrennen ausrichten, aus irgendeinem Grund diese Macke haben, dass sie ihre Rennen unbedingt alle im Mai oder direkt um den Mai herum ausrichten müssen, obwohl ab Juni dann immer ein absolutes Vakuum an Straßenrennen herrscht - es sei denn, man würde die "touristischen Straßenrennangebote" nutzen, die hier offensichtlich auch in eine Marktlücke stoßen. Durch die frühe Terminanmeldung wird sich diese 4-fach-Terminkollision aber hoffentlich entwirren lassen. Für mich als Hobbyfahrer dürften aber eh nur 2 Rennen relevant sein: Cadolzburg und Karbach. Aber Karbach werde ich mir zu dem frühen Zeitpunkt sowieso nicht mehr antun. Das ist kein Rennen, um sich Form aufzubauen, da muss man schon mit Form anreisen, wenn der ein oder andere "nicht-wirklich-Hobbyfahrer" sich denkt, dass er die echten Hobbyfahrer gleich zu Rennbeginn an der schwierigen Steigung durch eine Art "Zielbergsprint" frühzeitig abhängen muss. Wenn das Rennen schon nach nicht einmal 10 Minuten gelaufen ist, dann kann auch ein schönes Straßenrennen für einen Hobbyfahrer zu einem "doofen Rennen" werden. Ich würde Karbach wirklich gerne mal im Juni oder Juli fahren.
Am 16.6. wurde übrigens die 2. Ausrichtung des Heilsbronner Kriteriums eingetragen. Das war dieses ulkige 10-km-Kriterium ohne Startgebühr, bei dem wir uns Nummernleibchen (!!!) über die Trikots ziehen mussten. Ob man 2013 richtige Startnummern verwendet, werde ich nicht herausfinden können. Das Rennen war zwar als ein Jedermann über rad-net ausgeschrieben, war dann aber doch eher eine Art Fette-Reifen für Erwachsene. Die Teilnehmer mit Rennrädern waren doch in der Minderheit - und alle aus der Umgebung der Stadt. Es wurde da auch eine Stadtmeisterschaft für Hobbyfahrer ausgefahren. Ich hatte das letztes Jahr doch einem Trainingswochenende vorgezogen, weil die Anfahrt keine Stunde war und man keine Startgebühr zahlen musste, aber Spaß kam bei so einer Veranstaltung wirklich nicht auf. Wer mit dem Rad nach Heilsbronn fahren kann, der kann das sicherlich einem Trainingstag vorziehen, aber die Anreise per Auto würde ich für diese Veranstaltung nicht empfehlen.
Sonntag, 7. Oktober 2012
Abseits bei Einzel-Schiedsrichtern
Ich habe heute erstmals in der neuen Fußball-Saison wieder gepfiffen und es lief generell recht gut. Ich bin immer sehr selbstkritisch, aber heute hatte ich nicht viel Grund, um mich selbst und meine Entscheidungen in Frage zu stellen. Es gibt auch diesen Spruch: "Ein guter Schiedsrichter kommt ohne Karten aus". Ist mir zwar nicht ganz gelungen, aber es blieb bei einer einzigen gelbe Karte.
Allerdings bewegt mich das heutige Spiel dazu, dass ich mal ein generelles Statement zu "Abseits bei Einzel-Schiedsrichtern" tätige. Denn das ist ein Phänomen, das schon seit Jahren in den unterklassigen Ligen sein Unwesen treibt. Jeder kennt ja die Schiedsrichter-Gespanne aus dem Fernsehen, bei denen ein Linienrichter genau auf Abseitshöhe mitläuft und dennoch nicht immer alles ganz richtig sieht, weil die menschliche Wahrnehmungsgabe eben seine Grenzen hat. Die Schiedsrichter selbst würden ohne ihre Linienrichter sehr häufig falsche bzw. schlechte Entscheidungen treffen. In den unterklassigen Ligen hat man aber keine Gespanne, sondern nur Einzel-Schiedsrichter.
Das bedeutet, dass in den meisten Fällen eine eindeutige Abseitsposition vorliegen muss, damit man sie als Einzel-Schiedsrichter erkennen und somit ahnden kann. Da man kein Landvermesser ist, können teilweise 2, 3 Meter je nach Perspektive noch wie gleiche Höhe aussehen. Früher war gleiche Höhe Abseits, aber das wurde dann geändert, weil man dadurch mehr Chancen und somit Tore bewirken wollte. Und was viele Leute auch nicht wissen: Im Zweifelsfall soll man laufen lassen. Ist ja auch logisch: Wenn man eine Situation nicht richtig gesehen hat, wie sollte man sie dann beurteilen können? Man ist dann gar dazu qualifiziert, eine Entscheidung zu treffen. Würde man es dennoch tun, dann wäre das eine Art Lotto.
All dies bewirkt, dass im unterklassigen Fußball normalerweise eindeutige Abseitsstellungen vorliegen müssten. Das wiederum würde jeder intelligenten Mannschaft sagen: Tief stehen, gar nicht erst riskieren, dass man in einer knappen Abseitssituation in Gefahr gerät. Das Phänomen, von dem ich oben aber gesprochen habe, ist das Gegenteil! Es gibt immer wieder Teams, die sich einbilden, dass sie eine gute Abseitsfalle hätten. Liebe Leute: Wenn ihr eine gute Abseitsfalle hättet, wieso spielt ihr dann so weit unten Fußball, dass eure Spiele nur von Einzel-Schiedsrichtern statt von Gespannen geleitet werden?!?!?!? Hopfen und Malz ...
Allerdings bewegt mich das heutige Spiel dazu, dass ich mal ein generelles Statement zu "Abseits bei Einzel-Schiedsrichtern" tätige. Denn das ist ein Phänomen, das schon seit Jahren in den unterklassigen Ligen sein Unwesen treibt. Jeder kennt ja die Schiedsrichter-Gespanne aus dem Fernsehen, bei denen ein Linienrichter genau auf Abseitshöhe mitläuft und dennoch nicht immer alles ganz richtig sieht, weil die menschliche Wahrnehmungsgabe eben seine Grenzen hat. Die Schiedsrichter selbst würden ohne ihre Linienrichter sehr häufig falsche bzw. schlechte Entscheidungen treffen. In den unterklassigen Ligen hat man aber keine Gespanne, sondern nur Einzel-Schiedsrichter.
Das bedeutet, dass in den meisten Fällen eine eindeutige Abseitsposition vorliegen muss, damit man sie als Einzel-Schiedsrichter erkennen und somit ahnden kann. Da man kein Landvermesser ist, können teilweise 2, 3 Meter je nach Perspektive noch wie gleiche Höhe aussehen. Früher war gleiche Höhe Abseits, aber das wurde dann geändert, weil man dadurch mehr Chancen und somit Tore bewirken wollte. Und was viele Leute auch nicht wissen: Im Zweifelsfall soll man laufen lassen. Ist ja auch logisch: Wenn man eine Situation nicht richtig gesehen hat, wie sollte man sie dann beurteilen können? Man ist dann gar dazu qualifiziert, eine Entscheidung zu treffen. Würde man es dennoch tun, dann wäre das eine Art Lotto.
All dies bewirkt, dass im unterklassigen Fußball normalerweise eindeutige Abseitsstellungen vorliegen müssten. Das wiederum würde jeder intelligenten Mannschaft sagen: Tief stehen, gar nicht erst riskieren, dass man in einer knappen Abseitssituation in Gefahr gerät. Das Phänomen, von dem ich oben aber gesprochen habe, ist das Gegenteil! Es gibt immer wieder Teams, die sich einbilden, dass sie eine gute Abseitsfalle hätten. Liebe Leute: Wenn ihr eine gute Abseitsfalle hättet, wieso spielt ihr dann so weit unten Fußball, dass eure Spiele nur von Einzel-Schiedsrichtern statt von Gespannen geleitet werden?!?!?!? Hopfen und Malz ...
Dienstag, 2. Oktober 2012
Von Begründungen und Ausreden
Letzten Samstag war ich mit einem Vereinskollegen in der südöstlichen Hersbrucker Schweiz unterwegs - mit Einkehr in Lieritzhofen. Das ist das Leben, solche Touren machen Spaß. Aber nur dann, wenn der Körper auch (noch) mitspielt. Mein Knieproblem wird immer schlimmer und hat mich heute trotz des tollen Wetters mit sehr viel Qual durchs Pegnitztal gurken lassen. Und drum waren auch die Gedanken während der Fahrt nicht sonderlich positiv, was zu einem "Motzki-Eintrag" in meinem Blog führt ...
Mir schoss nämlich noch mal durch den Kopf, dass in Nürnberg doch tatsächlich auch in diesem Jahr mehr Teilnehmer am Start waren als bei Tour de Hesselberg. Nürnberg war somit immer noch das größte Jedermannrennen Bayerns. Prinzipiell ist es ja gut, dass weiterhin so gute Teilnehmerzahlen erreicht werden. Noch besser ist es eigentlich, dass dieses Teilnehmerzahlen bei einem öden Rundstreckenrennen durch graue Häuserschluchten und über teilweise grobes Kopfsteinpflaster erzielt wurden. Denn schließlich haben sich da ja eine ganze Menge "Begründungen" in Luft aufgelöst, die man von vielen Hobbyfahrern sonst immer so hört, wenn sie ihre Nicht-Teilnahme an den sonstigen öden Rundstreckenrennen durch graue Häuserschluchten rechtfertigen wollen. Trendwende? Oder erweisen sich die "Begründungen" bei einigen Fahrern schlicht und ergreifend als Ausreden?
Denn es ist doch so: Rundstreckenrennen durch graue Häuserschluchten sind in Bayern die häufigste Rennform, bei der Hobbyfahrer an den Start gehen können. Nachdem ich das schon mehrere Jahre mitgemacht habe, flogen dieses Jahr weiter entfernte Rennen dieser Art aus meinem Kalender. Auf Dauer ist das einfach unattraktiv, ich brauchte mal etwas Abstand. Die meisten Hobbyfahrer haben aber keine "Überdosis" an Rennen solcher Art "auszukurieren", sondern lehne diese Rennen strikt mit den üblichen Begründungen ab:
- "Keinen Bock, nur so eine kleine Runde zu fahren"
- "Keinen Bock, mitten in der Stadt zu fahren. Rennen durch die Landschaft sind schöner" (Und das stimmt ja auch: Rennen durch die Landschaft sind zweifelsohne schöner für uns Fahrer, aber leider unattraktiver für Zuschauer und Sponsoren)
- "Keinen Bock, nur so ein kurzes Rennen zu fahren"
- "Keinen Bock, mir auf diesem groben Kopfsteinpflaster das Material zu schrotten"
- "Keinen Bock, ständig nur rund um den Dorfplatz/die Dorfkirche zu kreisen" (in Nürnberg natürlich Hauptmarkt bzw. Marienkirche oder wie das Teil heißt - ich kenn mich mit Kirchen nicht weiter aus)
So in der Art hört sich das normalerweise an. All diese "Begründungen" hätte man dieses Jahr auch auf Nürnberg anwenden können. Dennoch waren mehr Teilnehmer als bei so einem schönen Straßenrennen wie Tour de Hesselberg am Start. Eigentlich dachte ich, ich hätte die Denkweise der meisten Jedermänner verstanden und dachte, dass sie nur deswegen die teuren Straßenrennen des German Cycling Cup und anderer Kommerz-Veranstaltungen bevorzugen, weil das eben schöne Rennen durch schöne Landschaften statt auf einer kleinen Runde durch eine Ortschaft sind. Ich konnte diese Denkweise schließlich auch sehr gut nachvollziehen, weil ich auch viel lieber Straßenrennen durch eine schöne Landschaft fahre statt in einer Ortschaft Karussel fahren zu müssen. Insofern gibt mir das diesjährige Rennen in Nürnberg ein Rätsel auf.
Wie ich weiter oben schon schrieb: Deutet sich hier eine Trendwende an? Es wäre ja schön für die Vereine, die die vermeintlich "kleinen" Rennen ausrichten, wenn dort nicht nur 20 Fahrern, sondern auch mal wieder um die 50 Fahrer am Start stehen würden. In Altdorf hat man solche Teilnehmerzahlen nämlich schon mal erreicht. Aber irgendwie scheinen mir die Beweggründe vieler "Gelegenheitstäter" schlicht und ergreifend ein zu großes Mysterium zu sein, um nachvollziehen zu können, wieso die Fahrer bei manchen Rennen in Scharen anstehen, aber wieso man bei anderen jeden Teilnehmer per Handschlag begrüßen könnte. Ein Radrennen ist ein Radrennen ist ein Radrennen ... oder etwa nicht? Jedenfalls lasse ich die obigen "Begründungen" nur noch bei den Leuten zu, die in Nürnberg NICHT am Start standen. Bei allen anderen sind diese "Begründungen" dann nur Ausreden. Zumindest aber müsste man verstehen können, wenn ich jemandem, der dieses Jahr in Nürnberg am Start war, die obigen Begründungen nicht mehr abkaufen kann, wenn mal wieder versucht wird zu erklären, wieso man in Strullendorf oder Kulmbach lieber daheim geblieben ist ... wobei man für eine Nicht-Teilnahme an einem Rennen natürlich auch jederzeit völlig andere GUTE Gründe haben kann ;)
Mir schoss nämlich noch mal durch den Kopf, dass in Nürnberg doch tatsächlich auch in diesem Jahr mehr Teilnehmer am Start waren als bei Tour de Hesselberg. Nürnberg war somit immer noch das größte Jedermannrennen Bayerns. Prinzipiell ist es ja gut, dass weiterhin so gute Teilnehmerzahlen erreicht werden. Noch besser ist es eigentlich, dass dieses Teilnehmerzahlen bei einem öden Rundstreckenrennen durch graue Häuserschluchten und über teilweise grobes Kopfsteinpflaster erzielt wurden. Denn schließlich haben sich da ja eine ganze Menge "Begründungen" in Luft aufgelöst, die man von vielen Hobbyfahrern sonst immer so hört, wenn sie ihre Nicht-Teilnahme an den sonstigen öden Rundstreckenrennen durch graue Häuserschluchten rechtfertigen wollen. Trendwende? Oder erweisen sich die "Begründungen" bei einigen Fahrern schlicht und ergreifend als Ausreden?
Denn es ist doch so: Rundstreckenrennen durch graue Häuserschluchten sind in Bayern die häufigste Rennform, bei der Hobbyfahrer an den Start gehen können. Nachdem ich das schon mehrere Jahre mitgemacht habe, flogen dieses Jahr weiter entfernte Rennen dieser Art aus meinem Kalender. Auf Dauer ist das einfach unattraktiv, ich brauchte mal etwas Abstand. Die meisten Hobbyfahrer haben aber keine "Überdosis" an Rennen solcher Art "auszukurieren", sondern lehne diese Rennen strikt mit den üblichen Begründungen ab:
- "Keinen Bock, nur so eine kleine Runde zu fahren"
- "Keinen Bock, mitten in der Stadt zu fahren. Rennen durch die Landschaft sind schöner" (Und das stimmt ja auch: Rennen durch die Landschaft sind zweifelsohne schöner für uns Fahrer, aber leider unattraktiver für Zuschauer und Sponsoren)
- "Keinen Bock, nur so ein kurzes Rennen zu fahren"
- "Keinen Bock, mir auf diesem groben Kopfsteinpflaster das Material zu schrotten"
- "Keinen Bock, ständig nur rund um den Dorfplatz/die Dorfkirche zu kreisen" (in Nürnberg natürlich Hauptmarkt bzw. Marienkirche oder wie das Teil heißt - ich kenn mich mit Kirchen nicht weiter aus)
So in der Art hört sich das normalerweise an. All diese "Begründungen" hätte man dieses Jahr auch auf Nürnberg anwenden können. Dennoch waren mehr Teilnehmer als bei so einem schönen Straßenrennen wie Tour de Hesselberg am Start. Eigentlich dachte ich, ich hätte die Denkweise der meisten Jedermänner verstanden und dachte, dass sie nur deswegen die teuren Straßenrennen des German Cycling Cup und anderer Kommerz-Veranstaltungen bevorzugen, weil das eben schöne Rennen durch schöne Landschaften statt auf einer kleinen Runde durch eine Ortschaft sind. Ich konnte diese Denkweise schließlich auch sehr gut nachvollziehen, weil ich auch viel lieber Straßenrennen durch eine schöne Landschaft fahre statt in einer Ortschaft Karussel fahren zu müssen. Insofern gibt mir das diesjährige Rennen in Nürnberg ein Rätsel auf.
Wie ich weiter oben schon schrieb: Deutet sich hier eine Trendwende an? Es wäre ja schön für die Vereine, die die vermeintlich "kleinen" Rennen ausrichten, wenn dort nicht nur 20 Fahrern, sondern auch mal wieder um die 50 Fahrer am Start stehen würden. In Altdorf hat man solche Teilnehmerzahlen nämlich schon mal erreicht. Aber irgendwie scheinen mir die Beweggründe vieler "Gelegenheitstäter" schlicht und ergreifend ein zu großes Mysterium zu sein, um nachvollziehen zu können, wieso die Fahrer bei manchen Rennen in Scharen anstehen, aber wieso man bei anderen jeden Teilnehmer per Handschlag begrüßen könnte. Ein Radrennen ist ein Radrennen ist ein Radrennen ... oder etwa nicht? Jedenfalls lasse ich die obigen "Begründungen" nur noch bei den Leuten zu, die in Nürnberg NICHT am Start standen. Bei allen anderen sind diese "Begründungen" dann nur Ausreden. Zumindest aber müsste man verstehen können, wenn ich jemandem, der dieses Jahr in Nürnberg am Start war, die obigen Begründungen nicht mehr abkaufen kann, wenn mal wieder versucht wird zu erklären, wieso man in Strullendorf oder Kulmbach lieber daheim geblieben ist ... wobei man für eine Nicht-Teilnahme an einem Rennen natürlich auch jederzeit völlig andere GUTE Gründe haben kann ;)
Freitag, 21. September 2012
Der Wandel zum Kletterer
Schon seit ich mit dem Radsport angefangen habe, nutze ich den Herbst nach Saisonende zu Erkundungstouren. Durch mein bisher frühestes Saisonende kann ich dieses Jahr wesentlich mehr als die Jahre zuvor erkunden, wobei das eigentlich schon Anfang Juni angefangen hatte. In dem Zusammenhang kam mir auch in den Sinn, dass der diesjährige Rennkalender, über den ich mich mehrmals aufgeregt hatte, mir einfach mehr Spielraum für diese Erkundungstouren ließ. Das Wettkampf-orientierte Training konnte ich Ende Mai einstellen und stattdessen als Genussfahrer nach schönen, neuen Strecken suchen. Idealerweise bergauf.
Generell hat mir Klettern erstmals 2008 Spaß gemacht, als ich den Dreh mal für kurze Zeit raus hatte bzw. die Form wohl einfach stimmte. Klettern in Form - das machte mir damals sofort Spaß. Allerdings war ich auch eher nur für kurze Steigungen bis 1 km zu gebrauchen. Diese durften dann ruhig auch etwas hochprozentiger sein. 2009 und 2010 klappte es dann nicht so recht, aber 2011 konnte ich mich zwei Mal wieder selbst überraschen. Das hatte aber wohl auch einen anderen Grund. Und zwar einen, der aus einer schlechten Sache hervorging. Man sagt ja immer, dass etwas Schlechtes auch was Gutes hat. In meinem Fall war das das Kriterium in Wartenberg letztes Jahr.
Damals kam einiges an Pech zusammen, u.a. eine Schaltung, die fast minütlich stärker ihren Geist aufgab. Da nur 6 Tage später das Hobbyrennen im Rahmen der Deutschen Straßenmeisterschaft in Meiningen stattfand, war also Eile geboten. Der Kauf eines neuen Rads würde schneller gehen als das Bestellen eines benötigten Ersatzteils meines 2007er-Rads. Und so entschied ich mich trotz sämtlicher vorheriger Bedenken für ein Carbonrad. Und der Kauf dieses Carbonrads, der durch das Negativerlebnis von Wartenberg begünstigt wurde, war mein Beginn hin zum Kletterer.
Okay, ich bin nach wie vor kein guter Kletterer, aber gleich beim ersten Einsatz in Meiningen hatte ich ein Positiverlebnis - und beim Napoleoncup zum Saisonende lief es ja sowieso super. Daher legte ich den Fokus für die Saison 2012 auf Straßenrennen. Aufgrund der fehlenden Form nützte mir dann aber auch das Carbonrad nix und ich fuhr nur hinterher. Es war eine einzige Qual. Ab Juni änderte sich das aber Stück für Stück.
Ich fuhr ohne große Trainingszwänge zahlreiche Steigungen, die ich vorher immer nur im Flachen passiert hatte. Alles rund ums Pegnitztal herum. Und jetzt, nach meinem Saisonende, ist das Gebiet zwischen der B14 und der A6 dran: Die südöstliche Hersbrucker Schweiz. Da gibt es jede Menge Steigungen - und die machten mir bisher eigentlich auch alle Spaß. Heute allein fuhr ich von Happurg rauf nach Deckersberg, was endlich mal eine etwas längere Steigung ist. Recht gleichmäßig und mit sehr moderater Steigung, aber eben endlich mal etwas länger. Und das war ein richtiger Genuss! Dabei habe ich ja gar keine Form mehr ...
Ohne die Schaltungsprobleme an meinem Aluminiumesel in Wartenberg hätte ich diese Entwicklung wohl nicht in dieser Form gemacht. Also hat das einfach auch was Gutes. Steigungen haben mich schon immer mehr fasziniert, und durch das freiere Fahren ohne die Zwänge von strengen Wettkampf-Trainingsplänen habe ich scheinbar ein viel besseres Grundniveau beim Klettern entwickelt. Das gipfelte sicherlich auch in dem überraschenden 6. Platz am Hesselberg, auch wenn ich das sportliche Niveau dort immer noch nur schwer einschätzen kann. Johann hatte einen Defekt und Markus konnte nicht seine gewohnte Kletterleistung abrufen, denke ich. Tatsache ist aber auf jeden Fall, dass ich nach 2009 einen riesen Bammel vor diesem Zielanstieg hatte und diese Hürde überraschend gut meistern konnte. Vor allem die Einteilung meiner Kräfte war nahezu optimal, was ich aber auch durch besagtes freieres Klettern seit Anfang Juni gut üben konnte.
Nix mehr von wegen "10 Minuten in diesem Pulsbereich, egal, ob die Steigung dann schon vorbei ist oder nicht" - Pustekuchen! Zu Beginn der Steigung schlage ich einfach einen erhöhten Rhythmus an, von dem ich ausgehe, dass ich ihn bis oben durchhalten kann. Die genaue Länge und Steilheit der Steigungen spielen dabei keine Rolle, ich passe meinen Rhythmus einfach flexibel an. Das widerspricht jeglichen wissenschaftlichen Trainingslehren, macht mir aber mehr Spaß und lässt mich auch besser klettern. So verkehrt kann es also nicht sein ;) (und Puls und Zeit von "Intervallen" spielen dabei keine Rolle mehr - einfach von Beginn bis Ende der Steigung schön rhythmisch und vor allem nach Gefühl (!) den Berg hinauf)
Und um nochmal die Länge der heutigen Steigung zum Deckersberg anzusprechen: Früher war es für mich undenkbar, dass ich so lange Steigungen gut finden würde. Mittlerweile hätte ich gerne noch längere Steigungen, um festzustellen, wie ich mit so etwas klarkomme. Den Deckersberg konnte ich heute trotz des lange Zeit nicht zu erahnenden Endes sehr entspannt hochfahren, weil ich einfach nie overpacete, was früher noch einer der Gründe war, dass ich nur Steigungen von maximal 1 km halbwegs gut fahren konnte. Lange Steigungen können echt faszinierend sein ...
Generell hat mir Klettern erstmals 2008 Spaß gemacht, als ich den Dreh mal für kurze Zeit raus hatte bzw. die Form wohl einfach stimmte. Klettern in Form - das machte mir damals sofort Spaß. Allerdings war ich auch eher nur für kurze Steigungen bis 1 km zu gebrauchen. Diese durften dann ruhig auch etwas hochprozentiger sein. 2009 und 2010 klappte es dann nicht so recht, aber 2011 konnte ich mich zwei Mal wieder selbst überraschen. Das hatte aber wohl auch einen anderen Grund. Und zwar einen, der aus einer schlechten Sache hervorging. Man sagt ja immer, dass etwas Schlechtes auch was Gutes hat. In meinem Fall war das das Kriterium in Wartenberg letztes Jahr.
Damals kam einiges an Pech zusammen, u.a. eine Schaltung, die fast minütlich stärker ihren Geist aufgab. Da nur 6 Tage später das Hobbyrennen im Rahmen der Deutschen Straßenmeisterschaft in Meiningen stattfand, war also Eile geboten. Der Kauf eines neuen Rads würde schneller gehen als das Bestellen eines benötigten Ersatzteils meines 2007er-Rads. Und so entschied ich mich trotz sämtlicher vorheriger Bedenken für ein Carbonrad. Und der Kauf dieses Carbonrads, der durch das Negativerlebnis von Wartenberg begünstigt wurde, war mein Beginn hin zum Kletterer.
Okay, ich bin nach wie vor kein guter Kletterer, aber gleich beim ersten Einsatz in Meiningen hatte ich ein Positiverlebnis - und beim Napoleoncup zum Saisonende lief es ja sowieso super. Daher legte ich den Fokus für die Saison 2012 auf Straßenrennen. Aufgrund der fehlenden Form nützte mir dann aber auch das Carbonrad nix und ich fuhr nur hinterher. Es war eine einzige Qual. Ab Juni änderte sich das aber Stück für Stück.
Ich fuhr ohne große Trainingszwänge zahlreiche Steigungen, die ich vorher immer nur im Flachen passiert hatte. Alles rund ums Pegnitztal herum. Und jetzt, nach meinem Saisonende, ist das Gebiet zwischen der B14 und der A6 dran: Die südöstliche Hersbrucker Schweiz. Da gibt es jede Menge Steigungen - und die machten mir bisher eigentlich auch alle Spaß. Heute allein fuhr ich von Happurg rauf nach Deckersberg, was endlich mal eine etwas längere Steigung ist. Recht gleichmäßig und mit sehr moderater Steigung, aber eben endlich mal etwas länger. Und das war ein richtiger Genuss! Dabei habe ich ja gar keine Form mehr ...
Ohne die Schaltungsprobleme an meinem Aluminiumesel in Wartenberg hätte ich diese Entwicklung wohl nicht in dieser Form gemacht. Also hat das einfach auch was Gutes. Steigungen haben mich schon immer mehr fasziniert, und durch das freiere Fahren ohne die Zwänge von strengen Wettkampf-Trainingsplänen habe ich scheinbar ein viel besseres Grundniveau beim Klettern entwickelt. Das gipfelte sicherlich auch in dem überraschenden 6. Platz am Hesselberg, auch wenn ich das sportliche Niveau dort immer noch nur schwer einschätzen kann. Johann hatte einen Defekt und Markus konnte nicht seine gewohnte Kletterleistung abrufen, denke ich. Tatsache ist aber auf jeden Fall, dass ich nach 2009 einen riesen Bammel vor diesem Zielanstieg hatte und diese Hürde überraschend gut meistern konnte. Vor allem die Einteilung meiner Kräfte war nahezu optimal, was ich aber auch durch besagtes freieres Klettern seit Anfang Juni gut üben konnte.
Nix mehr von wegen "10 Minuten in diesem Pulsbereich, egal, ob die Steigung dann schon vorbei ist oder nicht" - Pustekuchen! Zu Beginn der Steigung schlage ich einfach einen erhöhten Rhythmus an, von dem ich ausgehe, dass ich ihn bis oben durchhalten kann. Die genaue Länge und Steilheit der Steigungen spielen dabei keine Rolle, ich passe meinen Rhythmus einfach flexibel an. Das widerspricht jeglichen wissenschaftlichen Trainingslehren, macht mir aber mehr Spaß und lässt mich auch besser klettern. So verkehrt kann es also nicht sein ;) (und Puls und Zeit von "Intervallen" spielen dabei keine Rolle mehr - einfach von Beginn bis Ende der Steigung schön rhythmisch und vor allem nach Gefühl (!) den Berg hinauf)
Und um nochmal die Länge der heutigen Steigung zum Deckersberg anzusprechen: Früher war es für mich undenkbar, dass ich so lange Steigungen gut finden würde. Mittlerweile hätte ich gerne noch längere Steigungen, um festzustellen, wie ich mit so etwas klarkomme. Den Deckersberg konnte ich heute trotz des lange Zeit nicht zu erahnenden Endes sehr entspannt hochfahren, weil ich einfach nie overpacete, was früher noch einer der Gründe war, dass ich nur Steigungen von maximal 1 km halbwegs gut fahren konnte. Lange Steigungen können echt faszinierend sein ...
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