Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Teams 2018

Team 2018

2018 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Dienstag, 5. Januar 2016

Schnee im Getriebe

Der ganze Schnee stellt mein Training nach System erstmals vor eine ernsthafte Probe. Schade, dass ausgerechnet jetzt kein Hallentraining ist, denn das hätte ich jetzt gut nochmal nutzen können. Ansonsten ist es aber generell erst mal so, dass ich mich in der 1. Woche der Phase "Grundlagen 1" wirklich gut gefühlt habe, sowohl vom Kopf, als auch von den Beinen her. War eine ganze lässige Trainingswoche, weshalb ich jetzt schon etwas mit den Hufen schare. Die Zwangspause habe ich auch gleich genutzt, um nochmal in der Friel-Bibel nachzulesen, was man bei Trainingsausfall tun sollte. Ich bieg das schon irgendwie hin. Was aber z.B. Laufen als Alternativtraining anbelangt, ging das auch nicht, weil der übertriebene Einsatz von Streusalz leider zu sehr rutschigem Schneematsch gesorgt hat. Hätte man das Salz einfach weggelassen, hätte man auf dem feuchten, pappigen Schnee sicherlich gut laufen können.

Ansonsten liege ich aber generell im Plan und wundere mich nur ein bisschen über die Umfänge anderer Fahrer. Rechnet man deren Wochenpensum zum jetzigen Zeitpunkt nach der Friel-Tabelle mal hoch, dann trainiert ein Fahrer sogar mit dem Pensum eines ProTour-Profis! Vergleicht man also sein eigenes Pensum mit dem Pensum anderer Fahrer, kann man schnell ins Grübeln kommen. Trainiert man zu wenig? Trainieren die anderen zu viel? Am besten ist es einfach, wenn man den Trainingsumfang der anderen nur zur Kenntnis nimmt, aber sein eigenes Training dadurch nicht beeinflussen lässt: Gutes Radsporttraining ist individuelles Training!

Im Endeffekt sollte man bei der Gestaltung des eigenen Trainings die Dinge also nur aus eigener Sicht betrachten: Welche Zielsetzung hat man, welche Wettkampfbelastungen und -umfänge erwarten einen? Vor allem darf man nicht den Fehler machen, sich an anderen C-Fahrern zu orientieren, denn C-Fahrer sind eine ziemliche breite Palette an Fahrern. Manche davon fahren das ganze Jahr kein einziges Rennen, obwohl sie eine Lizenz haben, andere legen den Schwerpunkt auf Jedermannrennen, wiederum andere könnten den Schwerpunkt vielleicht sogar auf Marathons, (touristische) Etappenfahrten oder solche Extremgeschichten wie 24-Stunden-Rennen oder Race Across America legen. Das könnte man zwar auch ohne C-Lizenz, aber man kann es eben auch MIT - und deswegen können die Trainingsziele von C-Fahrern sehr unterschiedlich sein. Sieht man also auf Strava, dass ein anderer C-Fahrer wie ein ProTour-Profi trainiert, dann heißt das nicht zwingendermaßen, dass er auf Übertraining zusteuert. Nein, er kann schlicht und ergreifend andere Ziele als C-Rennen haben, die in aller Regel unter 100 km sind und daher auch ein entsprechend niedrigeres Trainingspensum verlangen.

Will sagen: Strava ist ein nettes Spielzeug, man bekommt auch von anderen Fahrern den Winter über was mit und erspart sich dann beim ersten Rennen die üblichen Gespräche in der Form von:

"Und? Bist du schon in Form?"
"Ne, hab bisher noch nicht so viel gemacht..."

Aber wenn man seinen eigenen Trainingsverlauf einordnen will, dann sollte man nur auf sich selbst und seine persönlich gesetzten Ziele achten. Und da bin ich, wie gesagt, generell (noch) im Plan. Trotz des Schnees im Getriebe...

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