Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Teams 2018

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2018 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Donnerstag, 19. November 2015

Strava, die Firma mit G und ein Sattel-Defekt

Also auch wenn ich keine Schleichwerbung machen will, so dürfte ja jeder wissen, welche Firma mit G u.a. den "Ätsch 500" hergestellt hat. Strava nenne ich beim Namen - das ist wohl etwas inkonsequent, aber generell kann man Strava ja kostenlos nutzen, während man G-Geräte grundsätzlich erst mal kaufen muss (falls man sie nicht bei irgendwelchen Gewinnspielen gewinnt oder sie gesponsert bekommen sollte). Ob das ein zulässiger Unterschied ist? Ach, ist ja eigentlich Wurst. ;)

Seit ich den Ätsch 500 habe, beschäftige ich mich zwangsläufig auch etwas mehr mit Strava und den dort vorhandenen Segmenten. Nachdem ich in den letzten Jahren schon mehrere Steigungen "von A nach B" auf Zeit gefahren bin und mir diese Zeiten notiert habe, werde ich diese entsprechenden Steigungen auch alle auf Strava erstellen, insofern sie nicht bereits vorhanden sind. Der Hauptgrund dafür ist im Endeffekt nur, dass ich meine Zeiten aus den Vorjahren vergleichen kann und mir die gefahrenen Zeiten gleichzeitig nicht mehr im Kopf merken muss. Okay, das hätte ich auch mit der Lap-Funktion lösen können, wenn ich mich mal eher damit beschäftigt hätte. Selbst schuld. ;)

Jedenfalls habe ich in dem Zusammenhang schon drei Segmente erstellt, bei den Strava meckerte, dass bereits sehr ähnliche Segmente erstellt wurden. Los ging das bei einer Fahrt durchs Hirschbachtal, als ich meinen langjährigen Intervallabschnitt von der Flussbrücke hinter Achtel rauf nach Fichtenhof erstellen wollte. Es war nämlich nur ein kürzeres Segment von Eschenfelden nach Fichtenhof vorhanden, was mir ja nicht viel bringt. Sieht man sich jetzt auch das Höhenprofil meines Segments an, dann wird sicherlich auch schnell ersichtlich, dass das schon Sinn gemacht hat, dass ich mein Segment erstellte und öffentlich gemacht habe.

Anders war es da schon mit dem Segment von der Abzweigung nach Kirchenreinbach rauf zur Abzweigung nach München. Da war ein Segment vorhanden, das nahezu identisch mit meinem Segment war, aber erst früher begann. Um weiterhin einen Vergleich mit meinen Zeiten der Vorjahre zu haben, habe ich hierfür ein privates Segment neu erstellt. Der Unterschied zu dem öffentlichen Segment ist auch fast eine halbe Minute, also war es für mich persönlich schon sinnvoll, dass ich mein eigenes Segment erstellt habe, aber für die öffentliche Nutzung wäre es wirklich nicht sinnvoll, weil es trotzdem nahezu identisch mit dem vorhandenen öffentlichen Segment ist.

Das dritte ähnliche Segment hätte ich wirklich kaum neu erstellen müssen - wenn es denn in der Segmentübersicht aufgetaucht wäre! Strava meldete zwar ein Duplikat, aber vermutlich ist dieses bereits erstellte Segment nicht öffentlich, sondern privat gewesen. Insofern habe ich für einen meiner Lieblingsanstiege, nämlich von Güntersthal rauf nach Hartenstein, ein neues öffentliches Segment erstellt.

Diese Strava-Segmente sind schon eine nette Spielerei, auch wenn ich sie vor allem zum bequemeren Vergleich meiner eigenen Zeiten und somit auch zu einer Art Formanalyse nutzen werde. Der Vergleich mit anderen Fahrern ist da reine Nebensache und bringt mir ja auch nix für mein eigenes Training.

Bei meiner letzten Fahrt habe ich auch den neuen G-Sensor getestet bzw. das Set, das aus zwei separaten Sensoren besteht. Ohne Kabelbinder und ohne Magneten - die Teile sind voll leicht montiert und können auch ganz leicht von einem Rennrad ans andere Rennrad ummontiert werden. Tolle Sache. Weniger toll war die Kopplung, weil man da weder in der Anleitung des Sensor-Sets noch in der Anleitung des Ätsch 500 brauchbare Hilfe fand. Der Ätsch 500 meldete zunächst nicht, dass er irgendeinen Sensor gefunden hätte. Die Funktion "Erneut scannen", die in der Anleitung des Ätsch 500 erwähnt wird, gibt es auf meinem Display gar nicht. Super! Stattdessen gab es aber eine Funktion "Search" (bei Spracheinstellung "deutsch" - auch super!), die mich aber nur ins übergeordnete Menü zurückbrachte?!? Nach etwas Googlei probierte ich mal den Unterpunkt für die Sensor-Info, wo man ganz unten 4 verschiedenen Optionen hat, die ungefähr so aussehen: Speed/TF, Speed, TF, Speed/TF. Ja, Option 1 und 4 scheinen das gleiche zu sein! In der Anleitung des Ätsch 500 wird hiervon nix erwähnt, aber das könnte auch daran liegen, dass die Oberfläche für den Sensor nach Verfassen der Anleitung durch ein Software-Update entsprechend verändert wurde. Nützt einem als Anwender aber auch nicht viel, man kann im Endeffekt nur wild rumprobieren, was denn nun die richtige Einstellung ist. Da ich ja sowohl Speed- als auch TF-Sensor im Einsatz hatte, beließ ich es auch zunächst bei Option 1. Aber da stand immer nur "nicht verbunden". Hmmmm. Also mal Option 2 probiert - und siehe da: Nach wenigen Sekunden wurde der Speed-Sensor erkannt! Rad gedreht - es kam eine Speed-Anzeige! Also dann noch Option 3 für den TF-Sensor gewählt, nach wenigen Sekunden erkannt, Pedal gedreht - und es kam eine TF-Anzeige! Also eigentlich alles super, oder? Mitnichten! Am Ende der Fahrt wunderte ich mich über die Speed-Anzeige in "bäumigen" Abschnitten. Daheim stellte sich auch heraus, dass mein Ätsch 500 nur mit dem TF-Sensor verbunden war. Ich wählte dann mal Option 4, die ja wie Option 1 aussieht, aber statt nur einer ID zwei separate IDs anzeigte. Leider meldete der Ätsch 500 dennoch nur einen TF-Sensor. Ich schaltete das Gerät erst mal gefrustet aus und sah nach, wie ich die Sensoren vielleicht resetten könnte. Bevor ich das dann versuchte, schaltete ich den Ätsch 500 nochmal ein. Und siehe da: Durch das erneute Einschalten koppelte er sich diesmal mit beiden Sensoren gleichzeitig - bei Option 4! Bei der nächsten Fahrt habe ich also hoffentlich beide Sensoren nicht nur am Rad, sondern auch im Einsatz. Eine korrekte Bedienungsanleitung hätte hier viel unnötigen Stress vermieden...

Last but not least: Nach nur 10,5 Jahren ist die Schraube am Sattel meines Bulls Sora durchgerostet, wodurch ich im Pegnitztal plötzlich auf einem schrägen Sattel saß. Wenige Kilometer später fiel der Sattel in der Steigung bei Artelshofen, über die ich den Weg zurück etwas verkürzen wollte, endgültig ab. Tja. Wieder was gelernt. ;)

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