Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Montag, 29. Juli 2013

Video Altenburg

Ich habe mal eben auf die chronologische Reihenfolge gepfiffen und bei den Videos nicht mit Nürnberg weitergemacht, sondern gleich das Rennen hochgeschoben, bei dem ich dieses Jahr bisher den meisten Spaß hatte: Das Kriterium in Altenburg.


Kriterium Altenburg 2013 (Hobbyrennen) von EyTschej

Morgen ist der Abschluss in Kulmbach, wo ich dieses Jahr natürlich keine Chance auf meine angestrebte Top-Ten-Platzierung hatte. Drum habe ich auch letzte Woche wieder ausgelassen und stattdessen eeeeeeeeendlich meinen ersten kompletten Kraftausdauer-Block absolviert. Ich fahre also auch das Finale in Kulmbach mehr oder weniger "breit", aber gut ... is halt so. Hauptsache, ich konnte endlich den wichtigen KA-Block mal durchziehen. Ich lass das alles dann etwas setzen, sehe Samstag mal nur kurz in Bamberg, ob die Beine gut genug für Vaterstetten wären, und werde ansonsten die nächste Zeit nur auf meinem KA-Block aufbauen und "Kraxeln" üben, um beim zweiten und auch schon letzten anvisierten Saison-Höhepunkt, der Zollernalbtour in Albstadt, hoffentlich gut genug zu sein, um mich auf der Königsetappe 5 Mal gut genug den Berg hinauf quälen zu können. Auf der 1. und 3. Etappe schiele ich sicherlich auf Podestplatzierungen, die sollten was für Sprinter sein, auf der 2. Etappe muss man einfach mal sehen. Die Team-Taktik wird da sicherlich Vorrang haben - ich fahre als Gastfahrer der Löwen aus Weimar.

Ach ja, wegen meinem Gastfahrer-Konzept an sich: Ich würde schon sagen, dass das Konzept ein Erfolg war. Von 8 offiziellen Rennen war ich nur bei 3 Rennen als Solist am Start - eine klare Steigerung zu dem, was ich bisher immer so erleben musste. Wäre ich fester Bestandteil eines "Papier-Teams", dann würde die Statistik jetzt eher andersrum lauten. Und am Samstag in Bamberg wird meine erfreuliche Saison-Statistik zudem weiter ausgebaut, denn wenn nichts unvorhergesehenes eintreten sollte, düse ich dann wieder zumindest mit Kay im Trikot des Radsportteams Reichenbach um die Kurven. Ohne mein "Gastfahrer zu vermieten"-Konzept könnte ich auch den Start in Albstadt vergessen. Zumindest würde ich dann nicht auf der Maxi-Distanz starten. Und ja, alle Nörgler und Zweifler haben richtig gelesen: Ich starte auf der MAXI-Distanz! Wieso? Ganz einfach: Die längste Etappe ist 70 km, was mein oberes Limit für Rennen ist. Wird dennoch nicht einfach, weil ich dieses Jahr schließlich nicht so oft in Kulmbach war und daher meistens Rennen gefahren bin, die keine 40 km lang waren, aber meine Tagesgrundlage vom Training her sollte halt dennoch für 70 Rennkilometer reichen. Wenn eine Maxi- bzw. Langdistanz bei einem Rennen also so lang oder kurz ist, dass meine Trainingsgrundlage für eine Teilnahme ausreicht, dann nehme ich schon daran teil. Nur Renndistanzen, bei denen ich weiß, dass ich vor dem Ziel "Flasche leer" haben werde, fahre ich halt nicht - schlicht und ergreifend aus Gründen der Vernunft. Es gibt viel zu viele Jedermänner, deren Augen größer als deren Mägen sind. Die gehen dann bei einem Rennen wie in Schleiz auf der 145-km-Strecke an den Start und erreichen das "Ziel" bereits nach der ersten Durchfahrt nach 75 km, weil sie entkräftet fast vom Rad fallen. Ich bin mittlerweile lange genug dabei um zu wissen, was mein Körper mitmacht und was nicht. Bei meiner Krankenakte der letzten zwei Jahre dürfte ich aus Sicht von Ärzten ja nicht einmal 15-km-Rennen fahren können, aber das ist Unfug. Die 70-km-Königsetappe wird dann mal zeigen, ob meine realistische Einschätzung tatsächlich so realistisch ist und ich auf so einer Distanz wettbewerbsfähig bin. Knieschmerzen, Muskelprobleme, Gehirnerschütterung - das alles liegt derzeit hinter mir. Ich will den Tag noch nicht vor dem Abend loben, aber aktuell bin ich wirklich beschwerdefrei - das erste Mal seit 17 (!) Monaten!!! Ob das mein größter Kampf war? Ich weiß nicht. Es war zumindest mein bisher längster Kampf ... und dass er schon vorbei ist, da will ich mir noch gar nicht so sicher sein ... die Vergangenheit hat mir beigebracht, dass einem gelösten Problem oft gleich ein neues folgt ...

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