Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Samstag, 31. August 2013

Rückblick Albstadt

Eine Woche nach der Zollernalb(tor)tour in Albstadt, möchte ich noch einen kleinen Rückblick machen. Beginnen möchte ihn mit einem Bilderrätsel: In der Galerie von der 3. Etappe bin ich auf insgesamt 5 Bildern zu finden - dann sucht mal schön ;)

Beim Zurücksetzen des Tachos beim gestrigen Training fiel mir auf, dass ich am Sonntag einen Top-Speed von 59,5 km/h hatte, was aber nicht sonderlich aussagekräftig ist. Einen richtigen Sprint bin ich eh nicht gefahren. Der Speed wird wohl auf der langen Geraden erreicht worden sein, auf dem Weg "zurück". Die Gerade ging leicht bergab und wir hatten starken Rückenwind. Vermutlich hatte ich den Top-Speed dann bei meiner zweiten Attacke an eben jener Stelle, aber ich würde generell sagen, dass man an dieser Stelle locker über 50 km/h hätte fahren können, ohne großartige Probleme. Dass wir dann insgesamt nur einen Schnitt von 38,1 km/h hatten, verdeutlicht dann auch schon ein bisschen, was für ein Wind das am Sonntag gewesen sein muss. Man konnte in der Gegenwind-Passage so richtig schön verrecken, also Hut ab an die 3 erfolgreichen Ausreißer.

Die Organisation war prinzipiell top. Was mir nicht so sehr gefiel, waren die Transponder: Die musste man mit Kabelbinder am Rahmen anbringen. Da ich wegen der unterschiedlichen Etappen mit zwei verschiedenen Rennrädern am Start war, musste der Transponder also jedes Mal umgebaut werden. Es gibt ja verschiedene Zeitmesssysteme. In Schleiz hat man den Transponder immer vorne am Lenker, was aber auch eine Befestigung mit Kabelbinder ist. Kabelbinder ist für mich grundsätzlich die dämlichste Methode. Bei der "ganz bekannten Zeitmessfirma" hat man Transponder mit Klettverschluss, die man sich ans Bein bindet. Ich mag dieses "Ungleichgewicht" am Bein zwar auch nicht unbedingt, aber wenigstens könnte man das bei einem Etappenrennen unabhängig von der gewählten Rennmaschine nutzen. Am besten ist und bleibt aber das System, das in den letzten Jahren bei Tour de Hesselberg im Einsatz war: Kein Transponder, der das Systemgewicht stört, sondern ein dünner Streifen Aufkleber, den man auf den Helm klebt. Ein "Einweg-Transponder", wenn man so will. Das System funktioniert aber einwandfrei, auch wenn man natürlich zunächst Zweifel hat. Alle andere Firmen kommen halt mit ihren fetten Plastik-Transponder-Teilen daher, aber die Firma, die bei Tour de Hesselberg zuständig war, hat ein viel cleveres System entwickelt. Man spürt das Gewicht nicht, man muss nicht mit Kabelbindern rummachen - man muss nur darauf achten, dass man nicht plötzlich einen anderen Helm aufsetzt. ;)

Kurz vor Beginn der 2. Etappe erwähnte der Streckensprecher noch, dass wir uns für die 2. Etappe einschreiben müssten. Hoppala - diese Info war uns irgendwie entgangen?!? Und dann kam auch gleich die Frage auf: WO sollen wir uns einschreiben? Bei einem anderen Jedermann nachgefragt, schon ging unser Weg ins Festzelt. Vermutlich ist das jedes Jahr gleich, deswegen hat der Veranstalter das wohl schon als selbstverständlich vorausgesetzt und nicht auf den Hinweiszettel geschrieben, den wir bei der Startnummernausgabe erhalten haben. Da stehen nämlich eigentlich nur unwichtige Dinge drauf bzw. Dinge, die auch auf der Website schon erwähnt sind.

Die 2. Etappe verlief am Samstag urplötzlich anders als eigentlich geplant. Als wir die Strecke am Abend davor noch abgefahren sind, standen die Hinweisschilder mit dem Parkverbot für den folgenden Tag noch dort, wo die Etappe eigentlich entlang verlaufen sollte. In unserer Unterkunft hörten wir von der Cheffin schon, dass sich einige Bewohner wohl wegen der Straßensperrung aufregen würden. Auf diese Beschwerden wurde wohl reagiert. Ich finde das erbärmlich seitens der entsprechenden Bewohner, weil das bei Straßenradsport-Veranstaltungen einfach zu häufig vorkommt. Da soll eine Straße mal für ein paar Stunden gesperrt werden, schon muss man sich wie Tarzan auf die Brust klopfen. Aber was ist, wenn mal wieder 3 oder 4 Tage lang die Hauptstraße durch eine Ortschaft gesperrt wird, weil "Kirwa" ist?!? Da muckt niemand auf, da sind die Bewohner ganz ruhig und still. Es ist also weniger die Straßensperrung, die die Leute stört, als vielmehr der blinde Hass auf Straßenradsport. Bei der negativen öffentlichen Darstellung der vergangenen Jahre ja auch kein Wunder, dass engstirnige Geister im Straßenradsport ein Feindbild ausmachen. Vor allem in Albstadt kann man das nur als enttäuschend bezeichnen, denn es ist keineswegs so, dass nur eine einzige Straße durch den Ort führt. Es gibt dort schon fast mehr Straßen als Häuser. Umleitungen sind kein Problem und sein Auto kann man ruhig auch mal 2 Minuten zu Fuß von der Haustür entfernt parken. Ein bisschen Bewegung hat noch niemandem geschadet. Dabei ist die Zollernalbtour aber eigentlich doch ein Aushängeschild für Albstadt. Eine richtig tolle Veranstaltung, die sowohl Frauen-Teams aus dem lizensierten Bereich in den Ort und die Hotels bringt, die aber eigentlich auch Jedermann-Teams als zahlende Bewohner der Hotels und Pensionen nach Albstadt bringt.

"Eigentlich" - denn die Zollernalbtour ist auch leider ein typisches Beispiel für etwas, das ich schon vor einigen Monaten hier im Blog kritisch angemerkt hatte. "Kein Teamgedanke in der Jedermannszene". Wenn man den GCC zum Quasi-Synonym für "Jedermannszene" macht, dann sieht das natürlich anders aus, aber an alle GCC-Dauerfahrer da draußen sei nur mal gesagt: Seht in die Datenbank der Champions-Wertung des Challenge-Magazins. Da seht ihr dann, dass die Anzahl der GCC-Rennen, über die sich die GCC-Teilnehmer jeden Winter aufregen ("boah, soooo viele Rennen"), nur ein geringer Bruchteil der Gesamtzahl an Hobby- und Jedermannrennen in Deutschland ist. Und bei dem Großteil der Rennen gibt es nunmal keinen Teamgedanken. Natürlich gibt es bei den meisten Rennen auch keine gesonderte Teamwertung, aber die gibt es bei Lizenzrennen normalerweise auch nicht. Dennoch sieht man bei Lizenzrennen Teams am Start, die auch in der Regel für das Renngeschehen sorgen und ihre Fahrer vorne platzieren. Man braucht keine Teamwertung, um als Team fahren zu können. Aber für Albstadt war ja sogar eine Teamwertung ausgeschrieben - auf der Maxi-Distanz. Wieso also das Fehlen von Teams? Nur weil Albstadt nicht zum GCC gehört?

Vielleicht haben einige Teams, die letztes Jahr teilgenommen haben, aber schon gewusst, was kommen würde: Die kommentarlose Streichung der Teamwertung. So top die Organisation generell war, so enttäuschend war es auch, dass der Veranstalter die Teamwertung ohne Erklärung gestrichen hat. Anhand der Ergebnisse des Vorjahres nehme ich einfach an, dass das auch im Vorjahr so war. Nur wie gesagt: Auch ohne Teamwertung kann man als Team auftreten! Und da hätte ich gerade in Badem-Württemberg mehr erwartet. Es gibt da doch z.B. das Nattheimer Team, das bei Tour de Hesselberg immer so dominant mit seinen 20, 30 Fahrern aufgetreten ist. In Albstadt kein einziger Nattheimer am Start. Hmmm. Straßacker kommt einem bei Badem-Württemberg auch noch in den Sinn, aber auch deren schönes Trikot glänzte durch Abwesenheit. Hmmm. Das Trikot von Team Drinkuth hingegen war vertreten, sogar gleich zwei Mal - aber auf zwei unterschiedlichen Distanzen. Einer startete bei Light, der andere bei Maxi. Was Einzelstarts mit einem "Team" zu tun haben, das müsste man mir mal erklären. Wir hingegen waren mit 4 Fahrern auf der Maxi-Distanz am Start und brachten auch alle 4 ins Ziel. Nicht unsere Schuld, dass andere Teams erst gar nicht am Start sind oder es nicht mit mindestens 3 Fahrern ins Ziel schaffen. Das übliche Argument "das Rennen ist zu klein/kurz/leicht" zählte ja sowieso nicht. 150 Rennkilometer an 3 Tagen muss man erst mal durchstehen. Von 35 Startern auf der Maxi-Distanz gelang das nur 26 Leuten. Das Rennen ist, ähnlich wie der leider nicht mehr existierende Napoleoncup, ein wahres Juwel unter den Jedermannrennen. Solche Startmöglichkeiten - noch dazu zu diesem Preis (50 Euro für die 3 Etappen) - gibt es einfach viel zu selten. Man darf auch nicht vergessen, dass das ein RICHTIGES Rennen auf ABGESPERRTEN Straßen ist. Nicht solche Pseudo-Rennen wie die Transalp, wo man auf NICHT abgesperrten Straßen der Illusion eines echten Etappenrennens hinterherjagt. Wenn man wirklich mal ein echtes Etappenrennen fahren will, dann zählt die Zollernalbtour zu den ganz wenigen Startmöglichkeiten für Jedermänner.

Ach, ich habe schon wieder so viel genörgelt. Meine Stimmung ist nicht so gut, ist aber meine eigene Schuld, nur stehe ich dennoch zu den inhaltlichen Dingen, die ich jetzt erwähnt habe - weil die einfach wahr sind. Die Wahrheit ist aber häufig unbequem. Hat man also ein Problem damit, sollte man einfach selbst proaktiv für eine andere Wahrheit sorgen. Fertig.

Montag, 26. August 2013

Zollernalbtour - 3. Etappe

Die 3. Etappe der Zollernalb(tor)tour fand nicht mehr im Dauerregen statt, was schon mal gut sein sollte. Die Straßen waren zu Rennbeginn dennoch wieder etwas nasser, weil es zwischendurch immer mal wieder leicht regnete. Allerdings trockneten die Straßen nach 1/3 der Renndistanzen langsam ab - bis sich das Wetter dazu entschied, nur noch in der nördlichen Hälfte des Rundkurses zu nieseln. Über die Hälfte des Rennens über hatten wir auf diesem 4-km-Rundkurs also einmal nasse Straßen und Kurven, einmal trockene Straßen und Kurven - hab ich so auch noch nicht erlebt. Heikel war dabei vor allem die erste Kurve in der nördlichen und somit nassen Hälfte. Da rutschte mir das Hinterrad des öfteren leicht weg, aber was ich mitbekommen habe, ist diesmal kein einziger Fahrer gestürzt - nach dem Anblick der gestürzten Fahrer auf den ersten beiden Etappen auf jeden Fall eine erfreuliche "Randnotiz".

Der Rennverlauf an sich war für mich persönlich der beste der 3 Etappen. Ausnahmsweise legte das Feld mal nicht gleich wie die Feuerwehr los, sondern rollte die erste Runde mit einem lockeren 36er-Schnitt um den Kurs. Da ich vom Freitag her gewohnt war, dass auf der leicht antsteigenden Start/Ziel-Passage voll angezogen werden würde, trat ich auch vom Kreisverkehr aus schon kräftig in die Pedale, um bloß kein Loch reißen zu lassen. Diese Befürchtung war aber unbegründet, denn ich musste stattdessen nach rechts hin ausweichen - das Feld schob sich zusammen, da war kein Zug drin. Ich selbst hatte "bergauf" aber so einen schönen Schwung mitgenommen, dass ich scherzhafterweise einfach gleich durchzog - und in eine Wand hineinfuhr, die der Gegenwind verursacht hat. Ich drehte mich um und sah, dass das Feld (natürlich) nicht reagierte - aber es sprang auch sonst niemand weg. Alleine hatte das ja keinen Sinn, speziell bei diesem starken Gegenwind. Ich wählte also gleich eine Übersetzung, auf der ich mich nicht kaputtfahren würde, und nutzte es halt stattdessen als Warmup - denn auch der ist diesmal wieder sehr knapp ausgefallen und bestand nur aus reinem G1-Kurbeln. Da war das schon okay und ich konnte auch gleich antesten, wie sich die Strecke bei den Windverhältnissen alleine fahren lässt. Sogesehen war mir also auch schon sehr früh klar, wo man auf gar keinen Fall ein Loch zum Feld lassen sollte: "hinwärts".

Danach pendelte sich der Schnitt langsam bei ungefähr 37 ein, was ich so mitbekam. Es gab dann auch noch andere Antritte, u.a. von Jonathan und Hannes. Zwischendurch waren dann mal 2 Fahrer etwas länger vorne weg, wurden aber zu Beginn der Gegenwindpassage irgendwann gestellt. Es erfolgte keine Gegenattacke, aber das Feld fing auch nicht an zu bummeln - es blieb ein gleichmäßiger Zug im Feld. Erst in der Rückenwindpassage wurde es etwas behöbiger, was ich gleich nutzte, um mich im Feld vorzuarbeiten. Wurde dabei zwar auch fast vom Rad geholt, weil ein Fahrer einen unmotivierten Schlenker einbaute und die Fahrbahn super eng war (die Hauptstraße wurde in der Mitte einfach getrennt für Hin- und Rückweg), aber ich denke, ich lerne langsam, wie man solche Leute aus dem Weg schreit. Hat ja auch in Bamberg schon ganz gut geklappt. ;) Ich fuhr dann jedenfalls bis an Position 2 fuhr, holte dort nochmal etwas Luft - und als ein anderer Fahrer von hinten in die Führungsposition fuhr, setzte ich von Position 3 aus zu einem Antritt an, rechtzeitig vor Beginn der Kurvenpassagen vom Freitag. Ein Blick zurück - wieder keine Reaktion im Feld, aber leider auch kein weiterer Fahrer, der in Angriffslaune war. Da war mir natürlich schon klar, dass das maximal bis zur Gegenwindpassage halten würde, aber ich wollte endlich mal die Kurvenpassage im Start/Ziel-Bereich ohne "Stau" fahren. Und das war schon sehr erfrischend. Endlich mal mit Schwung durch die Kurven, hinterher nicht so stark antreten müssen - und bei der Zieldurchfahrt höre ich dann auch noch, wie der Sprecher erwähnt, dass das gerade die schnellste Rennrunde war. Wenn man so eine Runde als Solist vor dem Feld beendet, dann geht das natürlich runter wie Butter. Meinen Namen hat er auch gleich erwähnt, weil der Streckensprecher die Anzeigedaten des Zeitmesssystems entsprechend genutzt hat - an allen 3 Tagen. Das ist schon ganz cool gewesen - vor allem, weil er in aller Regelmäßigkeit irgendjemanden aus unserem Team durchsagen konnte. Egal ob Tilman, Hannes, Jonathan oder auf diese 3. Etappe eben auch mal ich - ein Sonderpreis fürs aktivste Team wäre gewiss an uns gegangen ;)

Sonderpreise für Teams gabs aber nicht, auch die ausgeschriebene Teamwertung wurde aber kommentarlos gestrichen. Wenn man das so handhabt, dann verwundert es wohl auch nicht, wenn sich die Fahrer für die Teilnahme an der Zollernalbtour nicht zu Teams zusammensuchen. Speziell Mischteams sind ja nicht möglich, weil Teams in einheitlichem Trikot fahren müssen. Das ist etwas, dass der Veranstalter mal überdenken sollte. Ich mag ja Teamwertungen, deswegen würde ich einfach "Mischtrikots" für "Mischteams" zulassen. Die Alternative wäre, dass es von vornherein keine Teamwertung mehr gibt. Aber eine Teamwertung auszuschreiben und sie dann kommentarlos zu streichen - das ist ein NO GO! Und klar, wir waren am Sonntag das einzige Team, das noch die Mindestzahl von 3 Fahrern hatte. So what? Wir waren am Start, wir haben uns ins Ziel gekämpft - und dann werden wir dafür bestraft, dass wir das einzige Team waren, dass dies getan hat? Määäääh ...

Aber noch zum Rennen zurück. Nach meiner Attacke, die sich ungewollt bis zum Ende der Gegenwindpassage fortsetzte, obwohl ich schon lange im Regenerationsmodus fuhr, um beim Einholen durchs Feld nicht gleich durchgereicht zu werden, setzte es gleich eine Konterattacke von Jonathan. Das Feld setzte nicht gleich entschlossen nach, also konnte ich mich noch vor den 4 Kurven am Wendepunkte vor der Spitze des Feldes behaupten - und dann teamtaktisch fahren. Sprich: Ideallinie, aber in den Kurven selbst habe ich dann so gebummelt wie das Feld heute ständig in der Kurvenpassage vom Freitag. In der letzten Kurve hörte ich dann von hinten ein gereiztes "MENSCH, WEG DAAAAA!", aber meine Güte - ein Rennen ist ein Rennen ist ein Rennen. Taktik und somit auch Team-Taktik gehören dann einfach dazu. Ist ja nicht mein Problem, wenn mich die Leute noch in die Kurvenpassage fahren lassen, wären sie halt schon vor Beginn der Kurvenpassage an mir vorbeigefahren. Aber auch Jonathan hat mir hinter dem Rennen erzählt, dass mal jemand zu ihm sagte, er sollte schneller nachfahren, obwohl vorne einer von uns weg war. Bei Jedermannrennen trifft man schon teilweise auf komische Leute, die 1 und 1 nicht zusammenzählen können. Was bedeutet es wohl, wenn Fahrer das gleiche Trikot anhaben? Hmmm ... könnten die dann vielleicht Teamkollegen sein? ;)

Am Ende schaffte ich es mit dem Feld auf Platz 16 ins Ziel und Tilman, der nach meiner Attacke einem Spitzenduo nachsetze, es aber leider nicht mehr aufrollen konnte, kam auf Platz 3 ins Ziel. Also zwei Podestplätze auf den 3 Etappen und der inoffizielle Teamsieg - ich denke, das war schon ganz gut so. Man kann ja nicht alles gewinnen. Tilman hatte in der Gesamtwertung ja auch Pech mit seinen technischen Problemen am Samstag, Hannes verpasste eine noch bessere Gesamtplatzierung auch nur knapp. Und wo ich bei der Gesamtwertung bin: Die gibt es bisher nur für die Altersklassen. Die eigentliche Gesamtwertung scheint es ebenso wie die Teamwertung nicht zu geben. Komisch, komisch. Aber ansonsten eine gute Organisation. Gut angelegte 50 Euro ...

Sonntag, 25. August 2013

Zollernalbtour - 2. Etappe

Vor dem Start zur 2. Etappe schüttete es wie aus Eimern. Da verging mir schon eine ganze Menge, denn die insgesamt 3 Serpentinen in der Abfahrt wären schon bei Trockenheit ein ungewohntes Abenteuer für mich gewesen. Vom Start weg lief es auch gleich völlig falsch für mich, denn das Feld fuhr wie bei einem Eintages-Lizenzrennen wie die Feuerwehr los. Kein Einrollen, wie ich es durch den Napoleoncup für Etappenrennen kenne, sondern richtig Harakiri mit Anlauf. Das Grundtempo des Feldes an der Steigung war dann auch zu hoch für mich, weshalb ich gleich zu Beginn zurückfiel. Es fielen zwar im Laufe der Runde weitere Fahrer zurück, aber die sind teilweise nach der 1. Runde ausgestiegen. Dadurch hatte ich meistens nur einen einzigen Wegbegleiter, der die Abfahrt deutlich besser als ich runterkam. Hat aber dann hinterher meistens auf mich gewartet. Als er zu Beginn der letzten Runde am Anstieg einbrach, habe ich dann oben meinerseits auf ihn gewartet. Wir haben auch zwischendurch ein paar Scherze gemacht, denn 70 km bei dem Sauwetter - das will nicht allein oder schweigsam durchstehen müssen. Wir haben des beste aus der Situation gemacht, denke ich.

Die Serpentinen waren für mich teilweise wirklich sehr heikel, da kam ich teilweise sehr stark an den Rand, aber ging am Ende alles gut. Von der ersten Runde auch einen konstanten 31er-Schnitt gehalten: Also ein gleichmäßiges Rennen, kein Einbruch. Ich fuhr halt auf meinem Niveau und das war deutlich unter dem der Maxi-Distanz der Zollernalb(tor)tour. Am Ende Platz 28, den habe ich jetzt auch in der Gesamtwertung. Es waren ungefähr 20 Minuten Rückstand auf den Sieger. Nach vorne geht eigentlich auch nix mehr, sieht wohl nach Platz 28 auch am Ende aus. Es sind übrigens nur noch 31 Fahrer im Rennen. Durchkommen ist jetzt das Hauptziel ...

Samstag, 24. August 2013

Zollernalbtour - 1. Etappe

Satz mit X - das Niveau auf der Maxi-Distanz des Zollernalbtour ist trotz des überraschend kleinen Starterfeldes von nicht einmal 40 Fahrern dennoch ganz gut besetzt. Eine Menge Lizenzfahrer, eine Menge Tempohärte - und die haben die Leute auf der (für mich zu stark) ansteigenden Start/Ziel-Passage leider auch voll ausgespielt. Anfangs konnte ich den 39er Schnitt noch mitgehen, dann wurde das Feld durch einen Sturz im Kreisverkehr etwas seeeeeehr weit auseinandergezogen. Nochmal rangekämpft, aber dann dennoch auf der "Startsteigung" weggebrochen. Es bildete sich im Laufe des Rennens (20 km können ganz schön lang sein auf so engen, verwinkelten Kurs) dann eine etwas größere Verfolgergruppe, aber am Ende fraßen wir alle 1:02 Minute Rückstand auf die 17 Spitzenfahrer. Einer der Fahrer stürzte aber in der vorletzten Runde so schwer, dass er das Rennen nicht beenden konnte. Stattdessen wurde er abtransportiert, aber die Jury gab ihm die gleiche Zeit wie der Spitzengruppe. Vermutlich eine ähnliche 3-km-Regelung wie bei den große Rundfahrten?

Ich fahre ja diesmal für die Löwen aus Weimar als Gastfahrer mit. Mannschaftlich geschlossen glänzten wir auf den Plätze 21 (ich), 23 (Jonathan) und Hannes (24) - nur Tilman musste etwas aus der Reihe tanzen und fuhr mit der Spitzengruppe auf Platz 9 ins Ziel. Teamwertung gibt es irgendwie keine, aber sind wohl nur 2 Teams. Und "das andere Team" hat 3 Fahrer in Gruppe 1 gehabt. Daher haben wir jetzt 2:04 Minuten Rückstand in der Teamwertung - falls es die überhaupt noch gibt. Schon enttäuschend, wie der Jedermann-Boom abzuebben scheint. Vor 2 Jahren standen glaub noch 9 Teams in der Ergebnisliste und fast 90 Fahrer. Was ich aber mitbekommen habe, sind aber vor allem die guten Leute weiterhin am Start. War schon heftig und erinnerte mich eher an ein C-Lizenzrennen. Dort bin ich nach ähnlichen Distanzen bei der ersten schwierigen Phase weggebrochen.

Ursprünglich wollte ich auf den Flachetappen 1 und 3 auf Sprintsieg fahren, aber das kann ich vergessen. Auch die angestrebte Top-Ten-Platzierung in der Gesamtwertung wird nix, aber mal sehen, ob wir Tilman irgendwie unterstützen können, damit er heute gewinnt und das gelbe Trikot holt. Für mich hoffe ich wenigstens noch auf den Sprung unter die ersten 20.

Ach ja: Schnitt Spitze war 39 km/h, bei uns 38 km/h ... noch 'n paar Runden und die hätten uns überrundet. Wann wurde ich zuletzt überrundet? Hmmm ... also, mal abgesehen von Maik in fast jedem Hobby-Kriterium letztes Jahr ;)

Donnerstag, 22. August 2013

Auf zur Tour! ;)

Morgen geht es also zur Tour ... zur Zollernalbtour nach Albstadt! 3 Tage, 3 Etappen, insgesamt 150 km auf abgesperrter Rennstrecke - und alles mit Zeitnahme, versteht sich. Es handelt sich schließlich um ein Etappenrennen, da macht man nicht mit einem Punktesystem rum. 2 Flachetappen, 1 Kletteretappe - als Sprinter sollte man sich also an Kittel orientieren: erste und letzte Etappe gewinnen, dadurch auch der erste Träger des gelben Trikots sein - und es gleich auf der nächsten Etappe verlieren. Hört sich nach 'nem Plan an, oder? ;)

Ich hoffe, die Sache mit dem WLAN in der Unterkunft haut hin, dann gibt es tägliche Updates. Mal sehen, was mit 5.000 Kilometern in den Beinen bei so etwas möglich ist. 3 Tage hintereinander Wettkampfbelastung - das ist für mich Neuland. Jedenfalls habe ich seit Mitte Juli bereits nur noch auf dieses Ereignis und speziell die Kletteretappe hintrainiert, ließ dafür auch das Kriterium in Bamberg eher links liegen - und sprintete dennoch überraschend aufs Treppchen. Diesen Schwung würde ich gerne mitnehmen ;)