Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Teams 2018

Team 2018

2018 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Sonntag, 26. April 2015

Saisonauftakt mit einem EZF

Mal ganz was neues: Saisonauftakt beim Einzelzeitfahren. In Weiden trat ich erstmals seit meinem guten EZF beim Napoleoncup 2011 wieder bei einem Zeitfahren an. Im Gegensatz zu den meisten "Jedermann"-Zeitfahren hat man hier wenigstens auch eine "Rennrad-Klasse" angeboten, weil ja doch nicht jeder Hobbyfahrer für ein, zwei Wettkämpfe im Jahr eine 10.000-Teuro-Maschine sein Eigen nennen kann. Da könnten sich andere "Jedermann"-Zeitfahren eine Scheibe von abschneiden, zumal ich vor Jahren mal sowieso in "irgendeiner Sportordnung" gelesen hatte, dass Zeitfahrmaterial bei "Jedermann-Veranstaltungen" generell verboten ist. Was die zuständige Sportordnung heutzutage dazu sagt, weiß ich nicht. Ist mir aber auch einigermaßen egal, weil sich das Thema für mich bis zum Saisonende wohl eh nicht mehr stellen dürfte...

Beim Zeitfahren muss ich immer darauf achten, dass ich nicht "einschlafe". Ich neige einfach dazu, dass ich mit meinem Einsatz nachlasse, wenn ich alleine vor mich hingurke. In den zurückliegenden Wochen hatte ich beim Intervall-Training auch schon teilweise erhebliche Probleme, in den richtigen Pulsbereich zu kommen. Das war diesmal aber kein Problem. Ich bin gleich vom Start weg losgesprintet, um schnellstmöglichst "reinzukommen". Hat auch super geklappt, konnte mich dann gleich hinsetzen und nach der richtigen Übersetzung suchen. Das war aber keineswegs so leicht, denn der Kurs war keineswegs eben. Das soll nicht heißen, dass wir Hügel im Profil hatten, aber es ging doch immer mal wieder leicht "bergauf", leicht "bergab". Diese kleineren Unebenheiten hätten jetzt aber gar nicht so einen großen Einfluss auf die gewählte Übersetzung gehabt, wäre da nicht ein noch viel entscheidender Faktor hinzugekommen: Der Wind! Der wehte heute nämlich nicht zu schlecht und man konnte während des Zeitfahrens immer sehr gut spüren, ob man gerade Brems- oder Schiebewind hatte.

Anfangs konnte ich durch meinen guten Start und einer ersten Rückenwindpassage sogar kurz auf einen 38er-Schnitt kommen, aber als ich dann schon kurz nach der ersten Wende einen starken Bremswind im Gesicht hatte, ging es schon nach unten mit dem Schnitt. Da war mir auch klar, dass ich unmöglich einen 38er-Schnitt würde fahren können. Als ich zur zweiten Wende kam, hatte ich sogar nur noch 35,5 km/h auf dem Tacho. Allerdings folgte jetzt dann die lange Rückfahrt zu Start/Ziel, in der wir Rückenwind hatten. Knapp 9 km war eine Runde und wir mussten zwei Runden fahren. Auf der zweiten Runde hatte ich dann eigentlich durchgängig einen 35er-Schnitt aufm Tacho, konnte die Rückenwindpassage zurück zum Ziel dann aber zum Ende mit einem richtig guten Tritt ausnutzen, um am Ende mit 36,7 km/h auf meinem billigen Tacho ins Ziel zu kommen. Die Maximalgeschwindigkeit von 58,5 km/h bei der leicht abfallenden Zielankunft hätte ich im "Sprint-Modus" sicherlich auf über 60 pushen können, aber ich wollte halt wie ein Zeitfahrer im Sitzen über die Ziellinie fahren. ;)

Alles in allem war ich mit meiner Leistung zufrieden, weil ich 99 % in meiner Wettkampfzone fuhr. Nach den Pulsproblemen in der Vorbereitung, konnte ich jetzt also doch sehr gut im Wettkampfbereich durchziehen. Der durchschnittliche Puls lag mit 168 aber nur im "Rennbereich". Zwischendurch bin ich auf der zweiten Runde auch mal etwas "eingeschlafen", weil ich eigentlich die ganze zweite Runde ohne "Sichthilfe" gefahren bin. Also da war weit und breit kein Fahrer mehr vor oder hinter mir, niemand zum orientieren und motivieren. Die 29:11 waren dann also auch sicherlich nicht mein Optimum für heute, aber weit entfernt war ich dennoch nicht. Hat also schon gepasst. Platz 20 sprang am Ende heraus, im vergangenen Jahr hätte die Zeit für Platz 11 gereicht. Mit dieser Anstrengung fühle ich mich jetzt aber auch startklar für Kulmbach, wo es am Dienstag bei vermutlich eisigen Temperaturen richtig losgehen wird. Das erste Rennen - und gleich mit Beinlingen. 2013 lässt grüßen, als ich ebenfalls mit Beinlingen anfing und das dann noch eine Zeitlang so beibehalten musste, bevor das kalte, verregnete Jahr 2013 endlich mal so etwas ähnliches wie Sommerwetter zu bieten hatte. Heute war das Wetter ja topp, so hätte ich es gerne auch beim ersten Rennen gehabt, aber danach sieht es halt leider nicht aus. Sei's drum. Erstmal mit dem Hauptfeld durchkommen, das steht für mich am Dienstag im Vordergrund.

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