Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Samstag, 12. September 2009

Leistungstest bei der Vereinsmeisterschaft

Heute fand die Vereinsmeisterschaft der RSG Vilstal statt. Letztes Jahr gab es einen übersichtlichen Massenstart, dieses Jahr wurden verschiedene Startgruppen erstellt, die mit verschiedenem Zeitvorsprung auf die Strecke gehen durften. Eine leistungsgerechte Einteilung gab es (wie immer) nicht, weswegen ich die ohne sehr kletterlastige Vereinsmeisterschaft nur als reines Training gefahren bin. Das heißt auch, dass ich mit Pulsmesser am Start war. Aufgrund der Daten des Vorjahres konnte ich die Veranstaltung somit wenigstens als Leistungstest verwenden.

Renntechnisch nahm ich mir nur zum Ziel, innerhalb meiner Startgruppe so gut wie möglich abzuschneiden. Allerdings waren wir gerademal 4 Fahrer, womit das also kein Auszeichnung würde werden können. Da die anderen Fahrer erwartungsgemäß besser klettern konnten als ich, musste ich gleich zu Beginn overpacen, um irgendwie dranzubleiben. Als ich dann wegplatzte, ließ ich es einfach gut sein und wartete auf die Gruppe der Lizenzfahrer. Dort waren dann viel PS unterwegs und am Ende der ersten von drei Runden auf der 20-km-Schleife konnten wir den Zusammenschluss mit meiner Startgruppe wiederherstellen.

In der zweiten Runde erfolgte dann eine ganz schöne Selektion im langen Anstieg nach Waldhaus, wobei ich aber einen der Fahrer aus meiner Gruppe abhängen konnte bzw. er konnte dem Tempo einfach nicht mehr folgen. Ich war hinter unserem vielleicht besten Zeitfahrer und dem Sieger der Vereinsmeisterschaft 2007, der ebenfalls in meiner Startgruppe war, als Solist unterwegs, konnte nach dem Anstieg im Flachen einen Zwischensprint einlegen und den Anschluss an die beiden herstellen. Allerdings fuhren die beiden für mein Empfinden sehr ungleichmäßig und rissen bei Führungswechseln und an Kuppen immer am Tempo, wodurch ich ständig Löcher zufahren musste. Gleichzeitig verhinderte das, dass ich mich sinnvoll an der Führungsarbeit der Gruppe beteiligen konnte. Eigentlich erwartete ich nur noch darauf, dass ich jeden Moment endgültig wegplatzen würde, aber irgendwie konnte ich die zweite Runde doch noch mit den beiden absolvieren und erlebte dann in der dritten Runde eine Wiederholung der zweiten Runde: ich verlor im Anstieg nach Waldhaus den Anschluss, konnte aber durch einen Zwischensprint im Flachen wieder ranfahren.

Gegen Ende der dritten Runde fuhren wir noch auf vor uns gestartete Fahrer auf, bei denen auch Stefan dabei war, der einzige Vereinsfahrer, mit dem ich dieses Jahr mal gemeinsam bei einem Rennen die Vereinsfarben vertreten konnte. Als er am Zielanstieg attackierte, fuhr ich auch bewusst nicht gleich hinterher, konnte der nachfolgenden Meute aber sowieso nicht folgen.

Man darf mich nicht nach Sinn und Unsinn dieser Rennform mit dem Zeitvorsprung und der Gruppenteilung, die nicht auf Leistung basiert, fragen, denn ich kann da einzig und allein Unsinn erkennen. Aber da ich selbst bei einem Massenstart keine Chance auf eine vordere Platzierung hätte, ist das sowieso nicht so wichtig. Wichtiger sind die Leistungsdaten, die ich zu einem Leistungstest nutzen kann. Und da hatte ich die Erkenntnis, dass ich 3 Minuten schneller als im Vorjahr war, 1,1 km/h schneller und der Durchschnittspuls nur 2 Schläge höher lag. Eigentlich ist meine pi-mal-Daumen-Regel, dass 1 km/h = 5 Pulsschläge sind. Daher kann ich mit dem Leistungstest eigentlich ganz zufrieden sein, da ich scheinbar besser drauf bin als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. Für Hildburghausen eigentlich gute Aussichten ... nur vom Gefühl her leider nicht :(

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