Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Dienstag, 12. April 2016

Saisoneinstieg in Aichach

Auf Strava hatte ich ja schon ein paar Dinge zu dem Rennen in Aichach geschrieben. Aus analytischer Sicht gibt es natürlich nur bedingt etwas zu sagen, weil ich meinen Pulsgurt vergessen hatte. Generell war es aber die gute Trainingseinheit, als die ich das Rennen planmäßig gesehen hatte. Am Ende der dritten intensiven Woche des Trainingsblocks "Aufbau 1" war die Erschöpfung hoch und die Form im Keller - zumindest laut Grafik in Friels Bibel. Ich selbst würde vor allem die fehlende Laktatverträglichkeit anführen. Damit sollte es jetzt aber durch das Rennen deutlich besser aussehen, weshalb Aichach seinen planmäßigen Zweck erfüllt hat. Gleichzeitig werde ich bei den Workouts für die drei intensiven Wochen der Phase "Aufbau 2" etwas mehr Fokus auf Kraftausdauer in der Ebene legen. Der Fokus lag bisher auf meiner vermeintlichen Schwäche, nämlich Steigungen. Da lief es in Aichach aber besser als in den ebenen bzw. abfallenden Abschnitten. Aichach war also auch ohne Pulsgurt eine ganz hilfreiche Standortbestimmung, die rechtzeitig zur Regenerationswoche und Planungsphase des nächsten intensiven Trainingsblocks die entsprechenden Baustellen offenbar hat.

In der Vergangenheit stellt ich bei den meisten Renntagen, bei denen es KT/AB- und C-Rennen gab, einen Unterschied von 3-4 km/h fest. Mir wird zwar auch immer mal wieder gesagt, dass der Unterschied doch nicht so groß sei, aber bei den meisten Rennen haben die Zahlen genau diesen Unterschied offenbart. Nicht aber diesmal in Aichach! 2008 fuhr das C-Feld in der ersten Runde mit einem 39er-Schnitt um den Kurs, KT/AB gab es damals nicht. Diesmal hatte das KT/AB-Rennen einen Schnitt von 44,5 km/h - also 5,5 km/h schneller als 2008 die C-Klasse in der 1. Runde. Das übersteigt die 3-4 km/h und zeugt generell wieder davon, wie groß der Unterschied zwischen C und KT/A(B) in der Praxis ist. Sollte man zumindest meinen. Die 1. Gruppe des C-Rennens brachte diesmal aber einen 43er Schnitt ins Ziel! Da erscheinen die 1,5 km/h Unterschied zu KT/AB wirklich nicht mehr viel, was im Endeffekt nur ein Beleg dafür ist, wie hoch das Niveau in der C-Klasse wieder mal zu Saisonbeginn ist. Ab Juni/Juli, wenn die starken Fahrer dann langsam alle aufgestiegen sind, sinkt das Niveau dann wieder, was für Pfeifen wie mich einfach auch notwendig ist. ;)

43 km/h bei einem Kletterrennen ... wow! Dass ich selbst in der 1. Runde noch einen 42er-Schnitt hinbekam, ist schon krass genug - und auch eine gute Erklärung, warum ich das Tempo einfach nicht halten konnte. Ich habe mir heute mal eben die diversen Kletterrennen rausgesucht, die ich bisher gefahren bin. Das erste dürfte Coschütz 2006 gewesen sein, wo ich von einem 40er Schnitt aber weit entfernt war. Überhaupt hatte ich bei einem Kletterrennen noch nie einen Schnitt über 40. Insofern war diese erste Runde in Aichach etwas, was mir die Bestätigung dafür liefert, dass ich mit dem Training nach Friel irgendwas richtig machen muss. Klar, durch die viele Solo- bzw. Duettfahrt (ist "Duettfahrt" überhaupt ein zulässiges Wort?!?) ist der Schnitt dann übermäßig stark auf 35 abgesunken, aber auch das ist dann noch okay gewesen. In der 6. Runde hatte ich mit 37,5 km/h sogar nochmal eine deutliche Steigerung, also ist es auch nicht so, dass ich im Laufe des Rennens immer weiter eingebrochen bin. Nein, nach dem Platzen am Anfang bin ich relativ stabil gefahren - wodurch ich mit dem 35er Schnitt auch gar nicht so weit von meinen bisher besten Leistungen bei Kletterrennen entfernt war. Diese liegen nämlich alle im 37er Bereich. Einen 38er Schnitt habe ich bei einem Kletterrennen noch nie geknackt, also dreht es sich bei mir einerseits weiterhin wegen des 43er Schnitts im C-Rennen, andererseits kann ich das alles individuell betrachtet auf mich entsprechend einordnen und verfalle deswegen nicht in Panik. Meine besten Schnitte bei Kletterrennen stammen übrigens beide aus 2011: 37,9 km/h bei der "Trainingsmaßnahme" in Pförring und 37,8 km/h bei meiner Feldankunft beim Jedermannrennen in ... *Trommelwirbel* ... CADOLZBURG!!! Und dort geht es in zwei Wochen weiter. Ich sehe das mal als positives Omen. ;)

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