Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Erster Trainingsmonat fast vorbei

Kalt isses. Und da ich mir im letzten Winter wohl wirktlich beim Hallenfußball irgendwas im Rücken eingeklemmt zu haben scheine, das sich nicht ohne physiotherapeutische Hilfe wieder "ausklemmt", friere ich eben draußen auf dem Rad herum statt wenigstens ein Mal in der Woche in der warmen Halle etwas gegen das runde Leder zu treten. Ob das einer der Gründe ist, warum ich im Vergleich zum letzten Winter schneller unterwegs bin, sei mal dahingestellt. Ich bilde mir zumindest ein, dass ich mit der Kälte etwas besser klarkomme. Wahrscheinlicher ist aber wohl doch, dass sich einfach nur das letzte Trainingsjahr bemerkbar macht und ich mit einem besseren Grundniveau starte. Am Samstag werde ich vermutlich mal einen T1-Test fahren. Der sollte dann besser wie vor einem Jahr ausfallen, versteht sich. ;)

Die Trainingsplanung ab Mai bereitet mir jedenfalls Kopfzerbrechen. In der letzten Saison habe ich einfach gnadenlos nach dem Schema von Friel trainiert. Zwei Formhöhepunkt gesetzt und von dort aus "rückwärts geplant" - so ergaben sich die einzelnen Trainingsphasen von selbst. Auf Rennen wurde keine Rücksicht genommen, die wurden alle in den Trainingsplan integriert. Das funktionierte dann aber bei den meisten Rennen nicht, also will ich den Trainingsplan diesmal flexibler auf den Rennkalender anpassen. Irgendwie finde ich aber außer im relativ rennfreien August keinen richtigen Platz, um nach dem ersten planmäßigen Formhöhepunkt einen erneuten Aufbau für den nächsten angestreben Formhöhepunkt einzubauen. Das wird also größtenteils der Versuch, 1,5 Monate lang die zuvor aufgebaute Form zu verwalten. Ab August ist es dann aber, wie gesagt, etwas einfacher, weil da keine großartie Rücksicht auf Rennen genommen werden muss - außer auf Bellheim Mitte August. Aber das ist dann kein Problem.

Alles in allem komme ich bei der derzeitigen Planung auf mehr Rennstarts als in der letzten Saison, obwohl ich die Rennstarts ja eigentlich reduzieren wollte. Das führt wohl auch dazu, dass ich zwischendurch mal was sausen lasse. Ein Überangebot an Straßenrennen? Tja, dank der ergänzenden Jedermannrennen ist das wohl tatsächlich so. Und das ist ja schön, dass man keinen Mangel an Straßenrennen hat, auch wenn speziell die GCC-Rennen natürlich mit extrem hohen Startgebühren verbunden sind. 40 bis 50 Euro pro Rennen gehen da schon mal flöten. Da wünschte man sich einen Sponsor, aber der will dann schon eine Gegenleistung. Sprich: Die komplette Serie, natürlich auf den Langdistanzen (also wo man mit dem Pensum eines KT- bzw. A-Fahrers trainieren müsste). Mein Fokus liegt aber auf den Lizenzrennen, drum bleiben die GCC-Rennen eben nur eine Ergänzung - nicht mehr, nicht weniger.

Welche GCC-Rennen stehen jetzt überhaupt so richtig auf dem Plan? Neben Schleiz und den 3 Etappen des Riderman, habe ich vor allem den Hockenheimring im Visier. Passt einfach vom Termin her ganz gut, ist auch relativ gut von der Anfahrt her zu erreichen. Wir sind da nämlich auf dem Weg nach Speyer zum letztjährigen Pfalz-Wochenende direkt dran vorbeigefahren. Von der Autobahn aus sah man den Haupteingang zum Hockenheimring, wenn ich das richtig gedeutet habe. Also das Ding steht wirklich direkt an der Autobahn. In dem Moment fing es bei mir im Kopf schon an zu arbeiten, ob ich dort vielleicht doch mal mitfahre, obwohl der Kurs ja glaub tellerflach ist. Also nicht unbedingt das, was man bei einem riesigen GCC-Starterfeld haben will, weil das dann sicherlich von Anfang bis Ende ein sehr unruhiges Rennen wird, aber egal. Der Hockenheimring ist halt eine von vier Motorsport-Rennstrecken, auf denen auch Radrennen durchgeführt werden. Zumindest fallen mir spontan nur vier ein: Sachsenring, Schleiz, Hockenheimring und Nürburgring. Die ersten beiden bin ich schon gefahren, also geht es hier auch in gewissem Sinne um die Vervollständigung einer "Sammlung". Das macht den Nürburgring natürlich zu einem weiteren möglichen GCC-Rennen, aber eher für 2018. Eine Woche vor dem Nürburgring ist die Erzgebirgstour, weshalb ich zu dem Zeitpunkt also vermutlich eher eine Pause machen werde, bevor es mit dem Aufbau für den dritten Formhöhepunkt der Saison beginnt.

Neben den vermutlich 5 Ausflügen in den GCC (also Hockenheimring, Schleiz und die 3 Etappen des Riderman), stehen im Jedermannbereich dann noch die Etappenrennen Zollernalbtour und Erzgebirgstour sowie natürlich der Heideradcup (70 km) auf dem Plan. Für die Teamwertungen bei der Zollernalbtour und dem Heideradcup hätte ich auch gerne ein Team, aber das wird eh wieder nix werden. Der Teamgedanke ist außerhalb des GCC weiterhin größtenteils eine Illusion, nur wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Ich will auch nicht in ein wildremdes Team gehen, wo ich noch gar niemanden kenne bzw. das ich von den Rennen her noch gar nicht kenne. Denke ich an die letzte Saison, dann denke ich größtenteils nur an die gelben Trikots der ILB-Jungs, die aber ausgerechnet beim Heideradcup weitestgehend nicht zu sehen waren, und an einen einzelnen Fahrer, der in Schleiz, beim Heideradcup und beim Riderman überall noch im gleichen Peloton wie ich unterwegs war. Zu wenig, um sich da mal zusammenzutun. Und insofern werde ich auch nächstes Jahr bei den Jedermannrennen ziemlich sicher nur in den Einzelwertungen am Start stehen. Ist zwar immer wieder schade, wenn es auch bei einem Rennen auch mal eine Teamwertung gibt, aber Radsport ist halt in erster Linie eine Einzelsportart. Das muss ich nach all den Jahren einfach mal so akzeptieren. Habe lange genug zu viel über das Fahren in einem Team nachgedacht, konzentriere mich jetzt lieber voll auf mich selbst. Tun die meisten anderen Fahrer ja auch. Und trotzdem wird Geselligkeit im Radsport groß geschrieben. Ich denke, es gibt kaum eine andere Einzelsportart, wo man ein so gutes Verhältnis zu den Konkurrenten pflegt und wo die Konkurrenten quasi wie eine große Familie sind. Da braucht es dann auch kein Team für Jedermannrennen, bei den Lizenzrennen hingegen habe ich ja ein Team bzw. einen Verein. Und um das auch mal klarzustellen: Einen besseren Verein könnte ich mir nicht vorstellen. Auf der Sportler-Gala Anfang November habe ich auch voller Motivation den neuen Lizenzantrag unterschrieben - oder wie "Jedermann-Profis" sagen würden: "Der Vertrag ist unterschrieben." ;)

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