Disclaimer - wenn man so will

In meinem Sport-Blog schreibe ich über meine Sporterlebnisse teilweise ernsthaft, teilweise aber auch mit überspitztem Humor - den Unterschied sollte man erkennen, wenn man mich persönlich kennt ;) Generell gilt: Wer die Dinge, die ich hier schreibe, zu ernst nimmt, ist selbst schuld ;)

Team 2019

Team 2019

2019 fahre ich Lizenzrennen für RMV Concordia Strullendorf 1920 e.V. und ausgewählte Jedermannrennen

Montag, 17. September 2018

Passendes Ende einer Seuchen-Saison

Wie sie begonnen hat, so endet diese Saison: Mit Krankheit. :(

Der Schlussspurt (nach wie vor mit 3 s) fing eigentlich ganz gut an. In Mutterstadt konnte ich mich auf Anhieb auf einem Kurs behaupten, der nicht gerade meinem Fahrstil entgegenkommt. Da war speziell eine richtig enge Kurve dabei, hinter der dann natürlich erwartungsgemäß hammerharte Antritte folgten. Die Beine spielten aber mit, der Rücken auch - und so konnte ich mich am Ende irgendwo zwischen Platz 20 und 25 platzieren. Ergebnis wurde leider keines erfasst, nur die Preisgeldränge wurden notiert. Um das an der Stelle mal klar zum Ausdruck zu bringen: Es stimmt nicht, dass immer nur 12-20 Fahrer bei den Rennen in der Pfalz am Start sind, auch wenn man so ähnliche Teilnehmerzahlen von Kriterien in Bayern oder vor allem Thüringen durchaus gewohnt ist. Auch in Mutterstadt waren es wieder irgendwas über 50 Fahrer, die am Start standen. Da ist richtig was los, sowohl auf der Strecke, als auch neben der Strecke. Der Zuspruch durch die Bevölkerung ist großartig. Vielleicht liegt es an der Nähe zu Frankreich, wo Radsport ja einen völlig anderen Stellenwert als in Deutschland hat. Aber wer weiß das schon? Es wäre einfach nur toll, wenn der Zuspruch bei der Bevölkerung häufiger so wäre wie bei diesen "wahnsinnigen" Rennen in der Pfalz. "Wahnsinnig", weil es einfach der Wahnsinn, was dort immer los ist. Viele Starter, viele Zuschauer, viele Prämien - wobei ich von letzterem in der Regel leider nix habe, versteht sich...

Am nächsten Tag war das Rennen schnell gelaufen, weil ein U19-Cowboy (ja, U19-Fahrer durften beim C-Rennen mitfahren, weil die offenbar ein Sonderstartrecht in der C-Klasse haben, wenn kein U19-Rennen ausgeschrieben ist - als ob in der C-Klasse nicht schon genuge Kurventerroristen am Start wären) schon in der 3. Runde eine Kurve mit einer Bowlingbahn verwechselt hatte und ein halbes Dutzend Fahrer abräumte, die dann die Kurve blockierten. So ein Trümmerfeld habe ich bei einem Kriterium eigentlich auch noch nicht gesehen. Wer nicht vor der Sturzlinie durchkam, musste hier fast anhalten und hatte dann gleich mal 10 Sekunden Rückstand aufs Feld, das, wie im Amateur-Radsport üblich, aufgrund des Sturzes natürlich gleich Vollgas gab, um die durch den Sturz abgehängten Fahrer gleich mal rauszufahren. Zwei Runden lang fuhr ich noch die gleiche Zeit wie das Hauptfeld, aber um wieder ranzukommen, hätte ich halt diese 10 Sekunden aufholen müssen. Die weiteren abgehängten Fahrer waren auch nicht wirklich eine Hilfe, weil einige nach dem Sturz gleich mal komplett overpacet hatten, nur um eine Runde später so einzubrechen, dass sie sich nicht mal mal an die sich bildende kleine Verfolgergruppe dranhängen zu können. Mit dem Feldende noch vor Augen, fuhr das Schlussfahrzeug aber schon an unserer Gruppe vorbei und nahm uns aus dem Rennen. Satz mit X.

Danach ging es wieder ins Training und das nächste Ziel war die oberfränkische Bergmeisterschaft. Die Form war auch gut, die Wattwerte auf einem Höchststand - und dann bekam ich am Nachmittag vor der Bergmeisterschaft Halsschmerzen. Ein paar Tage ging es mir dann richtig übel, ab Mittwoch wurde es besser. Die Hoffnung auf einen Start in Meiningen bestand. Am Tag vor Meiningen habe ich dann mal ein kleinen Belastungstest mit mehreren Sprints gemacht, aber mein Kreislauf machte diese kurzen Belastungen einfach noch nicht wieder mit. Somit musste ich beide für diese Saison letzten geplanten Lizenzstarts absagen. Krankheitsbedingt, also genau wie zu Saisonbeginn, als ich dann im Endeffekt auch erst am 1. Mai einsteigen konnte. So schließt sich aber wenigstens ein Teufelskreis. Gut, dass er geschlossen ist, somit kann ich mich jetzt schon auf eine viel bessere nächste Saison freuen. ;)

Den Riderman wollte ich trotzdem gerne noch als Saisonabschlussfahrt mitnehmen. Heute als Test ein paar AA-Intervalle gefahren. Der Kreislauf ist zwar wieder okay, aber ich merkte auch den Substanzverlust durch die gesundheitliche Zwangspause. In dem Zustand ist die Teilnahme an einem dreitägigen Etappenrennen eine ziemlich dämliche Idee. Insofern habe ich mit dem Riderman eigentlich schon wieder abgeschlossen, obwohl ich mir das wohl bis Donnerstag noch überlegen werde. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich starte, ist aber sehr gering. Stattdessen will ich lieber wieder richtig zu Kräften kommen, um dann vielleicht nächste Woche mit meiner mittlerweile schon fast "traditionellen" CP-Testreihe zum Saisonende zu beginnen. Nach der CP-Testreihe dann wieder eine kleine Saisonpause und anschließend geht es doch tatsächlich schon wieder mit dem Grundlagentraining für die neue Saison los. Das war so früh nicht geplant, aber wenn das Saisonende krankheitsbedingt eben schon früher kommt, dann macht man doch aus einem Nachteil einfach einen Vorteil, indem man mit der Vorbereitung auf die neue Saison früher beginnt, um dementsprechend auch früher startklar für den Saisoneinstieg zu sein. Der könnte diesmal schon im März erfolgen, denn Ende März gibt es eines von vier Jubiläumsrennen der Herpersdorfer. Da will ich dann schon mitmischen, zumal ich Mitte April dann auch erstmals beim dreitägigen Etappenrennen der Masters irgendwo bei Cottbus startberechtigt bin. Also ich glaube zumindest, das ist irgendwo bei Cottbus?!? Bis Mitte April sehe ich mir das schon noch an, wo genau ich dann hinfahren muss. ;)

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