Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Teams 2018

Team 2018

2018 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 29. Januar 2012

Saisonrückblick 2011 - Teil 9

Also gut, weiter mit Teil 9 des Saisonrückblicks. Noch etwas Lektüre für die aktuell drohenden Kältewelle ;)

Ich war am Wochenende von Grünwald/Freising platt wie eine Flunder und rätselte, wie ich das anvisierte Saison-Highlight zwei Wochen später angehen sollte: Den Napoleoncup. Unser Team hatte sich zum Saisonziel gesetzt, bis zum Napoleoncup nicht ein, sondern zwei Teams stellen zu können - für Kurz- und Langdistanz. Leider klappte das schon mal gar nicht. Auf der Kurzdistanz konnte ich immerhin noch 30 Minuten vor Start Sören Hamann von den Speichen aus Gera für ein Mischteam gewinnen. Unser Trio wurde durch Teamkollege Jan von Blau-Weiß Meiningen komplettiert. Wir hatten also nur das Minimum von 3 Startern und somit keinerlei Puffer. Als Namen für unser Mischteam nahmen wir gar keinen Namen - und traten daher als "Team X" an.

Die erste Etappe, das EZF über 2 Runden auf dem anspruchsvollen 3,3-km-Kurs, das eigentlich schon ein halbes BZF war, lief für mich eigentlich erstaunlich gut. Nachdem mir direkt nach dem Start gleich mal ein völlig falsches Fahrzeug entgegenkam (die Abzweigung bei Closewitz war leider Ordner- und somit ordnungsfrei), konnte ich durch die Erfahrung des Vorjahres ein Overpacen auf den ersten 200 Metern vermeiden. Ich kam gut rein und fuhr dann auch überlegt in den Anstieg bei Start/Ziel. Im Gegensatz zum Vorjahr stand ich nirgendwo an der Steigung und konnte einen guten Rhythmus fahren. Auf meiner zweiten Runde überholte ich kurz vor Cospeda einen Fahrer, der zu Beginn meiner zweiten Runde gerade direkt vor meiner Nase gestartet war, aber offensichtlich zu Beginn overpacet hatte. In der Abfahrt erspähte ich dann gleich ein zweites Opfer, was mir für den "Sprint" zum Ziel hinauf nochmal zusätzliche Kraft verlieh. Gleich zwei Fahrer bei einem 6,5-km-Zeitfahren kassiert? So macht das Spaß! Mit Gesamtplatz 8 war ich voll im Soll und der Abstand auf Vorjahressieger Sören war auch deutlich geringer als im Vorjahr. Allerdings sprengte Maik (mal wieder) das gesamte Feld und fuhr in seiner ganz eigenen Sphäre, weshalb der Rückstand auf den diesjährigen Sieger ähnlich deutlich ausfiel, aber erneut unter einer Minute.

Die 2. Etappe mussten wir als Team von Platz 4 aus in Angriff nehmen, aber die Aufholjagd klappte super. Sören verabschiedete sich zur Überraschung aller (also auch zu unserer) aus dem Feld, obwohl Maik immer noch keinerlei Anzeichen für einen Ausreißversuch erkennen ließ, aber zu dem Zeitpunkt war uns das dennoch ganz recht, selbst wenn wir dann teamtaktisch improvisieren mussten. Sörens Abstand wuchs zunächst eigentlich gleich ganz gut, ich versuchte im Feld zu bremsen, aber dann wurde es Maik zu bunt und er griff einfach an. Ich war zunächst etwas eingeklemmt, versuchte danach noch mein Bestes - aber nachdem ich zwei Wochen zuvor noch platt wie eine Flunder war, musste ja irgendwann der Tank leer sein. Generell hatte ich mich aber noch erstaunlich gut regeneriert und konnte einen für mich persönlich richtig guten Napoleoncup fahren. Am Ende verpasste ich aber mit Gesamtplatz 11 mein Ziel (Top Ten) denkbar knapp. Egal, war dennoch ein super Renntag mit super Wetter und einfach einer super Atmosphäre. So sollte jede "Saisonabschlussfahrt" aussehen, dann kann man auch positiv in die Vorbereitung zur nächsten Saison starten!

Abschließend noch meine Lieblingsrennen der Saison, die ich jedem empfehlen kann (chronologisch):

- Sonneberg: Nette Zielsteigung, schönes Straßenrennen, einwandfreie Organisation (Streckenabsperrung, Parkplätze)
- Cadolzburg: Mittlerweile das zweitgrößte Jedermannrennen Bayerns, nachdem das Straßenrennen in Nürnberg Geschichte ist; auch hier eine einwandfreie Organisation (Streckenabsperrung, Parkplätze)
- Schleiz: Zwar nur auf der GCC-freien Strecke gestartet, aber nahm mir aufgrund der schon fast normalen Teilnehmerzahlen (ungefähr je 300 auf den GCC-Distanzen, ungefähr 100 auf der nicht-GCC-Distanz) ein bisschen die Angst vor dem, was man von den GCC-Rennen mit unverantwortlich hohen Teilnehmerzahlen sonst so gewohnt ist (also die garantierten Massenstürze); ein Straßenrennen von A nach B, kein mehrmaliges Rundenfahren - ein völlig anderes Erlebnis, wenn man überall nur einmal vorbeikommt; fordernde Berg- und Talfahrt; optimale Parkplatzsituation
- Pförring: "Trainingsmaßnahme", aber top abgesicherte Strecken und verkehrsarm gewählt - eigentlich sogar weniger Gegenverkehr als bei offiziellen (!) Straßenrennen in anderen Bundesländern; man setzt auf moderne Kameratechnik bei der Erfassung des Zielergebnisses!!!; allerbeste Parkplatzsituation
- Meiningen, DM: Leider einmalig, aber eine Deutschen Meisterschaft durch und durch würdig; die beste denkbare Streckenabsperrung; die beste denkbare Parkplatzsituation (nämlich für Teilnehmer reservierte Parkplätze in der Innenstadt bei Start/Ziel!!!); wunderschöner Kurs mit "traumhaft anspruchsvollem" Anstieg
- Kulmbach: Ein Jedermannkriterium über mehr als 30 km gibt es nicht? Oh doch! In Kulmbach!!! Dazu noch zwei gratis Getränke für jeden Teilnehmer und einwandfreie Organisation - neuer Pflichttermin für Jedermänner in Nordbayern!!!
- Freising: Okay, nur 20 km, aber niemals langweilig; nette Prämien; einwandfreie Organisation - mein Lieblingsrennen in Südbayern (zumindest das beste Kriterium in Südbayern, meiner Meinung nach)
- Napoleoncup: Die Mini-Tour de France für Jedermänner in Thüringen, wo sich die Jedermann-Elite Thüringens und Nordbayerns knallhart auf die Leistungsfähigkeit prüft; einwandfreie Organisation mit Behebung der falschen Ergebnisse der "Menschenaugen" durch Einsatz von "Kameraaugen"; BESTER Streckensprecher der Welt!!!!!!!!!!!

Okay, genug für diesen Beitrag. Die hier nochmals aufgelisteten Rennen kann ich jedem empfehlen, auch wenn ich selbst in Freising aufgrund des sonderbaren Rennkalenders 2012 nicht dabei sein werde. Für ein 20-km-Rennen mit 1,5 Stunden Anfahrtweg würde es sich einfach nicht lohnen, die Rennform noch einen Monat künstlich am Leben zu erhalten. Aber mehr zu diesem sonderbaren Rennkalender 2012 beim nächsten Mal, wenn ich meinen Rennkalender klarstelle und meine Saisonziele formuliere (jedes Rennen gewinnen ... also ... äh ... bis mich Maik beim ersten Saisonrennen wieder aufweckt ;)

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