Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Dienstag, 26. April 2016

Vom Spaziergang zur Punktejagd

Auf Strava hatte ich ja schon zu meinem Kurzauftritt in Cadolzburg geschrieben, dass ich in der Wand von Cadolzburg aufgrund eines Staus mehrerer stehengebliebener Fahrer vor mir ebenfalls ausklicken und das Steilstück schieben musste. Es schob mich dann zwar irgendwann auch ein Zuschauer an (dem ich noch ein DANKE zurief - tolle Sache!), aber der Zug war abgefahren. Zudem kann man den Leistungsdaten, die ich früher nie hatte, sehr gut entnehmen, was diese Situation sonst noch so bewirkt hat. Liest sich wie ein Buch. Geschwindigkeit geht schlagartig nach unten, Puls schießt wie eine Raktete nach oben - ob man das als Schock bezeichnet? Weiß ich nicht. In kritischen Situationen, vor allem also auch bei Stürzen, ist man halt einfach erst mal "durch den Wind". Das ist nicht gut, denn der Puls knallt nach oben, was die Leistungsfähigkeit aber mindert. Solche Situationen hatte ich ja schon des öfteren, was generell für jeden Rennfahrer gilt, der das schon einige Jährchen mitmacht. Gehört zum Radsport einfach dazu. Manche verdauen so etwas besser und schneller, bei mir habe ich jetzt eben erstmals anhand von Leistungsdaten gesehen, was das bewirkt. Nachdem der Puls nach oben schoss, ging er danach zunehmend nach unten - ebenso die Wattleistung. Die ist zwar nur von Strava geschätzt und nicht gemessen, aber trotzdem nicht so unrealistisch. Ich fuhr dann mehrere Minuten lang in einem "Watt-Tal" und sah mich vergebens nach weiteren Fahrern um, die nach dem Spaziergang an der Wand von Cadolzburg nochmal aufs Rad gestiegen und weitergefahren sind. Da kam niemand mehr, ich war der einzige, der wenigstens noch versuchen wollte, dass man mit einer Verfolgungsgruppe ein paar wertvolle Kilometer sammeln konnte. Ein trauriges Phänomen in der C-Klasse und vielleicht generell bei Amateurrennen: "Och, wir liegen jetzt 10 Sekunden hinter dem Hauptfeld, da rollen wir am besten gleich aus und fahren wieder 200 km mit dem Auto zurück nach Hause." Das ist und bleibt einer der größten Unterschiede zu den Jedermannrennen, weshalb Jedermannrennen zum Formaufbau auch sicherlich wertvoller wären. Leider passt es da terminlich einfach nicht so recht. Allein Sonntag wäre ja auch noch das Jedermannrennen in Münchenbernsdorf gewesen, aber das ist eh schon seit Jahren am gleichen Termin wie Cadolzburg. Der Punkt ist jedenfalls, dass man bei Jedermannrennen in der Regel immer durchfahren kann und auch Begleiter findet, wenn man mal aus dem Hauptfeld zurückfällt. Aber eben nur in der Regel, die ja bekanntermaßen durch Ausnahmen bestätigt wird, wie sich letztes Jahr in Schleiz gezeigt hat.

Allerdings gibt es ja zum Glück noch eine viel bessere Möglichkeit, um zu Beginn der Wettkampfsaison wichtige Rennkilometer für den Formaufbau zu sammeln: Die Dienstagabendserie in Kulmbach! Durch die Kurzbelastung am Sonntag schare ich schon ganz wild mit den Hufen und freu mich wieder auf den Beginn der Serie, die der ATS Kulmbach seit Jahren schon ausrichtet. Kalt wird es, vielleicht auch nass - aber ich bin mal optimistisch. Werde erstmals seit längerer Zeit wieder auf dem Karussellbock sitzen, was hoffentlich keine Knieprobleme bewirken wird. Gestern wollte ich deswegen eigentlich schon mal wieder mit dem Teil fahren, aber das Wetter war ja gestern einfach nur zum Heulen. Samstag steht dann auch das offizielle Samstagskriterium in Kulmbach an. Da bietet sich doch eigentlich gleich ein Hashtag an: #KulmbacherWoche ;)

Keine Kommentare:

Kommentar posten