Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Teams 2018

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2018 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Dienstag, 24. November 2015

Testlauf für T1-Test

Bevor ich nächsten Monat mit dem Jahrestrainingsplan nach Friel beginne, habe ich heute als Bestandsaufnahme mal einen T1-Test ins Programm genommen. Im Endeffekt wurde es eher nur ein Testlauf dafür, wie ich ihn später durchführen kann, weil einiges schief lief. Das finge schon mal damit an, dass mein Sattel schief war und ich daher nach 1 km wieder umdrehte, um ihn vernünftig auszurichten. Vorher war ich aber schon etwas gestresst, weil ich noch einen Auftrag fertigstellen musste und das Anlegen der "Winterzwiebel" auch wieder etwas länger dauerte. Die Probleme bei der Kopplung des TF-Sensors kam auch noch hinzu: Obwohl zwei Stunden vorher bei der Testkopplung alles perfekt war, bekam ich draußen nur den Speed-Sensor rein. Das kostete Zeite und Nerven. Da ich dann am Ende erst mit 45 Minuten Verspätung losfahren konnte, kamen auch leichte Zweifel ob des Tageslichts auf. Ich hatte zwar sowieso ursprünglich mit einer Stunde Puffer gerechnet, aber davon waren halt 45 Minuten schon aufgebraucht. Alles in allem fuhr ich also schon gestresst los, was für den Test natürlich nicht ideal war. Man sollte ja stets für möglichst ähnliche Rahmenbedingungen sorgen - aber bei zukünftigen T1-Tests will ich mir so einen Stress gerne ersparen...

Nochmal zum Koppeln von Speed- und TF-Sensor. Nach zweimaligem neuen Einschaltens des Ätsch 500 wurde der TF-Sensor endlich auch erkannt. Zwar steht in der Bedienungsanleitung, dass diese Sensoren vom Ätsch 500 nach einer ERSTMALIGEN Kopplung bei jedem zukünftigen Einschalten AUTOMATISCH erkannt werden, aber das kann man getrost vergessen! Meine aktuelle Arbeitstheorie ist eher, dass man vor dem Einschalten des Ätsch 500 sowohl das Vorderrad als auch das Pedal jedesmal bewegen muss, damit die Sensoren "aufwachen". Erst wenn sie "wach" sind, sollte man den Ätsch 500 einschalten! Bei der nächsten Fahrt werde ich diese Theorie in der Praxis prüfen - hoffentlich erfolgreich. Will nicht immer 5 Minuten blöd rumstehen, bis endlich alle Sensoren erkannt wurden. Und die Verknüpfung mit dem Satelliten dauert auch eine halbe Ewigkeit. Ich weiß gar nicht mal, ob ich diesmal eine Satellitenverbindungen bekam, weil ich mit dem Erkennen der anderen Sensoren schon genug beschäftigt war. Ich finde die Dauer, bis der Ätsch 500 das Satellitensignal hat, jedenfalls viel zu lang. Man müsste das Gerät theoretisch schon 5 Minuten vor der Fahrt einschalten, damit man nicht noch extra auf das Ätsch 500 warten muss. Allerdings steht das Rad dann ja noch im Haus, wo man natürlich kein Satellitensignal empfängt. Hol's der Kuckuck!

Nun aber zum Test an sich. Man soll ihn mit einer einzigen Übersetzung durchziehen. Die große Frage war natürlich, mit welcher Übersetzung ich das dann am besten hinbekomme. Vor der Fahrt dachte ich an 50/15, aber schon während der Fahrt wurde mir klar, dass das zu dick sein würde. Beim T1-Test soll man ja ungefähr 10 Schläge unter der Laktatschwelle fahren. Ich fing also mit 39/13 an - und verpasste die ersten 2, 3 Sekunden, weil ich die Taste beim ersten Drücken vermutlich nicht erwischt hatte. Mit Handschuhen kann man die Tasten des Ätsch 500 nur suboptimal bedienen, aber mit genügend Vorlaufzeit kann man den Finger schon so positionieren, dass man die Taste erfühlen kann.

Zu Beginn des Tests machte sich die latente Herzfrequenzmessung mal wieder bemerkbar. Der Puls blieb zu weit unten, aber vom Gefühl dachte ich mir, das würde schon passen. Also erhöhte ich den Einsatz nicht weiter und bekam dann auch schon bald den gewünschten Wert. Leider ist die Pulsmessung so dermaßen latent, dass er noch weiter anstieg und ich dann 2 Schläge über dem von Friel definierten Toleranzbereich lag. Also musste der gefühlte Einsatz entsprechend neu justiert werden. Das flutschte nicht so richtig, aber hätte schlimmer sein können. Generell bekam ich den Pulsbereich gut hin, denn am Ende des Tests war der Durchschnittspuls exakt 10 Schläge unter meiner Laktatschwelle. In Sachen Herzfrequenz/gefühltem Einsatz lief der Testlauf also schon ganz gut. Da kann ich mal einen Haken dahinter setzen.

Die andere große Frage war ja aber die Übersetzung. Anfangs noch okay, merkte ich hinter Etzelwang, dass die Übersetzung doch zu dick war. Also habe ich nach 5:50 auf 39/14 korrigiert. Als ich das Reinbachtal rauf Richtung Gaisheim (Ziel) fuhr, war ich abermals nicht mit der TF zufrieden. Unter 90, teilweise schon unter 80 - das ging ja mal gar nicht! Also nach 10 Minuten auf 39/15 korrigiert. Das war dann okay. In Zukunft werde ich also gleich mit dieser Übersetzung anfangen, auch wenn ich dann von Neukirchen nach Etzelwang eine etwas höhere TF von um die 110 produzieren dürfte, aber das ist ja keine schlechte Sache. Im Gegenteil! Ist ja eher gut, dass ich mich zu so einer TF zwinge.

Am Ende hatte ich handgestoppte 15:42 für die Teststrecke, die aber laut Daten nur 7,86 km statt der vermuteten 8 km waren. Egal, ich habe zwei visuelle Punkte für Start und Ziel gebraucht und behalte die auch bei. Auf Strava habe ich ein Segment erstellt, bei dem ich 15:44 unterwegs war. Macht Sinn, denn ich hatte ja zu Beginn des Tests ein zweites Mal drücken müssen, was die 2 Sekunden Differenz ausgemacht haben dürfte. Jedenfalls zeigt sich hier ein Vorteil von Strava, denn dort habe ich jetzt ein fest definiertes Segment und muss mich nicht darum kümmern, ob ich etwas später starte oder stoppe. Einzig einen Vergleich zu anderen Fahrern habe ich mit dem erstellen Segment nicht, weil da nur ein zweiter Fahrer gelistet ist, der aber mit 3 km/h unterwegs gewesen sein soll?!?!? Schon merkwürdig, denn sonst hat man bei allen Segmenten hier in der Region mindestens 10 Fahrer, die ihre Daten schon mal auf Strava hochgeladen haben. Aber egal, der Vergleich mit anderen ist eh nur eine Spielerei. Der Vergleich mit sich selbst ist ja der springende Punkt. Meine Zeit ist jedenfalls derzeit bei 15:44, was exakt einem 30er Schnitt entspricht. Ziel für den nächsten T1-Test in einem Monat: Mindestens unter 15:30. ;)

Was ich übrigens auch noch ganz nett fand: Die Rundendaten kann ich von Garmin Connect aus direkt in eine Excel-Datei kopieren. Tolle Sache, weil ich die Rundendaten dadurch nicht extra manuell in meine Excel-Tabellen eintragen muss. :)

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