Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Samstag, 16. Mai 2009

Landkreislauf Amberg-Sulzbach 2009

Kurz entschlossen hatte ich mich ca. 3 Wochen vor dem Landkreislauf 2009 in Amberg-Sulzbach entschieden, für mein altes Team ASAMnet Offline Runners zu starten, obwohl ich ja ein Dreivierteljahr zu einer sportlichen Zwangspause gezwungen war. Mein Kilometerschnitt im Training war auch entsprechend schlecht, aber kurz vor dem Lauf wurde es schon etwas besser.

Beim Wechsel an sich probierte ich beim Warmlaufen auch 3 leiche, kurze Sprints - aber ich merkte weiterhin meine Oberschenkelzerrung. Mit Krankengymnastik geht die aber hoffentlich endlich weg.

Ich hörte immer auf die Nummern-Durchsagen, aber die 111 schien unbekannt zu sein. Ich hatte schon nur noch meine Jacke übergezogen, um nicht auszukühlen (der Wind war frisch), da sah ich ein ehemaligen FOS-Kollegen durchs Ziel schnaufen. Sagte kurz Hallo und hatte immer einen Blick zur Wechselzone - und siehe da, plötzlich tauchte die 111 auf! Fast im Stand bewegte sich mein Vorläufer dem Wechselpunkt zu. Ich zog die Jacke noch aus, ging ihm etwas entgegen und lief dann Hand in Hand mit ihm die letzten Meter zum Wechselstrich. Danach lief ich normal los, um nicht gleich zu overpacen, wie es früher der Fall war. Der Puls war aber dabei schon fast auf 180. Tja, Wettkampfanspannung und so ... aber im Vergleich zur Anspannung bei Radrennen war das ja eigentlich gar nichts! Nur 20 höher als im lockeren Training ...

Kurz nach Rennbeginn verspürte ich leichtes Seitenstechen. Das machte mir Sorgen, aber ich schien es durch gleichmäßige Atmung wegzubekommen. Schnell hatte ich auch die erste Läuferin in einem leichten Anstieg überholt und einen kleinen Jungen im Schlepptau. Der sprintete im Anstieg an mir vorbei, aber fiel danach wieder etwas hinter mir zurück - tja, gleichmäßiges Rennen lernt man eben erst im Laufe der Zeit. Kurz darauf spannte sich ein MTB-Begleiter des kleinen Jungen vor ihm. Gut, das ist nicht wirklich Windschatten, wenn der Junge zwei Meter hinter dem MTB läuft. Aber er hat sein Tempo dadurch erneut erhöht. In der folgenden Abfahrt ... ups ... ist ja kein Radrennen, hehe. Folgend ging es etwas bergab und ich ließ einfach rollen ... äh ... laufen. Dadurch kam ich wieder an dem kleinen Jungen vorbei. Der Puls blieb auch ok. Immer so um die 180 bzw. knapp drunter.

Im folgenden Waldstück aber überholte mich der kleine Junge erneut, weil meine Leistung wohl trotz gleichmäßiger Belastung schon langsam abnahm. Ein zweiter Läufer überholte mich ebenfalls, aber da ich zu diesem Zeitpunkt schon an über 10 Läufern vorbeigegangen war, war das nicht so wild. Beide schnelleren Läufer waren eben genau das: schneller! Mir war aber vor allem wichtig, dass ich zwei Läufer in den Hemden der Bergziegen Oberpfalz überholt hatte. Das ist ja so eine Freizeit-Rennrad-Truppe hier, also quasi Konkurrenz der RSG Vilstal. Das hat dann natürlich eine höhere Bedeutung, wenn man solche Leute überholt, hehe.

Bei der Erfrischung packte ich zu, weil ich doch etwas Durst verspürt hatte. Ich trank etwas, einiges schwappte auf mein Trikot und meine Beine - den Rest warf ich dann einfach davon, um durch eingeschränkten Armschwung nicht Seitenstechen zu erhalten, dass mich schon zweimal leicht erwischt hatte. Ich war jetzt jedenfalls weg von Feld- und Waldwegen, die heute nicht ganz so matschig waren wie beim Trainingslauf am Dienstag, und lief auf der langen betonierten Straße nach vorne. Der Vorsprung nach hinten wurde immer größer, von dort würde mich kein dritter Läufer überholen. Stattdessen überholte ich noch einige Läufer, ehe ein Läufer, der in Iber noch von meinem ehemaligen FOS-Kollegen übernommen hatte, sich nach seiner Überholung erneut vor mich setzte. Ich begab mich schon fast automatisch in seinen "Windschatten" - scheinbar eine Nebenwirkung von Radrennen, hehe. Aber war auch gut so. Er lief jetzt ein Tempo, das ich alleine so wohl nicht gelaufen wäre. Es ging gerade so und wir liefen dann mehr oder weniger Seite an Seite zum Wechselpunkt. Dort übergab ich an unseren Schlussläufer, der mir aber beim Abklatschen mit flacher Hand entgegenklatschte, wobei ich mir die Finger etwas überdehnte. Aber alles halb so wild. Nur das Abklatschen muss nächstes Jahr besser werden ;)

Am Ende sprang Platz 171 (
Ergebnis) von über 300 Teams heraus. Meine Trainingszeit konnte ich von 25 auf 22 Minuten verbessern, der Puls lag im Schnitt bei 178, zu 100% im roten Bereich - die Muskulatur wird morgen Rock 'n Roll tanzen!!!

Ein Video gibt es auch dazu ...


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