Im Gegensatz zum Montag nach Cadolzburg war ich am gestrigen Montag nach einem der härtesten Rennen meiner "Karriere" für nix weiter zu gebrauchen. Da hing ich ziemlich K.O. in den Seilen. Heute stand eine Art Test auf dem Programm: Mein erstes Schiri-Spiel des Jahres. Wie würde es mit meiner Sehne am Knie aussehen?
Die 1. Halbzeit ließ sich noch recht gut pfeifen. Zum Ende spürte ich eine minimale Reaktion, dehnte mich brav in der Pause, war aber noch ganz optimistisch. Nach einer gespielten Stunde war es dann so, als ob ich plötzlich irgendwie eine falsche Bewegung gemacht hätte. Das war zwar nicht der Fall, aber das Knie bzw. die Sehne schmerzte plötzlich so stark, wie als ob ich eben eine falsche Bewegung gemacht hätte. Und genau das ist mein großes Problem: Ich weiß nicht, was genau die Schmerzen auslöst. Und ich weiß leider auch nicht, wo ich einen Arzt finde, der mir das genau sagen könnte. Vor allem einen Arzt, der mir auch sagen könnte, wie ich das Problem beseitigen könnte. Es gibt sooooo viele Ärzte, aber keiner weiß Bescheid. Was studieren die Leute eigentlich außer einer toten Sprache, fragt man sich da manchmal ...
Ich habe mich dann noch irgendwie bis zum Spielende gequält und hing gleich eine lockere 40-km-Runde mit dem Rennrad dran. Die ersten Kilometer waren übel, da spürte ich die Schmerzen selbst beim Treten noch. Aber der Schmerz "trat sich weg". Okay, nicht ganz. Im Sitzen war es okay, im Stehen zwickte es schon noch. Bis Sonntag in Sonneberg sollte mich das nicht mehr stören, auch aktuell ist der Schmerz beim "ultimativen Test" nicht ganz so wild wie damals, als das Problem erstmals auftrat: Beim Treppe hinab laufen ...
Mein Vorhaben, in diesem Jahr mehr Sport in die Breite zu machen, wird durch diese anhaltenden Sehnenprobleme am Knie also mehr oder weniger torpediert. Das Gute daran: Ich kann mich wenigstens bis Ende Juli, dem Ende der Rennserie in Kulmbach, voll und ganz aufs Radfahren konzentrieren - weil alle andere Sportarten nicht klappen. Naja ... ich könnte mir vorstellen, dass ich mich schmerzfrei in die Hocke begeben, abspringen und landen könnte ... aber das wird ja erst im Winter wieder ein Thema ;)
Eine Radrunde nach einem Schirispiel habe ich übrigens seit 2010 nicht mehr gemacht. Ich hatte das 2008 ursprünglich so eingeführt, um die Beine auch gleich etwas zu lockern und eben noch ein paar Kilometer zu sammeln (Stichwort: Kilometerwahn). Dabei fiel mir aber stets auf, dass sich das entsprechend auf meine Leistungsdaten auswirkte. Eigentlich logisch, denn mit 90 Minuten Laufspiel hat man eben doch einiges an Vorbelastung. Das darf man mir ruhig glauben ;)
Die Werte der heutigen Einheit haben mich daher sehr positiv überrascht. Die Form kommt aber normalerweise nicht über Nacht, weshalb ich der Sache noch nicht so recht trauen mag. Aber tendenziell scheint sich meine Formkurve, die in den letzten Wochen stagniert hatte, doch wieder etwas anzuheben. Generell war ich ja vor Karbach der Meinung, dass mir 2 km/h auf eine wirklich konkurrenzfähige Form fehlen würden. Am Ende fehlten mir satte 5 km/h auf die Spitze. Nach der heutigen Einheit scheine ich diese 2 km/h auf einen Schlag aufgeholt zu haben - vor allem dann, wenn man die Vorbelastung durchs Spiel bedenkt. Aber naja ... Maik wäre ja selbst dann immer noch 3 km/h schneller, also ... ;)
Heute ist ja ein Dienstag ohne Kulmbach *schnüff*. Dafür aber ein paar Zahlenspiele: Letztes Jahr hatten wir 39,5 km/h beim Auftakt, diesmal 40,7 km/h. Bei meinen folgenden 4 Teilnahmen letztes Jahr gab es jeweils einen Schnitt von knapp über 41 km/h - da ich beim Auftakt schon 40,7 km/h mitgehen konnte, es jetzt wärmer wird und meine Form ja scheinbar sprunghaft angesteigen zu sein scheint, brauche ich mir also wohl keinen Kopf machen, ob ich in Kulmbach mit dem Feld mitkomme. Das ist schon mal gut. Abgesehen vom Auftakt letzes Jahr hatte ich ja 6 Mal einen 40er- bzw. 5 Mal einen 41er-Schnitt. Nur einmal kam ich mit einem 42er-Schnitt ins Ziel. Und wie gesagt: Es wird wärmer und meine Form ist scheinbar angestiegen. Ich strotze also gleich mal vor (falschem?!?) Optimismus und hoffe, dass ich dieses Jahr in Kulmbach mehr 41er- UND 42er-Schnitte erzielen werde. Und hey: Vielleicht ist ja sogar mal ein 43er-Schnitt drin?!? Das wäre ja dann schon fast ... äh ... "schnell" ;)
PS: Ich erkunde langsam aber sicher den praktischen Nutzen von Social Networking in Form von Google+. In dem Zusammenhang wollte ich sagen, dass ich dort speziell einen Sportkreis erstellt habe. In meinem öffentlichen Profil teile ich also nur (noch) allgemeinere Dinge - falls es da mal was zu teilen gibt. Klickt man also auf mein Profil, hat mich ab nicht in seinen Kreisen bei Google+, sieht man die ganzen Sportbeiträge gar nicht. Darauf wollte ich nur mal hinweisen. Will man die also geteilt bekommen, müsste man mir quasi "folgen" (was heutzutage ja voll "in" ist - früher wurde bei so etwas die Polizei gerufen, wenn man anderen Menschen ständig folgte) und mich auch wissen lassen, wer man ist (falls ich das anhand des Namens nicht auch so erkennen sollte). Ich ziehe dann Leute, die Interesse an meinen Sport-Beiträgen haben (das sind dann diverse Dinge wie z.B. am Sonntag die Bildergalerie von Hans Will zum Rennen in Karbach), in meinen Sportkreis, wenn ich Bescheid weiß, dass sie dort rein wollen. Google+ ist fürs Teilen von Links bzw. vermeintlich interessanten Dingen im Internet ganz nett, finde ich, weil der Link wirklich schnell und problemlos (mit Vorschau!) geteilt wird. Hier bei Blogger ist das etwas aufwändiger ...
Disclaimer - wenn man so will
In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)
Team 2019
Team 2019
2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen
2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen
Dienstag, 1. Mai 2012
Montag, 30. April 2012
Hesselberg 2009 + Schleiz 2011 = Karbach 2012
Ich bin jetzt nach 2008 und 2010 zum 3. Mal in Karbach gefahren. Die lange, fordernde Steigung gleich zu Beginn des Kurses kam mir heute länger und schwieriger vor als bei meinen vorherigen "Versuchen". Das war ansatzweise schon Hesselberg 2009. Was heute aber erschwerend hinzukam, war ein mörderischer Gegenwind auf dem flachen Stück zurück nach Karbach, wo man normalerweise ganz gut rollen lassen und sich auch etwas für die Höhenmeter erholen kann. Das war bei einem Wind, der aber noch stärker als letztes Jahr in Schleiz schien, absolut nicht möglich!
Gleich zu Beginn legten die Top-Fahrer wieder los wie die Feuerwehr. Kein Einrollen, gleich ein Bergsprint. Ich versuchte aber nicht zu overpacen und möglichst gleichmäßig zu fahren. Wer den Anstieg in Karbach aber kennt, der weiß, dass das dort alles andere als einfach ist. Der ständig wechselnde Belag zwischen "okay" bis "schlecht" hin zu "Wer hat die Straße geklaut?" und die gefühlsmäßig zunehmende Steigung UND Länge (von Runde zu Runde kam mir der Anstieg länger vor - lustig, was?) führte wie 2010 schon dazu, dass ich durch das hohe Tempo trotz meiner Bemühungen um Gleichmäßigkeit gleich wieder so overpacete, dass sich mein Kreislauf in Form von Kopfschmerzen äußerte. Aber ich kannte das eben schon von 2010 und wusste, dass das mit zunehmender Renndauer nachlassen würde. Zudem waren die Kopfschmerzen diesmal nicht ganz so übel. 2010 hatte ich wegen der starken Kopfschmerzen ja noch in der Steigung ans Aufgeben gedacht. Aber so ist das eben, wenn die deutlich besseren Fahrer auf den ersten 5 Kilometern des Rennens gleich so hochbrettern als ob es sich bereits um das Finish bei einem Zielanstieg handeln würde. Wie Cadolzburg z.B. oder Coschütz oder Greiz-Pohlitz. Da bricht das System eines Fahrers wie mir nun mal leider schnell zusammen wie ein Kartenhaus ...
Zwischen der langen und der kurzen, noch steileren Steigung hat man ja immer eine Passage, in der man sich etwas regenerien kann und muss - und in der man noch den Blick auf die Spitzengruppe hat. Das war auch diesmal der Fall. Ich zählte durch und war der Meinung, dass unsere Gruppe, die sich versucht zu bilden, am Ende um Platz 10 kämpfen könnte. Was ich aber nicht wusste: Maik war vorne schon mit drei Wegbegleitern so weit weg, dass ich die eigentliche Spitze des Rennens schon zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr in der Ferne erkennen konnte. Um das mal klar zu sagen: 2008 beim BC-Rennen war ich hier noch im Hauptfeld und sah die Spitze des Rennens gar nicht mal so weit entfernt. Unglaublich, was Maik schon so früh in der Saison wieder auf den Asphalt pfeffert ...
Ach ja, Asphalt: Die Panzerstraße von Karbach ist ja wirklich ein ekliges Ding, es rollt einfach nicht. Aber so schlimm, wie sie mittlerweile sein sollte, war sie gar nicht mal. Im Gegenteil! Im Anstieg hat man mehr geteerte Passagen als noch 2010 gehabt und die Abfahrt ging eigentlich auch ganz gut. Nach den diversen Erzählungen hatte ich das viel schlimmer erwartet. Es ist natürlich weiterhin kein Genuss, aber bitteschön: Fahrt mal die Kopfsteinpflaster-Abfahrt beim Dachauer Bergkriterium oder Gera-Debschwitz, wo man auf einer üblen Buckelpiste mit Höchstgeschwindigkeiten um die Kurve fahren muss. In Karbach geht es wenigstens ständig nur geradeaus ...
Unsere Gruppe versuchte sich wie gesagt zu bilden, aber beim Versuch blieb es irgendwie. Es kam zu keinem gleichmäßigen Tempo, immer wieder haben diverse Fahrer "angerissen", was dazu führte, dass ich immer mal wieder abreißen lassen musste. Nach der zweiten Steigung und der folgenden Abfahrt hatte ich mich aber wieder an die Meute rangekämpft und wir rollten zunächst zu sechst zurück Richtung Karbach. Als der Gegenwind dann voll zupackte, brach die Gruppe auseinander. Zunächst waren wir dann zu dritt vorne, ein vierter Fahrer schloss etwas später von hinten noch auf. Als wir die lange Steigung zum 2. Mal bewältigten, brach auch dieses Quartett auseinander - mit mir kurz hinter den ersten beiden. Über die Kuppe hinweg konnte ich deren Tempoverschärfung einfach nicht mehr folgen. Wieso man an einem solchen Tag mit so einem starken Wind dann eine 4er-Gruppe noch kleinfahren muss, hat sich mir zwar nicht unbedingt gleich erschlossen, aber man muss auch sagen, dass die beiden generell einfach deutlich besser waren als ich. Sowohl am Berg, als auch im starken Gegenwind.
Jedenfalls führte das dazu, dass ich zwar in der steilen Steigung schon bis auf 10 Sekunden wieder an die beiden rankam, nachdem sie irgendwie doch etwas rausgenommen hatten, aber danach gingen die beiden ab wie ein Schnitzel und für mich wurde die 2. Runde endgültig zur Solofahrt. Von hinten sah ich nämlich auch keine Fahrer mehr, also konnte ich nur versuchen im "Windkanal" ein EZF zu versuchen. Das klappte aber (natürlich) gar nicht und ich wurde noch vor Karbach doch von einem Trio aufgerollt. Nach meiner langen Solofahrt war das denkbar ungünstig, denn die Steigung folgte zum dritten und letzten Mal, aber ich hatte natürlich viel Kraft bei der Solofahrt im Windkanal gelassen.
Glücklicherweise harmonierte diese Gruppe diesmal aber und wir kämpften uns gemeinsam als die vier Musketiere zurück nach Karbach. Dort zog ich dann kurz vor der Abzweigung in die Ortschaft hinein den Sprint zaghaft an, aber verzichtete darauf, gleich dort schon ein Loch reißen zu wollen. Ich hatte einen von zwei Team-Haibike-Fahrern an meinem Hinterrad, sah das aber nicht als Problem an. Ich dachte mir einfach, dass ich der sprintstärkste in der Gruppe sein würde und wollte das Finale daher von vorne fahren. Entweder würde es halt reichen oder nicht. Beide Haibike-Fahrer haben übrigens ihr erstes Straßenrennen bestritten. Gleich beim ersten Rennen so ein schweres Rennen zu erwischen, das ist natürlich auch übel. Tja, und dann ist der eine der beiden Fahrer direkt bei der Abzweigung schon innen an mir vorbeigegangen, obwohl er sich ja eigentlich noch an meinem Hinterrad hätte positionieren können. Ich wunderte mich etwas, aber okay. Dann eben doch aus der 2. Position heraus den Zielsprint bestreiten. Und den sieht man Ende dieses Videos:
Okay, ich gebe es zu: Die Kameraführung glich meiner heutigen fahrerischen Leistung ;)
Noch ein paar Zahlen: Top-Geschwindigkeit fast 70 km/h, Durchschnitt nach der 1. Runde 34 km/h, nach der 2. und 3. Runde je 32 km/h. Ich war also insgesamt 3,5 km/h langsamer als 2010. Allerdings war diesmal dieser starke Wind, ich fuhr fast eine komplette Runde solo und ... äh ... ich habe vermutlich einfach doch zu wenig an Steigungen trainiert. Und viel lässt sich ja auch nicht korrigieren. Bei 2 Rennen pro Woche steht vor allem Regeneration auf dem Programm. Entweder kommt die Form also noch über die nächsten Rennen - oder eben nicht. Tja ... ach, und am Ende noch die Zahl meiner Platzierung: 14 ... hmm ... schlechter als 2010 ... aber besser als letzte Woche in Cadolzburg, also ein Aufwärtstrend ;)
NACHTRAG: Der Haibike-Fahrer mit der 338, der im Ergebnis gar nicht auftauchte, wurde von den Wettkampfrichtern als "318" notiert. Das Ergebnis ist jetzt eben auf der Website, drum konnte ich mir das mal ansehen. Um das klarzustellen: Die 318 fuhr NICHT in unserer 4er-Gruppe. Ist mal wieder das leidige Thema mit fehlerhaften Ergebnissen. Erschreckend finde ich dabei vor allem, dass die 338 als dritter Fahrer unserer Gruppe ins Ziel kam. Stelle man sich das gleiche beim Zieleinlauf der Spitze mal vor: Ohne Zielkamera und ohne Transponder könnte der Drittplatzierte also schon falsch notiert werden! Will man also richtig notiert werden, sollte man im Idealfall immer als Erster ins Ziel rollen, ob ganz vorne oder aus einer zurückliegenden Gruppe heraus. Andernfalls könnte der übliche Frust eines Hobbyfahrers folgen, wenn er gar nicht oder auf einem falschen Platz notiert wurde. Die Wettkampfrichter können das dann meistens nicht nachvollziehen, warum man einen 16. Platz korrigiert haben möchte, aber uns Hobbyfahrern geht es eben vor allem um den Spaß an der Sache, nicht nur um den Sieg allein. Es gehört einfach dazu, dass wir am Ende wissen wollen: Was hat die Quälerei gebracht?
Gleich zu Beginn legten die Top-Fahrer wieder los wie die Feuerwehr. Kein Einrollen, gleich ein Bergsprint. Ich versuchte aber nicht zu overpacen und möglichst gleichmäßig zu fahren. Wer den Anstieg in Karbach aber kennt, der weiß, dass das dort alles andere als einfach ist. Der ständig wechselnde Belag zwischen "okay" bis "schlecht" hin zu "Wer hat die Straße geklaut?" und die gefühlsmäßig zunehmende Steigung UND Länge (von Runde zu Runde kam mir der Anstieg länger vor - lustig, was?) führte wie 2010 schon dazu, dass ich durch das hohe Tempo trotz meiner Bemühungen um Gleichmäßigkeit gleich wieder so overpacete, dass sich mein Kreislauf in Form von Kopfschmerzen äußerte. Aber ich kannte das eben schon von 2010 und wusste, dass das mit zunehmender Renndauer nachlassen würde. Zudem waren die Kopfschmerzen diesmal nicht ganz so übel. 2010 hatte ich wegen der starken Kopfschmerzen ja noch in der Steigung ans Aufgeben gedacht. Aber so ist das eben, wenn die deutlich besseren Fahrer auf den ersten 5 Kilometern des Rennens gleich so hochbrettern als ob es sich bereits um das Finish bei einem Zielanstieg handeln würde. Wie Cadolzburg z.B. oder Coschütz oder Greiz-Pohlitz. Da bricht das System eines Fahrers wie mir nun mal leider schnell zusammen wie ein Kartenhaus ...
Zwischen der langen und der kurzen, noch steileren Steigung hat man ja immer eine Passage, in der man sich etwas regenerien kann und muss - und in der man noch den Blick auf die Spitzengruppe hat. Das war auch diesmal der Fall. Ich zählte durch und war der Meinung, dass unsere Gruppe, die sich versucht zu bilden, am Ende um Platz 10 kämpfen könnte. Was ich aber nicht wusste: Maik war vorne schon mit drei Wegbegleitern so weit weg, dass ich die eigentliche Spitze des Rennens schon zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr in der Ferne erkennen konnte. Um das mal klar zu sagen: 2008 beim BC-Rennen war ich hier noch im Hauptfeld und sah die Spitze des Rennens gar nicht mal so weit entfernt. Unglaublich, was Maik schon so früh in der Saison wieder auf den Asphalt pfeffert ...
Ach ja, Asphalt: Die Panzerstraße von Karbach ist ja wirklich ein ekliges Ding, es rollt einfach nicht. Aber so schlimm, wie sie mittlerweile sein sollte, war sie gar nicht mal. Im Gegenteil! Im Anstieg hat man mehr geteerte Passagen als noch 2010 gehabt und die Abfahrt ging eigentlich auch ganz gut. Nach den diversen Erzählungen hatte ich das viel schlimmer erwartet. Es ist natürlich weiterhin kein Genuss, aber bitteschön: Fahrt mal die Kopfsteinpflaster-Abfahrt beim Dachauer Bergkriterium oder Gera-Debschwitz, wo man auf einer üblen Buckelpiste mit Höchstgeschwindigkeiten um die Kurve fahren muss. In Karbach geht es wenigstens ständig nur geradeaus ...
Unsere Gruppe versuchte sich wie gesagt zu bilden, aber beim Versuch blieb es irgendwie. Es kam zu keinem gleichmäßigen Tempo, immer wieder haben diverse Fahrer "angerissen", was dazu führte, dass ich immer mal wieder abreißen lassen musste. Nach der zweiten Steigung und der folgenden Abfahrt hatte ich mich aber wieder an die Meute rangekämpft und wir rollten zunächst zu sechst zurück Richtung Karbach. Als der Gegenwind dann voll zupackte, brach die Gruppe auseinander. Zunächst waren wir dann zu dritt vorne, ein vierter Fahrer schloss etwas später von hinten noch auf. Als wir die lange Steigung zum 2. Mal bewältigten, brach auch dieses Quartett auseinander - mit mir kurz hinter den ersten beiden. Über die Kuppe hinweg konnte ich deren Tempoverschärfung einfach nicht mehr folgen. Wieso man an einem solchen Tag mit so einem starken Wind dann eine 4er-Gruppe noch kleinfahren muss, hat sich mir zwar nicht unbedingt gleich erschlossen, aber man muss auch sagen, dass die beiden generell einfach deutlich besser waren als ich. Sowohl am Berg, als auch im starken Gegenwind.
Jedenfalls führte das dazu, dass ich zwar in der steilen Steigung schon bis auf 10 Sekunden wieder an die beiden rankam, nachdem sie irgendwie doch etwas rausgenommen hatten, aber danach gingen die beiden ab wie ein Schnitzel und für mich wurde die 2. Runde endgültig zur Solofahrt. Von hinten sah ich nämlich auch keine Fahrer mehr, also konnte ich nur versuchen im "Windkanal" ein EZF zu versuchen. Das klappte aber (natürlich) gar nicht und ich wurde noch vor Karbach doch von einem Trio aufgerollt. Nach meiner langen Solofahrt war das denkbar ungünstig, denn die Steigung folgte zum dritten und letzten Mal, aber ich hatte natürlich viel Kraft bei der Solofahrt im Windkanal gelassen.
Glücklicherweise harmonierte diese Gruppe diesmal aber und wir kämpften uns gemeinsam als die vier Musketiere zurück nach Karbach. Dort zog ich dann kurz vor der Abzweigung in die Ortschaft hinein den Sprint zaghaft an, aber verzichtete darauf, gleich dort schon ein Loch reißen zu wollen. Ich hatte einen von zwei Team-Haibike-Fahrern an meinem Hinterrad, sah das aber nicht als Problem an. Ich dachte mir einfach, dass ich der sprintstärkste in der Gruppe sein würde und wollte das Finale daher von vorne fahren. Entweder würde es halt reichen oder nicht. Beide Haibike-Fahrer haben übrigens ihr erstes Straßenrennen bestritten. Gleich beim ersten Rennen so ein schweres Rennen zu erwischen, das ist natürlich auch übel. Tja, und dann ist der eine der beiden Fahrer direkt bei der Abzweigung schon innen an mir vorbeigegangen, obwohl er sich ja eigentlich noch an meinem Hinterrad hätte positionieren können. Ich wunderte mich etwas, aber okay. Dann eben doch aus der 2. Position heraus den Zielsprint bestreiten. Und den sieht man Ende dieses Videos:
Okay, ich gebe es zu: Die Kameraführung glich meiner heutigen fahrerischen Leistung ;)
Noch ein paar Zahlen: Top-Geschwindigkeit fast 70 km/h, Durchschnitt nach der 1. Runde 34 km/h, nach der 2. und 3. Runde je 32 km/h. Ich war also insgesamt 3,5 km/h langsamer als 2010. Allerdings war diesmal dieser starke Wind, ich fuhr fast eine komplette Runde solo und ... äh ... ich habe vermutlich einfach doch zu wenig an Steigungen trainiert. Und viel lässt sich ja auch nicht korrigieren. Bei 2 Rennen pro Woche steht vor allem Regeneration auf dem Programm. Entweder kommt die Form also noch über die nächsten Rennen - oder eben nicht. Tja ... ach, und am Ende noch die Zahl meiner Platzierung: 14 ... hmm ... schlechter als 2010 ... aber besser als letzte Woche in Cadolzburg, also ein Aufwärtstrend ;)
NACHTRAG: Der Haibike-Fahrer mit der 338, der im Ergebnis gar nicht auftauchte, wurde von den Wettkampfrichtern als "318" notiert. Das Ergebnis ist jetzt eben auf der Website, drum konnte ich mir das mal ansehen. Um das klarzustellen: Die 318 fuhr NICHT in unserer 4er-Gruppe. Ist mal wieder das leidige Thema mit fehlerhaften Ergebnissen. Erschreckend finde ich dabei vor allem, dass die 338 als dritter Fahrer unserer Gruppe ins Ziel kam. Stelle man sich das gleiche beim Zieleinlauf der Spitze mal vor: Ohne Zielkamera und ohne Transponder könnte der Drittplatzierte also schon falsch notiert werden! Will man also richtig notiert werden, sollte man im Idealfall immer als Erster ins Ziel rollen, ob ganz vorne oder aus einer zurückliegenden Gruppe heraus. Andernfalls könnte der übliche Frust eines Hobbyfahrers folgen, wenn er gar nicht oder auf einem falschen Platz notiert wurde. Die Wettkampfrichter können das dann meistens nicht nachvollziehen, warum man einen 16. Platz korrigiert haben möchte, aber uns Hobbyfahrern geht es eben vor allem um den Spaß an der Sache, nicht nur um den Sieg allein. Es gehört einfach dazu, dass wir am Ende wissen wollen: Was hat die Quälerei gebracht?
Freitag, 27. April 2012
Prognose Karbach
2008 fiel ich zu Beginn der 2. Runde beim BC-Rennen in Karbach etwas unfreiwillig zurück, weil ich an der langen Steigung zu weit hinten fuhr und den Moment nicht mitbekam, in dem das Feld riss. Nach zwischenzeitlich fast einer kompletten Solorunde wurde ich in der 4. Runde aus dem Rennen genommen und kam mit 35,5 km/h "ins Ziel". Zwei Jahre später hatte ich bei meinem offiziellen 11. Platz (eigentlich war ich Zwölfter - irgendein Fahrer aus dem Hauptfeld wurde "übersehen") ebenfalls 35,5 km/h. Anhand der Ergebnisse des Vorjahres vermute ich, dass mit Ausnahme der beiden Erstplatzierten, die dieses Jahr nicht am Start sein werden, die schnellste Gruppe ebenfalls einen Schnitt von um die 35,5 km/h haben musste. Immer wieder 35,5 km/h ... ein magischer Wert?!? ;)
Würde die Spitzengruppe dieses Jahr also auch mit 35,5 km/h ins Ziel kommen und ich könnte diesen Schnitt erneut erreichen, wäre das natürlich BOMBE!!! Leider weiß ich, dass mir formtechnisch etwas fehlt und ein 35er-Schnitt für mich kein Selbstläufer wird. Insofern wird es stattdessen mein "Leistungsziel". Für welche Platzierung das am Ende dann reichen könnte, sei mal dahingestellt, aber nach einem offiziellen 11. Platz wäre das Sprung unter die ersten 10 natürlich ganz erfreulich. Oh, und ganz wichtig: Hauptsache sturzfrei!!!
Die Namen in der bisherigen Meldeliste sagen mir jetzt leider nicht so unglaublich viel. Karbach befindet sich schon halb in Hessen bzw. Baden-Württemberg, weshalb man dort immer wieder auf viele unbekannte Gesichter und Namen trifft, die aber zum Teil richtig gut klettern können. Die Konkurrenz ist dementsprechend nicht wirklich für mich einzuschätzen. Ich hoffe halt nur, dass durch das Fehlen von Maik und Leonardo Sansonetti, die nunmal die beiden Erstplatzierten des Vorjahres waren und einen 37er-Schnitt gehabt haben müssten, ein 35er-Schnitt tatsächlich schon für die Ankunft mit der Spitzengruppe reichen könnte. Leider sind Radrennen keine Wunschkonzerte ...
Dann noch etwas "Kakao": Die BDR-Irgendwasliste wurde jetzt doch tatsächlich mit mehreren Ergebnissen gefüttert! Aber sieht man sich das mal an, muss man das durch den Kakao ziehen. Die GCC-Ergebnisse sind ja immer schön und vollständig ausgewertet. Durch Rennen wie in Burggen oder vor allem Cadolzburg, dem nach dem Aus von Nürnberg zweitgrößten Jedermannrennen Bayerns, wird einmal mehr klar, dass man mit dem Wertungssystem nur eine Teilnahme an GCCs erzwingen will. Der Unterschied ist wirklich enorm und es kann sich ja jeder selbst ein Bild davon machen. So hat der Sieger von Cadolzburg z.B. sagenhafte 0 Punkte und Maik auf Platz 2 hat 60 Pünktchen. "Pünktchen", weil "ferner fuhren" bei jedem GCC mehr Punkte als der Zweitplatzierte des zweitgrößten Jedermannrennens Bayerns erhält!!! Und dass der Sieger 0 Punkte hat, ist die nächste Selbstparodie des BDR: Das war nämlich der einzige Lizenzfahrer! Der BDR hat in seiner rad-net-Datenbank also alle Daten dieses Fahrers. Sieht man sich die Fahrer ohne Wertung an, fällt nämlich auf, dass die Jahrgänge fehlen - und somit der Grund sind, weshalb manche Fahrer keine Punkte erhalten haben. Wenn der BDR die Jahrgänge seiner eigenen Lizenzfahrer nicht kennt, dann muss man das eigentlich auch gar nicht erst durch den Kakao ziehen - der BDR zieht sich schon selbst durch den Kakao! Es stellt sich mir auch noch die Frage, wo man überhaupt einige der Jahrgänge her hat. In der Ergebnisliste von Cadolzburg stehen nämlich gar keine Jahrgänge drin! Und eine weitere Feststellung ist: Scheinbar hat man jeweils ein "Teamlimit" von 50% für die Wertung bei nicht-GCC-Rennen. Sowohl die Ramazzottis, als auch die Chiemgauer und unser Verein haben jeweils exakt die Hälfte unserer Fahrer gewertet, die andere Hälfte wurde nicht gewertet. Das sorgt für Verwunderung und ist vor allem nicht logisch nachvollziehbar. Aber das ist eben der BDR ...
Würde die Spitzengruppe dieses Jahr also auch mit 35,5 km/h ins Ziel kommen und ich könnte diesen Schnitt erneut erreichen, wäre das natürlich BOMBE!!! Leider weiß ich, dass mir formtechnisch etwas fehlt und ein 35er-Schnitt für mich kein Selbstläufer wird. Insofern wird es stattdessen mein "Leistungsziel". Für welche Platzierung das am Ende dann reichen könnte, sei mal dahingestellt, aber nach einem offiziellen 11. Platz wäre das Sprung unter die ersten 10 natürlich ganz erfreulich. Oh, und ganz wichtig: Hauptsache sturzfrei!!!
Die Namen in der bisherigen Meldeliste sagen mir jetzt leider nicht so unglaublich viel. Karbach befindet sich schon halb in Hessen bzw. Baden-Württemberg, weshalb man dort immer wieder auf viele unbekannte Gesichter und Namen trifft, die aber zum Teil richtig gut klettern können. Die Konkurrenz ist dementsprechend nicht wirklich für mich einzuschätzen. Ich hoffe halt nur, dass durch das Fehlen von Maik und Leonardo Sansonetti, die nunmal die beiden Erstplatzierten des Vorjahres waren und einen 37er-Schnitt gehabt haben müssten, ein 35er-Schnitt tatsächlich schon für die Ankunft mit der Spitzengruppe reichen könnte. Leider sind Radrennen keine Wunschkonzerte ...
Dann noch etwas "Kakao": Die BDR-Irgendwasliste wurde jetzt doch tatsächlich mit mehreren Ergebnissen gefüttert! Aber sieht man sich das mal an, muss man das durch den Kakao ziehen. Die GCC-Ergebnisse sind ja immer schön und vollständig ausgewertet. Durch Rennen wie in Burggen oder vor allem Cadolzburg, dem nach dem Aus von Nürnberg zweitgrößten Jedermannrennen Bayerns, wird einmal mehr klar, dass man mit dem Wertungssystem nur eine Teilnahme an GCCs erzwingen will. Der Unterschied ist wirklich enorm und es kann sich ja jeder selbst ein Bild davon machen. So hat der Sieger von Cadolzburg z.B. sagenhafte 0 Punkte und Maik auf Platz 2 hat 60 Pünktchen. "Pünktchen", weil "ferner fuhren" bei jedem GCC mehr Punkte als der Zweitplatzierte des zweitgrößten Jedermannrennens Bayerns erhält!!! Und dass der Sieger 0 Punkte hat, ist die nächste Selbstparodie des BDR: Das war nämlich der einzige Lizenzfahrer! Der BDR hat in seiner rad-net-Datenbank also alle Daten dieses Fahrers. Sieht man sich die Fahrer ohne Wertung an, fällt nämlich auf, dass die Jahrgänge fehlen - und somit der Grund sind, weshalb manche Fahrer keine Punkte erhalten haben. Wenn der BDR die Jahrgänge seiner eigenen Lizenzfahrer nicht kennt, dann muss man das eigentlich auch gar nicht erst durch den Kakao ziehen - der BDR zieht sich schon selbst durch den Kakao! Es stellt sich mir auch noch die Frage, wo man überhaupt einige der Jahrgänge her hat. In der Ergebnisliste von Cadolzburg stehen nämlich gar keine Jahrgänge drin! Und eine weitere Feststellung ist: Scheinbar hat man jeweils ein "Teamlimit" von 50% für die Wertung bei nicht-GCC-Rennen. Sowohl die Ramazzottis, als auch die Chiemgauer und unser Verein haben jeweils exakt die Hälfte unserer Fahrer gewertet, die andere Hälfte wurde nicht gewertet. Das sorgt für Verwunderung und ist vor allem nicht logisch nachvollziehbar. Aber das ist eben der BDR ...
Dienstag, 24. April 2012
Gelungener Auftakt in Kulmbach
14 Wertungsläufe, Anreise in unter einer Stunde und nur 25 Euro für die komplette Rennserie - das ist die Dienstagabend-Rennserie in Kulmbach. Da stellt man sich als Hobbyfahrer aus Nordbayern natürlich die Frage: Was interessiert mich der GCC? "Nur" 11 Rennen und jedesmal 40 bis 50 Euro Startgebühr inklusive Deutschlandreise und Übernachtungskosten. Eine weitere Frage stellt sich aber auch noch: Wo waren die Hobbyfahrer?!? Ich kam mir heute sehr allein vor. Okay, von den anderen Fahrern sind natürlich auch nicht alle im Besitz einer Lizenz, aber von anderen Rennen habe ich die Leute auch nicht wirklich gekannt. Also, liebe Hobbyfahrer Nordbayerns: Traut euch doch! Keine Angst vorm Vergleich mit Lizenzfahrern ...
Zu Beginn wurde verkündet, dass das Rennen von 40 auf 32 Runden verkürzt wird. Wieso, weshalb, warum, das weiiiiiiß ich nicht, doch aaaalle Frauuuuen liiiiieben ... äh ... halt, nein. Ich bin ja nicht Karl Dall! ;) Jedenfalls fehlte auch Altmeister Krön und ein paar Jungspunde eröffneten das Kriterium gleich mal völlig anders als im Vorjahr. Kein lockeres Einrollen in den ersten drei Runden, sondern schon von Anfang an mit Zug im Feld. Die Temperaturen waren ähnlich frisch wie beim ersten gewerteten Lauf des Vorjahres (was der zweite war, da der erste in Wasser fiel), es waren daher auch jede Menge Beinlinge im Einsatz, aber um es vorwegzunehmen: Der Schnitt lag mit 40,7 km/h gleich mal 1,2 km/h höher als beim Auftakt im Vorjahr! Hatte ich deswegen Probleme das Tempo mitzugehen? Erfreulicherweise nicht! :)
Bei der ersten Wertung waren zwei Leute vorne weg und ich war aber plötzlich in der Position um die verbliebenen Punkte zu sprinten. Meine Zielsetzung war generell, dass ich nicht so viel ausreiße (die Nummer 14, die Nils vor 2 Jahren mit seinem Angriffsvirus infiziert hatte, habe ich ja auch nicht mehr, sondern die Nummer 3) und erst mal daran arbeite, dass ich das erhöhte Grundtempo der Wertungsrunden besser vertrage. Dennoch war ich eben gleich in einer Sprintposition bzw. fuhr vor der Zielkurve nach vorne. Ich hatte ja nicht wirklich was zu verlieren. Hätte ich riskieren sollen, dass plötzlich andere Fahrer die Initiative ergreifen und ich dann nicht auf den Zug aufspringen kann, weil ich kurz eingebaut bin? Ich schien auch wenigstens Platz 4 ersprinten zu können, aber bei der Überquerung der Ziellinie ahnte ich schon Böses. Es war mehr oder weniger ein Foto-Finish, aber der andere Fahrer fuhr auf der linken Seite. Wie ich feststellen musste, ist der Zielstrich irgendwie linkslastig. Meine Befürchtung war also, obwohl ich mich von der Straße her einen Tick vorn wähnte, dass Matthias durch den linkslastigen Zielstrich den anderen Fahrern minimal vorn sah. Das sollte sich nach dem Rennen auch bewahrheiten, aber das merke ich mir jetzt natürlich gleich. Und der Tipp geht auch an Fabian & Co: LINKS sprinten ;)
Nach der 2. Wertung setzte sich dann ein Trio mit Genosse Loos ab. Die wirkten zuerst nicht wirklich einig, das Feld aber erst recht nicht. Drum trat ich einfach mal an und konnte auch gleich Boden aufs Flucht-Trio gutmachen. Das Feld reagierte weiterhin nicht. Ich fuhr noch eine halbe Runde weiter, aber dann hatten sich sowohl Trio als auch Feld doch geeinigt. Der Abstand zu beiden Parteien war gleich, also ließ ich mich wieder ins Feld zurückfallen. Die nächsten beiden Wertungen holte das Trio. Als die Ausreißer dann wieder gestellt waren, kam es gleich zu Gegenattacken. Für die dritte Gegenattacke zeichnete dann die Nummer 3 höchst persönlich verantwortlich und kurz darauf gesellten sich Michael Walter und ein mir unbekannter Fahrer hinzu. Der mir unbekannte Fahrer fuhr aber nur kurz durch die Führung und ging gleich wieder raus, was dann relativ zwecklos war. Zumal das Feld nur 20 Meter hinter uns folgte. Auch dieser Fluchtversuch wurde also im Keim erstickt.
Bei der vorletzten Wertung war ein Fahrer vorne weg und ich konnte endlich mal das richtige Hinterrad im richtigen Moment auf der Gegengeraden erwischen. Ich kam wieder in eine gute Position, um mitzusprinten, und konnte doch tatsächlich Platz 3 und somit 2 Punkte sammeln! Im letzte Jahr holte ich meine ersten Sprintpunkte bei der allerletzten Wertung der Saison beim allerletzten Lauf. Und das waren damals 2 für Platz 4 bei der Schlusswertung, die ja doppelt zählt. Ich habe also jetzt schon nach dem ersten Lauf genau so viele Punkte ersprintet wie im Vorjahr! Fluchtpunkte hatte ich im letzten Jahr 45 an der Zahl. Hui, 45?!? Das ist aber nicht gerade wenig, hehe.
In der Endabrechnung war das Platz 10 zum Auftakt und somit 6 Punkte. Im Vorjahr hatte ich nur einen einzigen Punkt ergattert und kam in der Endabrechnung gar nicht mal unter die ersten 12, für die es mehr als die 3 Anwesenheitspunkte gibt. Und auch hier muss ich sagen, dass es natürlich super war, dass ich meine 2 Punkte erst bei der vorletzten Wertung geholt habe. Damit war ich natürlich automatisch vor allen anderen "Zweiern" - außer dem "Zweier" der Schlusswertung, falls dieser sonst keine Punkte hatte. Spätes Punkten zahlt sich bei Kriterien ja bekanntermaßen aus. Insofern war das wirklich ein toller Auftakt der Kriteriumssaison und ließ die Pleite von Cadolzburg schnell vergessen! :)
Weiter Fakten: Mit 55,8 km/h war ich im Sprint immerhin 0,5 km/h schneller als im Vorjahr beim Auftakt. 55,8 km/h war im letzten Jahr auch bis zu den letzten 4 Kriterien meine Top-Geschwindigkeit, also bin ich schon auf einem ganz guten Weg. Top-Speed im Vorjahr war aber 59,0 km/h - da habe ich noch einiges im Sprinttraining zu arbeiten! Durchschnittspuls war 170, 4 Schläge höher als im Vorjahr beim Auftakt. Generell war ich im Vorjahr nur zwei Mal über 170, jeweils mit 171. Meine Zonenverteilung war übrigens erstmals 98% in meiner Wettkampfzone, lol. Also schon daran sieht man, dass es diesmal wirklich vom Start weg flott losging und zwischendurch auch weitestgehend auf Bummelphasen verzichtet wurde. Daher ging aber auch nicht viel mit Ausreißversuchen. Zum Glück versuchte ich es daher auch nur zwei Mal und brache jeweils schnell ab. Sonst hätte ich viel Kraft völlig sinnfrei verbraten. Mein Maximalpuls war mit 188 höher als bei allen Läufen der Rennserie 2011 - komisch, so krass am Limit hatte ich mich gar nicht gefühlt. Musste kein einziges Mal fast kotzen. Mal sehen, ob ich den Maximalpuls dann sogar mal auf über 190 pushen kann, hehe?
Ach ja, mit Platz 10 in der Gesamtwertung bin auch ganz zufrieden, weil das zunächst mal mein Minimalziel ist. Dass ich wieder so weit vorne lande wie im Vorjahr, wage ich anzuzweifeln. Da waren heute doch so einige Fahrer am Start, die definitiv besser sind als ich. Dabei fehlten noch Krön und M.H. Ich bin also ganz realistisch und ziele auf die Top Ten in der Gesamtwertung ab. Tja, und da liege ich voll im Plan. Einfach ein super Auftakt zu Bayerns größter Rennserie. Und wie gesagt: Hobbyfahrer dürfen da auch mitfahren. "Wir" sind die "Ausnahmen" in der Ausschreibung ;) - http://www.radrennen-kulmbach.de ;)
Zu Beginn wurde verkündet, dass das Rennen von 40 auf 32 Runden verkürzt wird. Wieso, weshalb, warum, das weiiiiiiß ich nicht, doch aaaalle Frauuuuen liiiiieben ... äh ... halt, nein. Ich bin ja nicht Karl Dall! ;) Jedenfalls fehlte auch Altmeister Krön und ein paar Jungspunde eröffneten das Kriterium gleich mal völlig anders als im Vorjahr. Kein lockeres Einrollen in den ersten drei Runden, sondern schon von Anfang an mit Zug im Feld. Die Temperaturen waren ähnlich frisch wie beim ersten gewerteten Lauf des Vorjahres (was der zweite war, da der erste in Wasser fiel), es waren daher auch jede Menge Beinlinge im Einsatz, aber um es vorwegzunehmen: Der Schnitt lag mit 40,7 km/h gleich mal 1,2 km/h höher als beim Auftakt im Vorjahr! Hatte ich deswegen Probleme das Tempo mitzugehen? Erfreulicherweise nicht! :)
Bei der ersten Wertung waren zwei Leute vorne weg und ich war aber plötzlich in der Position um die verbliebenen Punkte zu sprinten. Meine Zielsetzung war generell, dass ich nicht so viel ausreiße (die Nummer 14, die Nils vor 2 Jahren mit seinem Angriffsvirus infiziert hatte, habe ich ja auch nicht mehr, sondern die Nummer 3) und erst mal daran arbeite, dass ich das erhöhte Grundtempo der Wertungsrunden besser vertrage. Dennoch war ich eben gleich in einer Sprintposition bzw. fuhr vor der Zielkurve nach vorne. Ich hatte ja nicht wirklich was zu verlieren. Hätte ich riskieren sollen, dass plötzlich andere Fahrer die Initiative ergreifen und ich dann nicht auf den Zug aufspringen kann, weil ich kurz eingebaut bin? Ich schien auch wenigstens Platz 4 ersprinten zu können, aber bei der Überquerung der Ziellinie ahnte ich schon Böses. Es war mehr oder weniger ein Foto-Finish, aber der andere Fahrer fuhr auf der linken Seite. Wie ich feststellen musste, ist der Zielstrich irgendwie linkslastig. Meine Befürchtung war also, obwohl ich mich von der Straße her einen Tick vorn wähnte, dass Matthias durch den linkslastigen Zielstrich den anderen Fahrern minimal vorn sah. Das sollte sich nach dem Rennen auch bewahrheiten, aber das merke ich mir jetzt natürlich gleich. Und der Tipp geht auch an Fabian & Co: LINKS sprinten ;)
Nach der 2. Wertung setzte sich dann ein Trio mit Genosse Loos ab. Die wirkten zuerst nicht wirklich einig, das Feld aber erst recht nicht. Drum trat ich einfach mal an und konnte auch gleich Boden aufs Flucht-Trio gutmachen. Das Feld reagierte weiterhin nicht. Ich fuhr noch eine halbe Runde weiter, aber dann hatten sich sowohl Trio als auch Feld doch geeinigt. Der Abstand zu beiden Parteien war gleich, also ließ ich mich wieder ins Feld zurückfallen. Die nächsten beiden Wertungen holte das Trio. Als die Ausreißer dann wieder gestellt waren, kam es gleich zu Gegenattacken. Für die dritte Gegenattacke zeichnete dann die Nummer 3 höchst persönlich verantwortlich und kurz darauf gesellten sich Michael Walter und ein mir unbekannter Fahrer hinzu. Der mir unbekannte Fahrer fuhr aber nur kurz durch die Führung und ging gleich wieder raus, was dann relativ zwecklos war. Zumal das Feld nur 20 Meter hinter uns folgte. Auch dieser Fluchtversuch wurde also im Keim erstickt.
Bei der vorletzten Wertung war ein Fahrer vorne weg und ich konnte endlich mal das richtige Hinterrad im richtigen Moment auf der Gegengeraden erwischen. Ich kam wieder in eine gute Position, um mitzusprinten, und konnte doch tatsächlich Platz 3 und somit 2 Punkte sammeln! Im letzte Jahr holte ich meine ersten Sprintpunkte bei der allerletzten Wertung der Saison beim allerletzten Lauf. Und das waren damals 2 für Platz 4 bei der Schlusswertung, die ja doppelt zählt. Ich habe also jetzt schon nach dem ersten Lauf genau so viele Punkte ersprintet wie im Vorjahr! Fluchtpunkte hatte ich im letzten Jahr 45 an der Zahl. Hui, 45?!? Das ist aber nicht gerade wenig, hehe.
In der Endabrechnung war das Platz 10 zum Auftakt und somit 6 Punkte. Im Vorjahr hatte ich nur einen einzigen Punkt ergattert und kam in der Endabrechnung gar nicht mal unter die ersten 12, für die es mehr als die 3 Anwesenheitspunkte gibt. Und auch hier muss ich sagen, dass es natürlich super war, dass ich meine 2 Punkte erst bei der vorletzten Wertung geholt habe. Damit war ich natürlich automatisch vor allen anderen "Zweiern" - außer dem "Zweier" der Schlusswertung, falls dieser sonst keine Punkte hatte. Spätes Punkten zahlt sich bei Kriterien ja bekanntermaßen aus. Insofern war das wirklich ein toller Auftakt der Kriteriumssaison und ließ die Pleite von Cadolzburg schnell vergessen! :)
Weiter Fakten: Mit 55,8 km/h war ich im Sprint immerhin 0,5 km/h schneller als im Vorjahr beim Auftakt. 55,8 km/h war im letzten Jahr auch bis zu den letzten 4 Kriterien meine Top-Geschwindigkeit, also bin ich schon auf einem ganz guten Weg. Top-Speed im Vorjahr war aber 59,0 km/h - da habe ich noch einiges im Sprinttraining zu arbeiten! Durchschnittspuls war 170, 4 Schläge höher als im Vorjahr beim Auftakt. Generell war ich im Vorjahr nur zwei Mal über 170, jeweils mit 171. Meine Zonenverteilung war übrigens erstmals 98% in meiner Wettkampfzone, lol. Also schon daran sieht man, dass es diesmal wirklich vom Start weg flott losging und zwischendurch auch weitestgehend auf Bummelphasen verzichtet wurde. Daher ging aber auch nicht viel mit Ausreißversuchen. Zum Glück versuchte ich es daher auch nur zwei Mal und brache jeweils schnell ab. Sonst hätte ich viel Kraft völlig sinnfrei verbraten. Mein Maximalpuls war mit 188 höher als bei allen Läufen der Rennserie 2011 - komisch, so krass am Limit hatte ich mich gar nicht gefühlt. Musste kein einziges Mal fast kotzen. Mal sehen, ob ich den Maximalpuls dann sogar mal auf über 190 pushen kann, hehe?
Ach ja, mit Platz 10 in der Gesamtwertung bin auch ganz zufrieden, weil das zunächst mal mein Minimalziel ist. Dass ich wieder so weit vorne lande wie im Vorjahr, wage ich anzuzweifeln. Da waren heute doch so einige Fahrer am Start, die definitiv besser sind als ich. Dabei fehlten noch Krön und M.H. Ich bin also ganz realistisch und ziele auf die Top Ten in der Gesamtwertung ab. Tja, und da liege ich voll im Plan. Einfach ein super Auftakt zu Bayerns größter Rennserie. Und wie gesagt: Hobbyfahrer dürfen da auch mitfahren. "Wir" sind die "Ausnahmen" in der Ausschreibung ;) - http://www.radrennen-kulmbach.de ;)
Montag, 23. April 2012
Video Cadolzburg
Hier ist das Trauerspiel:
Irgendwie schwächelt mein Körper auch gerade. Ob ich morgen in Kulmbach das erste Kriterium der Saison fahre, ist also noch lange nicht sicher. Hoffentlich wache ich morgen früh gesund auf - und hoffentlich gibt es zum Abend hin nur noch Schauer. Bei Dauerregen fahre ich sowieso nicht.
Irgendwie schwächelt mein Körper auch gerade. Ob ich morgen in Kulmbach das erste Kriterium der Saison fahre, ist also noch lange nicht sicher. Hoffentlich wache ich morgen früh gesund auf - und hoffentlich gibt es zum Abend hin nur noch Schauer. Bei Dauerregen fahre ich sowieso nicht.
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