Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Freitag, 28. Januar 2011

Wozu Vereinsmitglied sein?

Viele Hobbyfahrer in Bayern fragen sich, wozu sie eigentlich in einen Verein gehen sollten. Die Vereine unterstützen die Hobbyfahrer in der Regel nicht, bei den meisten Vereinen erhalten nur die Lizenzfahrer Spesenkosten. Dabei zahlen Hobbyfahrer in der Regel höhere Startgebühren, erhalten aber keine oder deutlich niedrigere Prämien. Die Fahrtkosten sind natürlich die gleichen, auch die Materialkosten im Laufe des Jahres. Es gibt dann bei manchen Vereinen auch noch den Unterschied, dass Lizenzfahrer die Vereinskleidung umsonst bekommen, während Hobbyfahrer sie selbst zahlen müssen. Unterm Strich also ausschließlich Argumente GEGEN eine Vereinsmitgliedschaft. Da brauchen sich die bayrischen Vereine nicht zu wundern, wenn ihre Mitgliedszahlen sinken, der berühmte "Jedermann-Boom" aber weiterhin anhält ...

Besser scheint man es im Norden zu machen! Mit Ascheffel und Nortorf sind die ersten zwei Rennen ausgeschrieben und bieten BDR-Mitgliedern eine Ermäßigung der Startgebühr um 50%. Im Endeffekt zahlt man dann weiterhin den Standardpreis von 10 Euro, aber vereinslose Fahrer müssen halt 20 Euro blechen. Das ist ein erster Anreiz für Hobbyfahrer, sich einen Verein zu suchen. Es wäre aber noch besser, wenn diese Ermäßigung nicht von 20 auf 10, sondern von 10 auf 5 Euro stattfinden würde. Immerhin lässt man Hobbyfahrer in der Regel deutlich kürzer als die "Elite"-Fahrer mit Lizenz fahren, die für ihre Rennen normalerweise 8 Euro zahlen - und deutlich höhere Prämien gewinnen können. Aber ein tatsächlich faires Gebührenmodell für Hobbyfahrer halte ich für relativ unrealistisch.

Die Hobby- und Jedermannklassen sind die einzigen beiden Rennklassen, für die der BDR keine Startgebühr-Regelung hat - also werden diese Rennklassen dazu verwendet, um etwas mehr Startgebühren zu kassieren. Schon allein, weil im Nachwuchsbereich (außer U19) keine Startgebühren erhoben werden, die Kleinen aber dennoch schon satte Prämien erhalten. Über Sinn und Unsinn lässt sich da natürlich streiten. Nachwuchsfußballer erhalten keine Sieg- und Torprämien - außer vielleicht bei den Nachwuchsmannschaften der Bundesligisten. Beim Skispringen gab es vor einigen Jahren noch nicht einmal für den 11. eines Weltcup-Springens Geld - dass es da bei den Nachwuchsspringern auch nicht viel zu holen gibt, ist wohl klar. Aber so ist das eben auch mit den eingefahrenen Strukturen im Radsport: Als Quereinsteiger aus einer anderen Sportart muss man sich grundsätzlich über das Ein oder Andere wundern - verstehen muss man es aber nicht wirklich ... vor allem als Hobbyfahrer bzw. "Startgebührenlieferant" ...

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