Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Freitag, 7. Dezember 2012

Kart v2.0 und ab in die Halle

Letzten Samstag folgte die zweite Auflage des Kartfahrens in Wackersdorf mit dem Radverein. Meine Zielsetzung waren eine Rundenzeit unter 47 Sekunden, eine einstellige Platzierung im Rennen und meinen 9. Platz aus der Quali wollte ich auch verbessern. Es fing dann aber zunächst komisch an. Als wir auf der Bahn ankamen, fing es gleich mit der Einweisung an. Beim 1. Mal wurden wir aber erst nach Namen für die Startliste gefragt. Nach der Einweisung sollten wir auch gleich einsteigen. An der Stelle war ich zunächst verwirrt, aber es zeigte sich wohl nur, dass das heutige Bahnpersonal nicht ganz so auf Zack war wie das Personal beim 1. Kartfahren. Wenn 14 Fahrer fahren und man nur 12 Namen auf der Liste hat, dann sollte man vielleicht mal nachfragen, wessen Namen man noch nicht erfasst hat. Vermutlich wurden die Namen gerade erfasst, als ich mit Mane (als "Gastfahrer") bei den Leihhelmen war und mich noch darüber unterhielt, wie man den Helm in Kombination mit einer Brille am dümmsten aufsetzt ;) (hatte dummerweise die Kontaktlinsen für mehr Komfort vergessen, hmpf)

Dann ging es mit dem nicht ganz so guten Personal weiter, weil der eine Praktikant oder Lehrling die Karts auf der Spur, auf der ich stand, nicht zum Laufen brachte. Na super. Als ich endlich auf die Bahn fahren konnte, sind andere schon auf ihrer 2. Runde gewesen. Ich hatte dann auch gleich Verkehr und machte etwas langsamer, um dennoch eine freie schnelle Runde fahren zu können. Dieses Vorhaben erwies sich aber als schwieriger als gedacht. Zunächst nervte mich ein Auto-Scooter-Fahrer, der am Ende der schnelleren Abschnitte statt die Bremse zu betätigen lieber einfach immer hinten auf mich drauffuhr, um zu bremsen, also brach ich ab und ließ mich erst mal hinter diesen Spinner zurückfallen. Als er dann selbst bremsen musste, weil er keinen Vordermann mehr zum "bremsen" hatte, war der aber nicht schnell genug und ich musste wieder etwas mehr Abstand lassen. Die erste freie schnelle Runde klappte dann aber doch endlich und ich dachte, das schlimmste wäre vorbei. Aber da hatte ich mich getäuscht, denn es blieb bei dieser einen freien schnellen Runde! Ich überrundete eine Premieren-Fahrerin während der Quali gleich 3 oder 4 Mal. Wenn man neu und zudem sehr vorsichtig/langsam ist, steht man dann leider sehr schnell einfach nur im Weg rum. Ist aber logisch, so ging es mir beim 1. Kartfahren ja auch. Da stand ich den Leuten mit Karterfahrung auf den ersten Runden auch nur im Weg rum. Das alles änderte aber nix daran, dass ich keine brauchbare Zeit mehr erzielen konnte und erneut von P9 ins Rennen starten musste.

Am Start dann das gleiche Problem wie beim 1. Kartfahren: Der Fahrer auf P10 konnte gleich vorbeiziehen. Nächstes Mal starte ich also hoffentlich auch von der linken Seite, denn da scheint die Beschleunigung besser zu sein. Ist auch nicht verwunderlich, denn auf Start/Ziel verläuft die Ideallinie auf der linken Seite. Die ersten Kurven verliefen dann unfallfrei, was ich mitbekam. Das war eine Steigerung zum 1. Kartfahren. Ich musste mich zunächst einiger Angriffe erwehren und wurde des öfter bei den Kurveneinfahrten gerammt und leicht gedreht, konnte das alles aber schon ganz gut aussteuern. Chaotisch wurde es dann aber, als der Rammbock aus der Quali ganz unmotiviert Mane an einer Engstelle gedreht hatte. Ich verlangsamte deswegen, aber wurde von hinten abgeschosen, weil mein Hintermann das noch nicht mitbekommen hatte, dass vorne einer im Weg stand. Und wenn man Stoßstange an Stoßstange fährt, dann geht es eben sauschnell, dass man kollidiert, wenn man nicht mit einer Tempoverlangsamung oder einem Rüberziehen des Vordermanns rechnen kann. Nachdem wir aber an einer anderen Stelle des Kurses noch einen zweiten Dreher hatten, hielt uns das Personal für eine Standpauke an. Das war natürlich doof - und wurde noch doofer: Statt eines Restarts aus der Startaufstellung, ließ man uns einfach pi mal Daumen losfahren. Ich war eigentlich auf P10, aber nach ausgerechnet Mane, der auf P11 war, vor mir wieder ins Rennen geschickt wurde, war ich erst mal nur auf 11. Dieser chaotische "Restart" hat ziemlich genervt.

Danach ging das Rennen aber bis zum Ende normal weiter. Ich hatte nur zwei Probleme beim Überholen langsamerer Fahrer, die meine Attacken leider nicht bemerkt hatten und dann rüberzogen, obwohl ich schon halb neben ihnen war. Dadurch verursachte ich beiden unfreiwilligerweise Dreher, aber wenn man schon halb neben einem anderen Kart ist, dann kann man zwar noch versuchen zu bremsen, aber man kann sich nicht in Luft auflösen. Das geht dann sehr schnell und hätte mir in der Anfangsphase auch passieren können. Allerdings wusste ich, dass ich in der 1. Kurve zu weit nach außen gekommen war und blickte gleich zur Seite, wo ich sah, dass mein Hintermann schon halb neben mir war. Ich zog also nicht rüber auf die Ideallinie und ließ dem Konkurrenten "Platz zum leben". Eigentlich wollte ich ihn nicht behindern, aber wie ich nach meinen zwei unfreiwillig verursachten Drehern feststellen musste, habe ich dadurch vor allem mich selbst geschützt. Hätte ich nicht zur Seite geblickt und die Attacke meines Hintermanns nicht gesehen, dann hätte er mich da auch unfreiwillig gedreht. Das hätte mich Positionen gekostet! Stattdessen fuhren wir nebeneinander durch Kurve 2 und beim Rausbeschleunigen konnte ich den Angriff abwehren. Das hat Spaß gemacht!

In den letzten Runden pirschte ich mich dann an Mane ran, der mittlerweile auf P8 fuhr. Ich war dann in Kurve 1 schon an seiner Stoßstange und wollte ganz aggressiv und eng um die Kurve driften, übertrieb es dabei aber etwas und fabrizierte einen leichten Dreher. Zum Glück konnte ich gleich weiterfahren, aber es hatte mich dennoch Zeit gekostet. Erst kurz vor Schluss war ich wieder fast dran an Mane, da überholte er seinerseits den Fahrer auf P7, den wir durch unsere Hetzjagd "nebenbei" noch aufgerollt hatten, aber bevor ich ebenfalls überholen konnte, kam leider schon die Zielflagge.

Aber gut. War dennoch wieder lustig, auch wenn ich mich an der Nackenmuskulatur verletzt hatte, nachdem ich in der Situation mit Manes Dreher von der Seite abgeschossen wurde. Aber halb so wild. Unterm Strich konnte ich mit P9 dennoch meine Verbesserung bei der Rennplatzierung erreichen und mit 45,1 Sekunden unterbot ich meine Zielsetzung von "unter 47" so deutlich, dass ich beim nächsten Mal "unter 45" als Zielsetzung haben werde. Insgesamt war das die 6.-schnellste Rundenzeit, also ist offensichtlich Luft nach oben. Ich habe aber auch die Erkenntnis gewonnen, dass das Gewicht auch beim Kartfahren ganz schön viel ausmacht! Leichtgewicht "Keule" fährt wie auf Schienen um die Kurven, während die Schwergewichter wie Mane und ich ständig nur am driften sind. Und jeder Drift kostet etwas Zeit.

Tja, und gestern war ich dann nach einem Blick auf die rutschigen "Außenverhältnisse" nicht beim Lauftraining durch Sulzbach unterwegs, sondern fuhr spontan ins Hallentraining nach Vilseck. Hallenfußball - das hatte ich früher nicht mehr mitgemacht, weil ich ständig mit dem Fuß umgeknickt bin. War diesmal aber kein Problem. Ein besseres Lauftraining und das Knie machte auch einigermaßen mit. Ich habe übrigens mittlerweile festgestellt, dass mein Problem doch nicht im Fuß, sondern im Oberschenkel liegt. Der arbeitet nämlich nicht richtig. Daher also ein ungleichmäßiger Zug, der dafür sorgt, dass die Patella immer wieder aus der Führung rutscht. Allerdings muss jetzt noch die Ursache dafür gefunden werden, dass der Oberschenkel nicht richtig arbeitet. Aber Stück für Stück komme ich der Lösung des Problems näher. Ich hoffe, dass ich die finale Lösung und das "Heilmittel" hier dann bald präsentieren kann, damit Leute Bescheid wissen, die das gleiche Problem ereilen sollte.

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