Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Teams 2018

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2018 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Freitag, 9. Dezember 2011

Saisonrückblick 2011 - Teil 4

Der Juni fing zunächst mit der "Trainingsmaßnahme" in Pförring an. Beim Rennen der Senioren 1 über 50 lange Kilometer konnte ich nochmal richtig gut Rennkilometer sammeln und hatte auf den letzten Kilometern ausnahmsweise mal den richtigen Spürsinn fürs Rennen. Ich blieb weitestgehend ruhig und windgeschützt, was bei dem starken Seitenwind einfach nur bedeutete, dass ich stets Fahrer zu meiner Linken haben musste, wurde dann aber doch zum Ende hin kurz eingeklemmt. Ich fuhr halt auf der rechten Seite - da wird man einfach schneller eingeklemmt, ist halt so! Aber für den 2. Platz im Sprint konnte ich mich dann doch noch rechtzeitig lösen. Wirklich gut organisierte "Trainingsmaßnahme", bei der man sogar eine Zielkamera verwendete. Somit war diese "Trainingsmaßnahme" eigentlich sogar besser organisiert als die meisten offiziellen Rennen in Bayern!!! <--- Drei Ausrufezeichen, oh ja! 2012 bin ich dort wieder am Start, ist fest eingeplant!

Nachdem das Rennen während der Woche an einem Donnerstag war, ging es nur wenige Tage zum nächsten offiziellen Rennen - was von der Organisation her gleiche mehrere Stufen unter der "Trainingsmaßnahme" in Pförring lag. In Heilsbronn bei Ansbach ließ man uns zwar ohne Startgebühr starten, dafür standen auch nur 10 km auf dem Plan. Ansbach ist nur 'ne Stunde entfernt und ein Teamkollege wollte dort eigentlich starten, also war ich eben auch am Start. Rückblickend eine Fehlentscheidung. Der Teamkollege startete dann kurzfristig doch bei einem anderen Rennen und das Rennen in Heilsbronn selbst war ja mal eine richtige Witzveranstaltung: Man gab uns "Nummernleibchen" aus billigem Stoff. Wozu hat man da atmungsaktive Radtrikots, wenn man durch so einen Schrott den Treibhauseffekt am eigenen Leibe nachempfinden darf?!? Vom eigentlichen Trikot war im Endeffekt auch gar nix mehr zu sehen, weshalb es wohl am besten gewesen wäre, wenn man ohne Oberteil gestartet wäre - einfach nur das dämliche Nummernleibchen übergestreift und los. Dann hatte man auch noch eine ungewohnt hohe Anzahl an Fahrern mit "fetten Reifen" - wo kamen die nur her?!? Mittlerweile zählen solche Fahrer bei Hobbyrennen normalerweise zu Exoten, weil es weitestgehend bekannt ist, dass das keine Larifari-Veranstaltungen, sondern vollwertige Radrennen sind. Und solche Fahrer vergessen bei einem Rennen natürlich gleich jegliche Verkehrsregeln, sprich: Das Rechtsfahrgebot! Die Straße ist ja abgesperrt, also kann man kreuz und quer über die Fahrbahn eiern. Und wenn das dann nicht nur 1 oder 2 Fahrer so tun, sondern 5 bis 10, dann ... hmmm ... naja ... dann ist das nicht gerade spaßig. Dort starte ich ganz gewiss nicht wieder ... was für ein dämliches "Rennen" ...

Die Woche drauf sollte es in Wartenberg besser laufen, obwohl ich gar nicht so recht dort fahren wollte. Aber Matthias war dort am Start und ich wollte trotz einiger kurzfristig aufgetretener Schaltungsprobleme irgendwie etwas dazu beitragen, dass er das Ding vielleicht würde gewinnen können. Am Ende kam Platz 2 für ihn heraus - aber ohne mein Zutun. Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu - so in etwa konnte man meinen Auftritt in Wartenberg umschreiben. Am Start hatte ich gleich so eine Pappnase vor mir. Oder eigentlich nicht. Ich hatte mich normal hinter Maik aufgestellt, doch besagte Pappnase musste sich noch irgendwie dazwischen quetschen. Da ich scheinbar immer noch zu gutmütig und nachsichtig bin, habe ich ihn passieren lassen, obwohl ich mir bei einem Blick auf ihn schon dachte, dass es ein Fahrer ohne Plan sein würde. Und genau das wurde mir beim Start zum Verhängnis. Der Vogel kam nicht in sein Pedal und HIELT AN statt einfach erst mal weiterzufahren. Links und rechts von mir drängten die restlichen Fahrer des Startfelds vorbei, was mich ebenfalls zum Absteigen zwang. Alternativ hätte ich einfach um ihn herumfahren und andere Fahrer abdrängen und somit gefährden können - und vielleicht auch sollen. Denn was brachte es mir, dass ich mich hier korrekt und sauber verhielt?!? Ich fuhr vom Start weg dem Feld hinterher - mit Schaltungsproblemen!!! Bis zur Zielkurve hatte ich mich die ersten Runden immer wieder rangekämpft, aber durch die Schaltungsprobleme konnte ich dann nicht den richtigen Gang für die Kopfsteinpflasterpassage auflegen und ließ dort jedesmal wieder abreißen. Nach ein paar Runden mit irrsinnig hohem Schnitt konnte ich das Loch dann gar nicht mehr zufahren und wurde 3 Runden vor Schluss sogar aus dem Rennen genommen. Schaltungsprobleme, Idiot am Start - es kam alles zusammen. Zwei Lektionen hat das Rennen gehabt: Bei Schaltungsproblemen sollte man nicht denken, dass es schon "irgendwie gehen wird", und man sollte nicht zulassen, dass sich Idioten in der Startaufstellung vor einen drängeln dürfen. Nächstes Jahr ist Wartenberg jedenfalls nicht mehr in meinem Rennkalender, weil die langwierige zweistündige Anreise für nicht einmal 20 Rennkilometer einfach unsinnig ist.

Die Woche drauf stand dann ein Saison-Highlight auf dem Plan: Die Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften in Meiningen. Doch mit dem Schaltungsdefekt würde das nicht klappen. Also was habe ich getan? Tja, das gleiche wie 2007: Ein neues Rad gekauft! Nach 4 Jahren durchaus okay, denke ich, wenn man mal wieder ein neues Rad kauft. Mit nur einer Trainingsfahrt auf dem neuen Rad war ich dann in Meiningen am Start und hatte einen riesen Spaß! Top-Organisation - eben eine Deutsche Meisterschaft! Es war DAS (Erlebnis-)Highlight der Saison und hat bei mir eine Sucht nach Straßenrennen ausgelöst. Schade, dass sich das in Meiningen wohl nicht wiederholen wird. Selbst die Parkplatz-Situation für die Teilnehmer war absolut vorbildlich organisiert. Das Rennen fand im Stadtzentrum auf dem Marktplatz statt - bei vergleichlichen Rennen muss man dann teilweise sehr weit abseits von Start/Ziel einen Parkplatz suchen, nicht aber hier! Die Parkplätze die Teilnehmer waren schon im Vorfeld auf der Website angegeben und von den Helfern wurden uns Teilnehmerkarten gereicht, durch die wir dann dort parken konnten - WIR, die Teilnehmer, wie es sich gehört! Exklusive, kostenlose Teilnehmerparkplätze direkt bei Start/Zeil - das war einfach das i-Tüpfelchen auf diese Top-Organisation in Meiningen! Alle Hobbyfahrer, die hier nicht dabei waren, sind selbst schuld!!!

Abgeschlossen wurde der Juni mit der Vereinsmeisterschaft im EZF, bei der ich sensationellerweise als bester "Normalo" auf Rang 5 landete. Es fehlten aber auch ein paar gute Zeitfahrer, muss erwähnt werden. Ich konnte jedenfalls durchaus unter Beweis stellen, dass ich als Zeitfahrer doch nicht ganz so schlecht bin wie man z.B. durch das EZF im Hirschbachtal 2010 hätte annehmen können. Der Kurs ließ der Vorteil von Zeitfahrmaterial schrumpfen - und schon war ich eben ähnlich wie beim Napoleoncup konkurrenzfähig!

Weiter geht es dann ab Juli ... mit mehr Karusselfahrten und nur noch wenigen "schönen Rennen" ...

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